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Regulierungs-ECHO Plant Russland Rohstoff-Geschäfte mit Bitcoin?

Russland erwägt, Erdgas gegen Bitcoin an befreundete Staaten zu verkaufen. Krypto-Regulatoren weltweit blicken derweil nach wie vor auf El Salvador. Die vergangene Woche im Regulierungs-ECHO.

Anton Livshits
 |  Lesezeit: 4 Minuten
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Pipeline Gas Öl Russland

Quelle: Shutterstock

Russland bringt Gaszahlungen in Bitcoin ins Spiel

Der Wirtschaftskrieg zwischen Russland und dem Westen hat sich in der vergangenen Woche zugespitzt. Denn Präsident Putin entschied als Reaktion auf westliche Wirtschaftssanktionen, dass “unfreundliche Staaten” ihre Öl- und Gasrechnungen künftig in Rubel zahlen müssen. Zahlungen in US-Dollar zu verweigern, bedeutet dabei einen deutlichen Vertragsbruch. Doch nicht alle Staaten sind gleichermaßen von der neuen Regelung betroffen. Pawel Zawalny, der Vorsitzende des Energieausschusses der Staatsduma, erklärte am 24. März, dass “freundliche Staaten” wie die Türkei oder China ihre fossilen Brennstoffe auch mit Gold oder nationalen Währungen bezahlen könnten. “Die Währungen können unterschiedlich sein, und das ist eine normale Praxis, man kann auch mit Bitcoin handeln”, fügte der Politiker hinzu. Der Bitcoin-Kurs stieg im Nachgang spürbar an. Alle weiteren Krypto-News rundum den Russland-Ukraine-Krieg finden sich auch im Liveticker von BTC-ECHO.

US-Gesetz zur Bitcoin-Lage in El Salvador geht in die nächste Runde

Die Entscheidung El Salvadors, Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel einzuführen, rief in Washington ein Stirnrunzeln hervor. Am 23. März passierte deshalb der Accountability for Cryptocurrency in El Salvador (ACES) Act den entsprechenden Ausschuss im US-Senat. Als Nächstes soll das gesamte Legislativorgan der USA über den Entwurf für das Gesetz abstimmen, das “potenzielle Risiken” bei der BTC-Einführung in El Salvador identifizieren soll. El Salvadors Präsident Nayib Bukele übte per Twitter deutlich Kritik an diesen Plänen: “Nicht in meinen kühnsten Träumen hätte ich gedacht, dass die US-Regierung vor dem, was wir hier tun, Angst haben würde.” Die Einführung der geplanten Bitcoin-basierten Staatsanliehen musste El Salvador indes verschieben, das Marktumfeld sei laut Finanzminister Alejandro Zelaya derzeit zu volatil. Der Bond soll nun im April oder Mai den Handel aufnehmen. Bukele und seine Regierung wollen mithilfe der Staatsanleihe ihre ehrgeizige Bitcoin City finanzieren.

Thailand sperrt Krypto-Zahlungen

Dass Bitcoin nicht überall denselben Beliebtheitsgrad erreicht wie in El Salvador, ist sicherlich bekannt. Doch in Thailand haben Kryptowährungen augenscheinlich ein besonders schweres Standing. Seit vergangener Woche steht fest, dass Waren und Dienstleistungen ab dem 1. April nicht mehr mit Bitcoin und Co. bezahlt werden dürfen. Die Börsenaufsicht des Landes gab die Entscheidung bekannt, auch die Zentralbank trägt sie mit. Krypto-Dienstleister haben 30 Tage Zeit, um sich an die neue Regelung anzupassen. Thailand vollführt damit eine gewisse Kehrtwende, denn im vergangenen Jahr wollte das Tourismusministerium des südostasiatischen Landes noch wohlbetuchte Gäste durch Krypto-freundlichkeit ins Land locken.

Malaysia denkt über Bitcoin-Legalisierung nach

Anders als in Thailand blickt man im Nachbarland Malaysien mit größerem Wohlwollen auf die Pionierleistung El Salvadors. Denn die Lokalzeitung The Star berichete am 21. Mai über die Pläne des malaysischen Kommunikationsministers Datuk Zahidi Zainul Abidin, der Bitcoin und Co. als legale Zahlungsmittel anerkennen will. Konzipiert ist dieser Verschlag demnach als Reaktion auf eine gestiegene BTC-Adaption bei der jüngeren Generation. Das Kommunikationsministerium verfügt bei derartigen Fragen allerdings über keine Entscheidungsgewalt. Der Beschluss hierzu müsste von der Börsenaufsicht und der Zentralbank kommen. Letztere befasst sich zumindest intensiv mit CBDCs, wie sie zum Krypto-Vorschlag von Zainul Abidin steht ist ungewiss.

Deutsches FinTech erhält Krypto-Verwahrlizenz

Mit Upvest sicherte sich ein weiteres Unternehmen in Deutschland zum 23. März eine offizielle Lizenz zum Verwahren von Bitcoin und anderen Krypto-Assets. Das Unternehmen hält zudem auch vier BaFin-Lizenzen mit Krypto-Bezug. Wessen Assets Upvest künftig verwahren wird, steht noch nicht fest.

Florida plant Steuerzahlung per Bitcoin

Die Steuerschulden bequem per Bitcoin begleichen? Zumindest für Unternehmen könnte dies im US-amerikanischen Bundesstaat Florida bald möglich sein. Denn Floridas Gouverneur Ron DeSantis gab zu verstehen, dass er seinen Behörden eine entsprechende Anweisung vorgelegt hätte. DeSantis sprach sich gleichsam auch für eine größere Blockchain-Integration im Verwaltungsapparat aus. DeSantis gilt generell als Krypto-Freund, CBDCs lehnt der Republikaner hingegen ab. Denn hier vermutet er zu große staatliche Kontrollmöglichkeiten.

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