Regulierungs-ECHO Regulierung und Zeitgeist – Wann folgt die Politik dem Mainstream?
David Barkhausen

von David Barkhausen

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Panorama von Ankara.

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Im Jahr 2021 sind Kryptowährungen im Zeitgeist des Mainstreams angekommen. Hiervon zeugen der jüngste NFT-Trend, die Einführung von Bitcoin-Indexfonds ebenso wie der umjubelte Börsengang von Coinbase. Staatliche Regulatoren weilen derweil weiter im Vakuum zwischen Angststarre und vorsichtigem Tasten. Angesichts immer neuer Pilotversuche scheint sich die Lähmung allmählich zu locken. Nimmt die Blockchain-Anwendung jetzt Fahrt auf?

Neuer Bericht – EU-Bürger zur EZB: “Diese Features sollte der E-Euro haben”

Digitale Zentralbankwährungen sind weltweit auf dem Vormarsch. Mehr und mehr Notenbanken nehmen die Potenziale von CBDCs in den Blick. In den europäischen Breitengraden wiederum lassen wegweisende Schritte und Entscheidungen noch auf sich warten. Statt dem Trend überstürzt zu folgen, setzt die Europäische Zentralbank hierzulande auf eine Taktik des Abwartens. Zuletzt rief sie die Öffentlichkeit auf, ihre Vorstellungen, Hoffnungen und Erwartungen zum digitalen Euro zu teilen. Nun veröffentlicht die Notenbank die Ergebnisse der Umfrage. Demnach würde der Großteil der Befragten der Einführung eines solchen E-Euro positiv gegenüberstehen. Wann und inwiefern die Währungshüter den Ergebnissen Taten folgen lassen, bleibt jedoch weiter offen.


Bundesbank wickelt Bundesanleihe über DLT ab – CBDC nun überflüssig?

Dass bei der Entwicklung rund um den digitalen Euro eventuell überhaupt keine CBDC herauskommen könnte, zeigen die jüngsten Erfolgsmeldungen der Frankfurter Nachbarin. Die ebenfalls in der Mainmetropole beheimatete Deutsche Bundesbank verkündete zuletzt den erfolgreichen Testlauf eines Blockchain-Piloten. In einem gemeinsamen Testlauf emittierte die staatliche Bundesfinanzagentur eine Bundesanleihe mit zehnjähriger Laufzeit, die erfolgreich über eine hauseigene DLT-Lösung abgewickelt wurde. Digitales Zentralbankgeld kam dabei nicht zum Zuge.

Blockchain statt Papier – EIB soll künftig Blockchain-Technologie zum Anleihehandel nutzen

Und auch die Europäische Investitionsbank setzt auf alternative Rezepte abseits des CBDC-Trends. Während die EU-Bürger dem E-Euro weiter entgegenfiebern, nehmen die Luxemburger nun ebenfalls Blockchain-Technologie ins Visier, um den Anleihehandel zu digitalisieren. Gegenüber BTC-ECHO bestätigte die EIB in der vergangenen Woche entsprechende Berichte, dass sie die Transaktionen eines neu geschaffenen „digitalen Euro-Bonds” künftig mithilfe einer DLT-Lösung abwickeln will.

Führungswechsel – Gary Gensler: Bewilligt neuer SEC-Chef den ersten Bitcoin ETF?

Kaum ein Revirement barg in den vergangenen Wochen so viel Diskussionsstoff wie das Stühlerücken an der Spitze der US-amerikanischen Securities and Exchange Commission SEC. Nun ist der Führungswechsel in der Chefetage der Behörde offiziell: Wie erwartet hat der US-Senat in der vergangenen Woche Gary Gensler als neuen Vorsitzenden bestätigt. Von seiner Führungslinie hängen nun zahlreiche wegweisende Entscheidungen für den Krypto-Markt ab. Dazu zählen nicht nur die Anträge auf Bitcoin ETFs. Auch der Zahlungsdienstleister Ripple hofft in seinem andauernden Rechtsstreit mit der Behörde auf ein Umdenken.

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Digitaler Yuan schürt Ängste Washingtons

Im Krypto-Wettlauf der Großmächte zwischen China und den USA kann das Reich der Mitte auf einen erheblichen Vorsprung zurückblicken. In Washington verdichtet sich derweil der Chor der skeptischen Stimmen, der vor dem Vorauseilen der Chinesen warnt. Laut Bloomberg sei der Biden-Regierung dabei vor allem der digitale Yuan ein Dorn im Auge. Zur Stunde würden sowohl das US-Finanz-, Außen- und Verteidigungsministerium als auch der Geheimdienst NSA prüfen, welchen Einfluss die staatseigene Digitalwährung auf die Vormachtstellung des Dollars haben könnte. Ebenso fürchtet man, Peking könnte mit der CBDC Sanktionen umgehen. 

Ehemaliger CIA-Direktor gibt Entwarnung – Kriminelle kehren Bitcoin den Rücken

Doch nicht nur gegenüber China ist die US-Regierung skeptisch gegenüber Digitalwährungen. Kritisch äußerte sich das Weiße Haus zuletzt immer wieder auch mit Blick auf Geldwäsche und illegale Aktivitäten im Dunstkreis von Bitcoin & Co. Nun gibt der ehemalige CIA-Direktor Michael Morell Entwarnung. In einem Bericht seiner Krypto-affinen Lobby-Organisation prognostiziert er, Geldwäscher, Drogenhändler und andere Kriminelle würden Kryptowährungen zunehmend den Rücken kehren. Grund hierfür seien die anhaltenden Erfolge von Razzien, durch die die Krypto-Transakationen immer transparenter würden.

Türkische Zentralbank will Zahlungen mit Bitcoin verbieten

Dass hinter der harten staatlichen Hand gegenüber dem Krypto-Space auch nicht selten handfeste wirtschaftspolitische Interessen strecken, beweist die Türkei. Während sich die Lira hier seit langem im Abwärtstrend befindet, legt die türkische Notenbank der heimischen Szene Daumenschrauben an. Dies geht aus einem Regulierungsentwurf geht hervor, der ein Verbot für Kryptowährungen als Zahlungsmittel vorsieht. Von einem vollumfänglichen Bitcoin-Verbot sieht man in Ankara bisweilen jedoch ab.

Rekordspende – Die Grünen erhalten 1 Million Euro aus Bitcoin-Gewinnen

Doch die Krypto-Szene kann auch selbstkritisch. Dies zeigt der jüngste Fall einer großzügigen Parteispende, über die sich die Grünen zuletzt freuen durften. Wie aus dem Spendenregister des Bundestags hervorgeht, erhielten die Öko-Partei eine Rekordspende in Höhe von 1 Million Euro. Den Angaben freigiebigen Mäzen zufolge soll die Summe aus Kursgewinnen seiner Bitcoin-Investments stammen. Denen stehe er kritisch gegenüber. Statt vermeintliche Umweltschäden durch Mining weiter zu befeuern, soll das Geld nun für den Klimaschutz eingesetzt werden.

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