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Bitcoin aktuell Der Duft des Geldes: Wie Panama zu einem Bitcoin-Eldorado werden könnte

Panama geht einen gewichtigen Schritt in eine Krypto-freundliche Zukunft – und wird damit zum attraktiven Standort für hiesige Unternehmen. Ein Kommentar.

David Scheider
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Panama City

Beitragsbild: Shutterstock

| Da könnte so mancher Bitcoiner schwach werden.

Während die Europäische Union alles dafür tut, um der Krypto-Industrie den Wind aus den Segeln zu nehmen, spielen andere Regionen ihre Karten geschickter aus. Alleine in dieser Woche gab es zwei Meldungen im Hinblick auf Bitcoin-Adoption auf staatlicher Ebene. Die Rede ist natürlich von der Zentralafrikanischen Republik und Panama. Während erstere selbst für Insider aus der Szene vollkommen überraschend kam, hatte zumindest Panama so mancher Bitcoiner auf dem Schirm. Blocktrainer Roman Reher beispielsweise schrieb bereits in Ausgabe 56 des BTC-ECHO Magazins über den zentralamerikanischen Staat als möglichen Kandidaten für eine BTC-Implementierung.

Gerade mit Blick auf zwei jüngst debattierte Gesetzesvorhaben der EU scheint die Lücke zwischen Bremsern und progressiven Jurisdiktionen immer weiter aufzuklaffen. So wollten die EU-Parlamentarier:innen in der MiCa-Verordnung allen Ernstes ein Bitcoin-Verbot durchdrücken. Neuerdings steht auch noch ein Verbot von Unhosted Wallets zur Debatte. Anders gesagt: Die EU drückt auf die Bremse, Panama und Co. aufs Gaspedal.

Panama: Zwischen Steuerparadies und Bitcoin-Land

Freilich, Sorgen um Geldwäsche sieht man in Panama traditionell weniger eng als hierzulande. Spätestens seit den Panama Papers dürfte allen klar sein: Das Land ist ein Steuerparadies. Wer sich aber den Gesetzestext, den der Krypto-freundliche Abgeordnete Gabriel Silva seit geraumer Zeit minutiös vorbereitet hatte, durchliest, stellt fest: Hier geht es um wirkliche Zukunftsvisionen für Panama. So heißt es in der Begründung:

“Da es sich bei Kryptowährungen um native Internet-Zahlungsmittel handelt, würde die Nichtkompatibilität Panamas mit ihrer Nutzung bedeuten, […] dass unsere Bevölkerung von der globalen digitalen Wirtschaft ausgeschlossen wird”.

Zu den wichtigsten Inhalten des Gesetzestextes gehört einerseits die Möglichkeit, Steuern in Bitcoin und Co. begleichen zu können und andererseits der Wegfall von Kapitalertragsteuern auf BTC-Veräußerungsgeschäfte.

Gabriel Silva macht seine Hausaufgaben

Auch Grafiken über das Hockeystick-artige Wachstum von exponentiellen Technologien wie das Internet oder Smartphone-Nutzung sind den Paragrafen vorangestellt. Man merkt: Silva und Konsorten haben ihre Hausaufgaben gemacht.

Was sich hier ausspielt, ist daher nicht weniger als die spieltheoretische Gemengelage auf dem globalen Schachbrett. Denn: Bitcoin ist an diesem Punkt längst zu groß für ein Verbot. Nicht umsonst gilt das Mining-Verbot in China unter Bitcoin-Enthusiasten als der größte geopolitische Fehler in der jüngeren Landesgeschichte. Die Hashrate nämlich ist längst deutlich über dem Niveau von vor dem Mining-Verbot. Die chinesische Industrie profitiert davon seit Sommer 2021 aber nicht mehr.

Setzt der Bitcoin-kritische Block im EU-Parlament seinen Verbots-Kurs also weiter fort, könnte sich so manches Unternehmen zu einem Standortwechsel berufen fühlen. Unternehmen, wie Binance sind für ihre Agilität bekannt und wechseln ihren Unternehmensstandort teils mehrmals im Jahr. Mittlerweile hat Binance nach Angaben von CEO Changpeng Zhao überhaupt keinen Sitz mehr.

Panama zumindest würde sie mit offenen Armen empfangen.

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