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Exil für russische Oligarchen? FTX und Binance erhalten Krypto-Lizenz in Dubai

Paukenschlag für FTX und Binance. Mit neuen Lizenzen dringen die Krypto-Powerhäuser weiter in den Nahen Osten vor. Doch das Ganze hat einen faden Beigeschmack.

Nicola Hahn
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Dubai

Beitragsbild: Shutterstock

Erst Anfang März hatte das Krypto-Powerhouse FTX bekannt gegeben, seine Präsenz in Europa und im Nahen Osten über die neu gegründete Gesellschaft FTX Europe & MENA voranzutreiben – wir berichteten. Nun der nächste Paukenschlag: Laut einer offiziellen Pressemitteilung hat FTX eine Lizenz für die Einrichtung und den Betrieb einer Virtual Asset (VA) Exchange in Dubai erhalten. FTX-Gründer und CEO, Sam Bankman-Fried (SBF), begrüßte dies auf Twitter (siehe Tweet).

Auch der neue FTX-Europe-CEO, Patrick Gruhn, zeigte sich hocherfreut über die Genehmigung:

Es ist ein großer Erfolg für FTX, als erste Börse unter diesem einzigartigen regulatorischen Rahmen zugelassen zu werden. Ich freue mich darauf, unsere Präsenz in der MENA-Region auszubauen, zumal Länder wie die Vereinigten Arabischen Emirate weiterhin neue Maßstäbe in Sachen Krypto-Regulierung setzen.

Patrick Gruhn, Head of FTX Europe in einer Pressemitteilung

Binance erhält ebenfalls Genehmigung

Der Krypto-Gigant Binance hatte bereits am 14. März die Lizenzen als Krypto-Dienstleister in Bahrain erhalten. Binance CEO Changpeng “CZ” Zhao twitterte dazu stolz auf Twitter unter dem Hashtag #TeamBahrain, dass Binance eine offizielle Lizenz der Zentralbank von Bahrain erhalten habe (siehe unten). Darüber hinaus vermeldete Bloomberg unter Berufung auf eine vertraute Quelle, dass die Börse ebenso eine Lizenz als Ankerunternehmen im Dubai World Trade Center erhalten habe. Der Krypto-Gigant hatte bereits im Dezember 2021 angekündigt, sich einem neuen Krypto-Hub anzuschließen, der von der Dubai World Trade Centre Authority (DWTCA) ins Leben gerufen wurde. Im Rahmen dieses Abkommens wolle Binance der Behörde dabei helfen, den Standort Dubai attraktiver für die Krypto-Industrie zu machen.

Auf dem Weg zur Krypto-Hochburg

Erst vergangene Woche hatte die Dubai Virtual Asset Regulatory Authority (VARA) ein neues Krypto-Regulierungsgesetz auf den Weg gebracht. Dies hatte Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum, aktueller Premierminister der Vereinigten Arabischen Emirate, auf Twitter verkündet (siehe unten).

Bei VARA handelt es sich um eine eigens gegründete Aufsichtsbehörde, die dafür verantwortlich ist, den Überblick der virtuellen Vermögenswerte in ganz Dubai zu behalten. Unternehmen, die mit virtuellen Vermögenswerten handeln, müssen laut der neuen Regulierung eine Präsenz in Dubai einrichten. Bereits im Vorfeld der Verkündung hatten Gerüchte die Runde gemacht, dass die Vereinigten Arabischen Emirate sich in Sachen Krypto neu aufstellen wollen – BTC-ECHO berichtete.

Zufluchtshafen Dubai?

Die Neuigkeiten der beiden Krypto-Giganten haben allerdings einen etwas faden Beigeschmack. Erst vor wenigen Tagen hatte die Nachrichtenagentur Reuters exklusiv darüber berichtet, dass viele sehr reiche Russen Dubai als sicheren Hafen für ihre Vermögen ansteuern würden, um vor den gegen Russland und dessen Oligarchen verhängten Sanktionen zu fliehen. Bevorzugtes Fluchtobjekt seien dabei insbesondere Immobilien in Dubai, heißt es. Ein Immobilienmakler aus der Region, dessen Unternehmen eine Partnerschaft mit einem Kryptowährungsdienst eingegangen ist, berichtet gegenüber Reuters: “Wir haben eine Menge Russen und sogar Weißrussen gesehen, die nach Dubai kommen und alles mitbringen, was sie mitbringen können, sogar Kryptowährungen.” Darüber hinaus hatte ein Mitarbeiter von Haley Consultans gegenüber der Nachrichtenagentur bestätigt, dass viele den relativ lockeren Krypto-Regulierungsrahmen ausnutzen würden, um Vermögenswerte dorthin zu verschieben. Auch wenn die neuerliche Fokussierung auf Dubai und Co. einen etwas faden Beigeschmack hat, so ist doch zu erwähnen, dass beispielsweise Binance zuletzt Unterstützung für das Sanktionsregime gegen Russland signalisierte – BTC-ECHO berichtete.

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