Big in Japan Japanische Finanzunternehmen tokenisieren Mieteinnahmen
Anton Livshits

von Anton Livshits

Am · Lesezeit: 2 Minuten

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Eine Holdinggesellschaft und eine Immobilienfirma bringen in Tokio ein Bürogebäude auf die Blockchain. Die japanischen Geschäftspartner verfolgen dabei ein neuartiges Konzept. Denn die Token bilden keine Gebäudeanteile ab, stattdessen stehen sie für Mieteinnahmen.

Die Tokai Tokyo Financial Holdings steigt gemeinsam mit der Immobilienfirma Tosei ins Geschäft mit Blockchain-basierten Wertpapieren ein. Denn die beiden japanischen Unternehmen kooperieren für die Herausgabe von digitalen Finanzprodukten, die die Mieteinnahmen von Immobilien abbilden. Sie sollen ab August verfügbar sein.


Das Nachrichtenportal Ledgerinsights berichtete unter Berufung auf die japanische Tageszeitung Nikkei, dass zunächst ein Bürogebäude aus Tokio in Token-Form überführt werden soll. Sein Wert beläuft sich auf über eine Milliarde US-Dollar. Tosei verfügt allein in Japans Hauptstadt über 102 Immobilien. Durch Mieteinnahmen nahm das Unternehmen in der ersten Hälfte von 2020 25,2 Millionen US-Dollar ein.

Miet-Token auf iSTOX-Börse verfügbar

Die Immobilien-Token der beiden Kooperationspartner sollen auf der iSTOX-Börse aus Singapur gelistet werden. Die Börse ist auf den Handel mit digitalen Anlagen spezialisiert. Tokai Tokyo Financial Holdings beteiligt sich zudem seit Anfang des Jahres mit 5 Millionen US-Dollar an der Börse.

Die Kooperation mit iSTOX versperrt japanischen Investoren jedoch den Zugang zum geplanten digitalen Wertpapier. Denn auf Grund von regulatorischen Einschränkungen können diese keinen Account bei iSTOX erstellen.


Immobilien kommen auf die Blockchain

Weltweit finden sich eine Reihe von Projekten, die Immobilien in Token umwandeln. Und es werden stetig mehr. Der Vergleich zeigt dabei, dass Tosei und Tokai einen eher untypischen Ansatz verfolgen. Denn während die beiden japanischen Kooperationspartner auf eine Tokenisierung von Mieteinnahmen setzen, digitalisieren vergleichbare Projekte für gewöhnlich Besitzansprüche am eigentlichen Gebäude. Immobilien sind schließlich oftmals Millionenschwere Anlagen, eine digitale Aufteilung ermöglicht folglich einem weitaus größeren Investorenkreis den Einstieg ins Geschäft.

Dass dieser Trend um sich greift, beweist allein ein Blick in den deutschsprachigen Raum. Im Juni eröffnete die Exporo AG einen Blockchain-basierten Handelsplatz für den Handel mit digitalisierten Immobilienanteilen. Anteile an Gebäuden können dort in Form von Security Token erworben werden. Die Exporo AG senkt dabei die Eintrittshürden ins Immobiliengeschäft, denn Investitionen sind derart auch ohne Wertpapier-Depot möglich. So ist es Anlegern bereits möglich, sich mit einem Einsatz von einem Euro an STOs zu beteiligen.

Die Crowdinvesting-Plattfrom KickOwn verfolgt einen ähnlich demokratisierenden Ansatz. Anteile an einer von ihr tokensierten Immobilie aus der Lüneburger Altstadt sind ab dem 1. Juli ebenfalls als Security Token verfügbar. Sie können über die Decentralized Exchange (DEX) von Stellar erworben werden.


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