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Zu viel Regulierung Japan will es Krypto-Börsen leichter machen

Japanischen Krypto-Börsen soll eine Art Liste vorgelegt werden, die den Aufnahmeprozess von neuen Coins deutlich vereinfachen soll. Diese “grüne Liste” soll unter anderem etablierte Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum und Ripple beinhalten.

Nicola Hahn
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Japan

Quelle: Shutterstock

Der japanische Kryptobörsenverband (JCVEA) arbeitet offenbar an einer Art “Grünen Liste”, die es den japanischen Kryptobörsen zukünftig erleichtern soll, neue Coins zu aufzunehmen. Bislang müssen die Exchanges bei jeder neuen Notierung einen separaten Antrag beim JCVEA einreichen und prüfen lassen.

Die Grüne Liste soll diesen Vorgang zukünftig deutlich vereinfachen. Befindet sich ein Coin oder ein Token auf dieser Liste, so kann jede Exchange diesen ohne weitere Prüfung übernehmen. Zu den bevorzugten Coins sollen unter anderem Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), Ripple (XRP) und Litecoin (LTC) zählen. Offenbar gab es vermehrt Beschwerden aus der Branche, dass viele Trader in Japan aufgrund des begrenzten Angebots auf ausländische Börsen ausweichen würden. Dazu äußerte sich auch der Vize-Vorstand der JVCEA:

Nur eine Handvoll Kryptobörsen sind rentabel, weil es so lange dauerte, bis Kryptowährungen zugelassen wurden. Wir konnten daher eine Flucht zu ausländischen Börsen beobachten.

Genki Oda, Quelle: Nikkei Asia

Wie stark die japanischen Kryptobörsen mit der scharfen Regulierung zu kämpfen haben, macht das Beispiel Bitfyler deutlich. Laut coingecko hat die größte Börse des Landes gerade einmal fünf Kryptowährungen im Angebot. Konkurrent Binance kommt auf über 80 verschiedene Kryptowährungen.

Bereits Anfang Februar hatte die US-Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, dass die japanische Regierung erwäge, die strengen Listing-Voraussetzungen zu lockern. Demnach sollten die Börsen in Japan bald schon in der Lage sein, ganze Bündel an neuen Coins zu lancieren – BTC-ECHO berichtete.

Strenge Krypto-Regulierung in Japan

Die Regulierung in Japan in Sachen Krypto hatte im letzten Jahr deutlich an Fahrt gewonnen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, hatten die japanischen Behörden starke Bedenken gegenüber dem schnellen Wachstum des Krypto-Marktes geäußert. Am 8. Juli 2021 hatte man eine eigene Abteilung innerhalb der japanischen Finanzaufsicht (FSA) gegründet, die sich primär mit der Regulierung des Krypto-Marktes und dessen Anwendungen, wie beispielsweise dem DeFi-Bereich, beschäftigen soll.

Kryptowährungstransaktionen über Börsen in Japan stiegen in den ersten elf Monaten des letzten Jahres laut Bloomberg um 51 Prozent auf 103 Billionen Yen (900 Milliarden US-Dollar), basierend auf JVCEA-Daten. Das Interesse an Kryptowährungen ist in Japan ebenso groß wie in Südkorea. Dort hatte bei der vergangenen Präsidentschaftswahl das Thema Krypto zum ersten Mal eine wahlentscheidende Rolle gespielt. Beide Kandidaten hatten dabei eigene NFTs gelauncht, um ihre Wahlkampagnen zu finanzieren. Der Wahlsieger hatte zudem ein schrittweises Zurückrudern in Sachen Regulierung versprochen – BTC-ECHO berichtete.

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