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Bis zu 8 Milliarden US-Dollar “FTX Task Force” soll verlorene Kundengelder aufspüren

Insgesamt belaufen sich die offenen Forderungen gegen die Kryptobörse FTX auf schätzungsweise 50 Milliarden US-Dollar.

Daniel Hoppmann
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US-Anwalt Damian Williams erklärt Vorwürfe gegen FTX-Gründer SBF.

Beitragsbild: Picture Alliance

| US-Staatsanwalt Damian Williams wirft FTX-Gründer Sam Bankman-Fried Betrug in acht Fällen vor.

Im Strafverfahren gegen FTX-Gründer Sam Bankman-Fried richtet die US-Staatsanwaltschaft des New Yorker Stadtteils Manhattan nun eine Task Force ein, um gestohlene Gelder aufzuspüren. Das berichtet CNBC und beruft sich dabei auf eine Pressemitteilung der Behörde. “Der Southern District of New York arbeitet rund um die Uhr, um auf die Implosion von FTX zu reagieren”, erklärt Staatsanwalt Damian Williams in dem Statement. Alle müssten an einem Strang ziehen, heißt es weiter.

Die Arbeitsgruppe besteht aus mehreren Staatsanwälten mit Spezialisierungen auf Wertpapier- und Rohstoffbetrug, Korruption, Geldwäsche und grenzüberschreitende Kriminalität. Diese soll ihre “Cyber-Fähigkeiten” einsetzen, um Gelder zu beschlagnahmen.

Zum Ende des vergangenen Jahres tauchten insgesamt 4,5 Milliarden US-Dollar auf. Vor Gericht erklärte FTX den Fund von einer Milliarde US-Dollar. Wenig später sicherte die bahamaische Wertpapieraufsicht weitere 3,5 Milliarden US-Dollar. Die US-amerikanische Börsenaufsicht SEC spricht von insgesamt 8 Milliarden US-Dollar, die Kunden im Zuge des FTX-Untergangs verloren haben sollen. Anderen Schätzungen zufolge soll die einstige “Vorzeigebörse” insgesamt bis zu 50 Milliarden US-Dollar an offenen Forderungen gegen sich haben.

FTX-Gründer plädiert auf “nicht schuldig”

Nachdem FTX Mitte November 2022 ein Insolvenzantrag im US-Bundesstaat Delaware gestellt hatte, leitete das SDNY Untersuchungen gegen die Kryptobörse ein. Wenig später stellte die Staatsanwaltschaft Strafanzeige gegen die Gründer Sam Bankman-Fried und Gary Wang sowie gegen Caroline Ellison, die ehemalige CEO des Hedgefonds Alameda Research. Letztere legten jeweils ein Schuldeingeständnis ab.

Bankman-Fried plädierte bei seiner Anhörung am Dienstag auf “nicht schuldig”. Neben Betrug wirft die Staatsanwaltschaft dem 30-jährigen US-Amerikaner auch Verstöße gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung vor. Bei einer Verurteilung drohen dem FTX-Gründer insgesamt bis zu 115 Jahre Gefängnis.

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