Bitpanda Cash Plus Mit diesem neuen Produkt will Bitpanda gegen Niedrigzinsen kämpfen

Das Fintech aus Wien geht mit einem neuen Finanzprodukt an den Start. Damit will Bitpanda dem Niedrigzinsumfeld in Europa entgegenwirken.

Marlen Kremer
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Beitragsbild: Bitpanda

| Bitpanda-Gründer Christian Trummer, Paul Klanschek und Eric Demuth v.l.n.r.

Das österreichische Fintech will mit dem Niedrigzinsumfeld aufräumen. Mit dem neuen Produkt “Bitpanda Cash Plus” will man Anleger:innen ermöglichen, über Geldmarktfonds Renditen auf ihr Geld zu erwirtschaften. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, die BTC-ECHO vorab vorlag.

Konkret können die Nutzer:innen von Bitpanda in ihrer App ab sofort wählen, ob ihre Geldeinlage in Euro, US-Dollar oder britisches Pfund (GBP) automatisch in Geldmarktfonds investiert werden sollen. Laut Pressemeldung soll es dadurch möglich sein, “marktführende Renditen” ab einer Höhe von 2,5 Prozent für Euro, 4,1 Prozent für US-Dollar und 3,5 Prozent für GBP zu erhalten.

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“Wir sind schon seit einigen Monaten enttäuscht von den niedrigen Zinsangeboten in Europa”, erklärt Bitpanda-CEO Eric Demuth. “Da die Zinssätze der Zentralbanken steigen, aber kaum etwas von diesem Anstieg an die Anleger weitergegeben wird, haben wir beschlossen, einen Weg zu finden, Geldmarktfonds für jedermann zugänglich zu machen.”

Geldmarktfonds als Alternative?

Um bessere Renditen als das ein oder andere Tagesgeldkonto anbieten zu können, setzt der Krypto-Player aus Wien auf sogenannte Geldmarktfonds. Diese Art von Investmentfonds investiert in Geldmarktpapiere mit kurzer Laufzeit, wie etwa Staatsanleihen oder Einlagenzertifikate. Über Geldmarktfonds können auch Privatanleger:innen Zugang zu dem sonst nur institutionellen Investoren vergönnten Geldmarkt erlangen.

Dabei greift laut Bitpanda keine Mindesteinlage oder Bindungsfrist. Die finale Rendite – nach Abzug der Gebühren – richte sich außerdem nach dem Zinssatz der Zentralbank und ändere sich je nach Zinsanpassungen. Für den Euro-Geldmarktfonds ist folglich der Zinssatz der Europäischen Zentralbank (EZB) ausschlaggebend, für den US-Geldmarktfonds die der Federal Reserve (Fed) und der Zinssatz der Bank of England für den GBP-Geldmarktfonds. Die potenzielle Rendite erhält man bei Bitpanda als monatliche Ausschüttung.

Auch wenn Geldmarktfonds als vergleichsweise sicher gelten, sind sie vom Risiko nicht komplett befreit. Renditen können schwanken und es besteht ein gewisses Marktrisiko. Zudem ist zu beachten, dass die Einlagensicherung für Geldmarktfonds nicht greift.

Bitpanda: Traditionelle Finanzen und Krypto

Dass eine Krypto-Plattform auch traditionelle Finanzprodukte anbietet, ergibt für den CEO nur Sinn. “Wir haben Bitpanda als Krypto-Plattform gestartet und uns im Laufe der Zeit immer breiter aufgestellt. Mit dem Ziel, dass Bitpanda zu der einen Plattform für jegliche finanzielle Entscheidungen werden soll”, erklärt Demuth gegenüber BTC-ECHO.

Das Hauptziel liege darin, “komplexe Produkte einfach, reguliert und in einem sicheren Umfeld anzubieten”, meint der CEO. Trotzdem: “Krypto ist unser Ursprung und werden wir immer als Hauptfokus haben”, fügt Demuth hinzu. Mit Cash Plus will das Fintech aber “etwas gegen die Tatsache [tun], dass viele Banken noch immer kaum oder gar keine Zinsen zahlen”.

Erst jüngst lancierte man im Hause Bitpanda ein neues Produkt zum Hebel-Trading mit Kryptowerten. Zudem gab das österreichische Fintech eine neue Kooperation mit der Kryptobörse Coinbase bekannt.

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