Eine weitere spannende Woche im Krypto-Sektor neigt sich dem Ende zu. Die wichtigsten Ereignisse rund um Bitcoin, Ethereum und Co. kompakt im Überblick.
Clarity Act vor nächster Hürde
Der Clarity Act könnte im September einen entscheidenden Schritt im US-Senat machen. Mehrheitsführer John Thune hat ein Verfahren angestoßen, mit dem ab dem 15. September über die Aufnahme der Beratungen abgestimmt werden könnte. Dafür benötigen die Republikaner 60 Stimmen und damit Unterstützung aus den Reihen der Demokraten. Streit gibt es weiterhin vor allem um Ethikregeln für Regierungsmitglieder und deren Krypto-Geschäfte sowie um Stablecoin Rewards. Mehr dazu hier: Clarity Act vor nächster Hürde: Im September könnte es ernst werden
Strategy verkauft 1.690 Bitcoin
Michael Saylors Strategy hat erneut Bitcoin verkauft: Zwischen dem 3. und 9. August trennte sich das Unternehmen von 1.690 BTC für rund 108,6 Millionen US-Dollar. Die Erlöse fließen unter anderem in Dividendenzahlungen und den Ausbau der Dollarreserve, die inzwischen 4,65 Milliarden US-Dollar umfasst. Trotz der Verkäufe hält Strategy weiterhin rund 840.000 Bitcoin – doch angesichts eines durchschnittlichen Kaufpreises von 75.385 US-Dollar stehen derzeit rechnerische Verluste von rund 8,7 Milliarden US-Dollar zu Buche. Alle Infos dazu hier: Strategy verkauft 1.690 Bitcoin: Saylors Milliardenwette schreibt hohe Buchverluste
Solana entgeht nur knapp dem Stillstand
Solana ist nur knapp an einer schweren Netzwerkstörung vorbeigeschrammt: Durch einen Routing-Fehler beim Infrastrukturprovider Teraswitch gingen zeitweise 28,83 Prozent aller gestakten SOL offline – gefährlich nah an der Schwelle von 33,34 Prozent, ab der keine Transaktionen mehr finalisiert werden können. Betroffen waren rund 90 Validatoren, nachdem sich der Fehler von Miami auf Rechenzentren in Europa und Asien ausgebreitet hatte. Besonders brisant: Mehr als ein Viertel des gesamten gestakten SOL war bei einem einzigen Infrastrukturnetzwerk angesiedelt. Wie knapp Solana tatsächlich am Stillstand vorbeischrammte, lest ihr hier
Trezor warnt vor neuer Gefahr
Ein Datenleck bei einem Logistikpartner von Trezor hat persönliche Informationen von rund 13.700 Kunden offengelegt. Bei knapp 11.750 Betroffenen gelangten unter anderem Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Lieferadressen in die Hände der Angreifer. Trezors eigene Systeme, Hardware Wallets und die darauf verwahrten Kryptowährungen seien hingegen nicht betroffen. Das größte Risiko besteht nun in gezielten Phishing-Angriffen, bei denen Betrüger die persönlichen Daten nutzen könnten, um besonders glaubwürdig aufzutreten. Welche Trezor-Nutzer betroffen sind und wie sie sich jetzt vor möglichen Betrugsversuchen schützen können
Kommt jetzt ein “Bürokratiemonster” auf Krypto-Anleger zu?
Die Bundesregierung will den Zoll im Kampf gegen Geldwäsche und Steuerkriminalität deutlich stärken. Kern der Reform ist eine verschärfte Vermögensabschöpfung: Bei begründeten Zweifeln an der legalen Herkunft könnten Vermögenswerte zunächst ohne richterlichen Beschluss sichergestellt werden. Betroffene müssten anschließend deren rechtmäßige Herkunft plausibel machen. Erstmals werden dabei auch Kryptowährungen ausdrücklich als beschlagnahmbare Vermögensrechte erfasst. Kritiker sehen insbesondere die Beweislastumkehr problematisch. Was das neue Zoll-Gesetz konkret für Bitcoin und andere Kryptowährungen bedeutet – und worauf Anleger jetzt achten sollten
