Circle macht Bitcoin für institutionelle Kunden künftig als Sicherheit nutzbar. Berechtigte Circle-Mint-Kunden können BTC hinterlegen, daraus cirBTC prägen und diese Position anschließend nutzen, um über angebundene Kreditmärkte USDC zu leihen, ohne ihre Bitcoin verkaufen zu müssen. Zum Start läuft das Modell über Arc und Ethereum.
Die geliehenen USDC landen direkt im Circle-Mint-Konto des Kunden. Morpho ist der erste angebundene Kreditmarkt, Aave und weitere Protokolle sollen später folgen.
Bitcoin wird zur Sicherheit für USDC-Kredite
Circle selbst vergibt den Kredit dabei nicht: Zinssätze, notwendige Sicherheiten und mögliche Liquidationsgrenzen werden vom jeweiligen DeFi-Protokoll festgelegt. Die Positionen sind überbesichert und laufen über eine Wallet, die vom Kunden kontrolliert wird. Kunden aus New York können das Angebot derzeit nicht nutzen.
Für größere Bitcoin-Halter löst das ein praktisches Problem. Wer kurzfristig Liquidität braucht, musste BTC bislang oft verkaufen oder mehrere Plattformen miteinander verbinden. Mit dem neuen Modell können institutionelle Kunden ihre Bitcoin-Position behalten und sich trotzdem USDC beschaffen.
cirBTC ist vollständig mit Bitcoin hinterlegt und wurde von Circle bereits im Juni auf Ethereum gestartet. Mit der zusätzlichen Verfügbarkeit auf Arc soll Bitcoin nun stärker in Onchain-Kreditmärkte eingebunden werden, vor allem für professionelle Marktteilnehmer.
Für Circle ist das zugleich ein weiterer Baustein beim Ausbau von Arc. Die eigene Blockchain ist auf Stablecoin-Zahlungen und Finanzanwendungen ausgerichtet und nutzt USDC als Gas-Token. Durch die neue BTC-Besicherung bekommt das Netzwerk nun einen weiteren konkreten Anwendungsfall.


