Hackerangriff 

260 Millionen AGIX aus dem Nichts: Krypto-Hack weitet sich aus

Millionen FET waren offenbar nur der Anfang eines größeren Angriffs. Jetzt reagieren die betroffenen Projekte mit Sicherheitsmaßnahmen.

Jan-Malte Minnerup
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Eine Hand auf einem Laptop

Beitragsbild: Shutterstock

| Fetch.ai hat nach dem Vorfall mehrere Ethereum-bezogene Funktionen vorsorglich ausgesetzt

Aus einem zunächst vergleichsweise kleinen Sicherheitsvorfall hat sich innerhalb weniger Tage ein deutlich größerer Krypto-Hack entwickelt. Nachdem ein Angreifer bereits Millionen FET erbeutet und Hunderte Millionen NTX unautorisiert erzeugt hatte, führt die Spur nun zu SingularityNET und World Mobile.

Krypto-Hack erreicht SingularityNET

Über Ethereum-basierte Token-Konverter von Fetch.ai gelangten 8,7 Millionen FET im Wert von 1,5 Millionen US-Dollar an den Angreifer. Nur wenig später erzeugte der Angreifer über einen NuNet-Account zusätzliche 408,5 Millionen NTX und übertrug sie an dieselbe Adresse. Was den Wert der beiden Vorfälle betrifft, gehen erste Schätzungen von zusammengenommen zwei Millionen US-Dollar aus.

Doch wie es aussieht, hat der Hacker noch nicht genug und steht nach Angaben des Blockchain-Sicherheitsunternehmens PeckShield auch hinter der unautorisierten Erzeugung von 260 Millionen AGIX sowie 53,838 Millionen WMTx auf Ethereum. Damit erstreckt sich der Vorfall inzwischen über mehrere Projekte und Token des miteinander verbundenen Ökosystems. Wie hoch der finanzielle Schaden am Ende allerdings wirklich ausfällt, lässt sich angesichts der unautorisierten Token bislang jedoch noch nicht zuverlässig bestimmen, nach bisherigen Schätzungen dürfte er aber mindestens 16,7 Millionen US-Dollar betragen.

Fetch.ai zieht Konsequenzen

Die betroffenen Projekte haben jedenfalls unmittelbar nach Bekanntwerden der Vorfälle erste Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet. Mit sofortiger Wirkung hat Fetch.ai die AGIX-FET-Konvertierung gestoppt und vorsorglich seine Ethereum-Bridge ausgesetzt. Die zentralen Smart-Contracts von Fetch.ai sind nach bisherigen Erkenntnissen zwar nicht selbst kompromittiert worden, die Untersuchungen zum genauen Ablauf des Angriffs dauern aber noch an.

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