Alles im Blick Die wichtigsten Krypto-News der Woche
Elias H.

von Elias H.

Am · Lesezeit: 5 Minuten

Kaffee und Nachrichten liegen auf Tisch

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Cardano launcht “Alonzo” Hard Fork; MicroStrategy kauft Bitcoin nach; Demokraten mit neuen Krypto-Steuerplänen; Kapilendo erhält zweite Krypto-Lizenz und Prozessauftakt beim Krypto-Betrug OneCoin.

Eine weitere aufregende Woche im Krypto-Space neigt sich dem Ende. Die wichtigsten Ereignisse um Bitcoin und Co. kompakt im Überblick.


Cardano nach Alonzo Smart-Contract tauglich

Auf diese News hat die ganze Krypto-Welt, seit mehren Monaten, gebannt gewartet. Cardanos neues Upgrade, Alonzo, ist live gegangen und machte die Plattform infolgedessen Smart-Contract-tauglich.

“Willkommen zum Beginn einer neuen Ära”, mit diesen Worten gab das Entwicklerunternehmen IOHK die erfolgreiche Cardano Hard Fork Alonzo bekannt. Bei der Umsetzung des Upgrades gab es dabei keine größeren Schwierigkeiten – alles ist reibungslos über die Bühne gelaufen.

Dennoch wolle man sich auf dem erfolgreich abgeschlossenen Update und den jüngsten Kursanstiegen nicht ausruhen, sagte das Cardano-Team hat in einem Blogpost. So beginne jetzt erst die eigentliche Arbeit – der Aufbau eines dezentralisierten Systems. Mit rund 150 Projekten, die ihre Anwendungen über das Cardano-Förderprogramm Catalyst entwickeln, “könnte die Zukunft für den Aufbau von Cardano nicht rosiger sein”.

Die Nachrichten um Cardano stellen, nicht nur für das Krypto-Projekt selbst, einen wichtigen Meilenstein im Erfolgsbuch dar. Durch die Smart-Contract Tauglichkeit wird Cardano zu einem, noch ernster zu nehmenden, Herausforderer für den bisherigen Platzhirsch Ethereum.

Michael Saylor nutzt den Dip – Bitcoin im Wert von 242 Millionen US-Dollar gekauft

Am 9. September krachte der Bitcoin-Kurs gen Süden. Viele Anleger verfielen kurzzeitig in Schock-Starre, sollte doch gerade dieser Tag, ein historischer werden. Nicht alle waren von dieser Kurskorrektur verängstigt. Einige wenige handelten nach dem in Krypto-Kreisen beliebten Motto: “Buy the dip”. Ganz vorne mit dabei: Michael Saylor.

Gleich mehrere tausend BTC führte das Unternehmen seinen Beständen zu. Als hätten sie nicht ohnehin genug: Wie der CEO und Gründer von MicroStrategy, am Mittag den 13. September via Twitter bekannt gab, kaufte das Unternehmen abermals Bitcoin. Laut Saylor waren es diesmal 5.050 BTC, die das Unternehmen zum Durchschnittspreis von 48.099 US-Dollar je BTC erstanden hatte. Die Neubeschaffung der Coins kostete das Unternehmen demnach 242,9 Millionen US-Dollar. Insgesamt belaufen sich die Bitcoin-Bestände von MicroStrategy damit auf 114.042 Bitcoin. Diese haben aktuell einen Gesamtwert von 5,131 Milliarden US-Dollar.

Auch wenn der Krypto-Markt nicht sofort auf Saylors Bitcoin-Großeinkauf reagierte, hat sich der Bitcoin-Kurs mittlerweile wieder gefangen. Mittlerweile visiert er wieder die 50.000-US-Dollar-Marke an.

Demokraten stellen neue Krypto-Steuerpläne vor

Die US-amerikanische Regierung favorisiert, unter Joe Biden, derweilen immer noch einen harten Krypto-Kurs. Seit einiger Zeit ringt die US-Regierung und die Behörden nun schon mit der Frage, wie es mit Krypto und den Steuern weitergehen soll. Auch Krypto-Unternehmen wie Coinbase oder Ripple haben ein paar Reibungspunkte mit der US-amerikanischen Wertpapieraufsichtsbehörde SEC. Im August warf die Nachricht im Krypto-Space Wellen, dass das US-Repräsentantenhaus alle Versuche blockiert, die im Infrastrukturplan von Präsident Joe Biden enthaltenen Steuervorschriften für Bitcoin und andere digitale Währungen zu ändern.


Die Aussichten für eine freie Krypto-Industrie sind mit den geplanten Krypto-Steuerplänen noch düsterer geworden. Bisher rechnete man Kryptowährungen noch zur Eigentums-Kategorie hinzu. Deshalb konnte einige Steuerregeln bisher nicht auf Kryptowährungen, wie Bitcoin, angewendeten werden. Mit den kommenden Krypto-Steuerplänen soll sich das ändern. Denn nun sollen im Endeffekt alle, die digitalen Vermögenswerte in irgendeiner Form besitzen, als Broker gelten. Mining-Unternehmen, Staker oder Blockchain-Protokolle aus dem DeFi-Sektor, fallen damit auch in diesen Bereich. Diese sollen im Namen ihrer Kunden Formulare bei der Bundessteuerbehörde der Vereinigten Staaten (IRS) einreichen und damit einen Beitrag zur Modernisierung Amerikas leisten.

Prognosen gehen davon aus, dass bis zu 28 Milliarden US-Dollar an Steuern eingenommen werden könnten. Krypto-Investoren aus den US werden sich also auf schärfere Steuerregelungen in Bezug auf Krypto bereitmachen müssen.

Kapilendo erhält zweite Krypto-Lizenz

Auch in Deutschland tut sich indessen einiges im Krypto-Space. Denn neben Coinbase hat nun auch Kapilendo eine Krypto-Verwahrlizenz erhalten. Wie aus einem LinkedIn-Beitrag hervorgegangen ist, erhält das Berliner Unternehmen nun in Deutschland eine Krypto-Verwahrlizenz von der BaFin. Damit darf der Finanzdienstleister ganz offiziell seine Geschäftsaktivitäten in Deutschland anbieten, betreiben und auch bewerben.

Darüber hinaus gibt es bei Kapilendo selbst einen Eigentümerwechsel. So verkündete die Privatbank Hauck & Aufhäuser in einer Pressemitteilung, die Übernahme des Krypto-Verwahrers. Demnach konnte man sich mit der Bloxxon AG auf den Erwerb des Berliner Unternehmens einigen. Die Geschäftsaktivitäten wird man künftig unter dem Namen Hauck & Aufhäuser Digital Custody AG fortsetzen.

Insgesamt setzt diese Nachricht einen positiven Impuls für den Krypto-Space in Deutschland. Erweitert sie doch das Angebot für Krypto-Investoren und vergrößert so den Markt.

Prozessauftakt beim Krypto-Betrug OneCoin

Wie der WDR berichtet, beginnt am 17. September vor dem Landgericht Münster der Prozess in einem der skandalträchtigsten Krypto-Scams aller Zeiten – OneCoin. Angeklagt sind dabei ein Ehepaar aus der nordrhein-westfälischen Stadt Greven und ein Rechtsanwalt aus München. Laut WDR gingen bei dem Ehepaar aus Greven insgesamt 88.000 Zahlungen und damit knapp 320 Millionen Euro (über 376 Millionen US-Dollar) von OneCoin-Investoren ein. Diese Summen soll das Ehepaar dann an die OneCoin Gründerin, Ruja Ignatova, weitergeleitet haben. Dem Münchener Anwalt wirft die Staatsanwaltschaft indessen Geldwäsche vor.

Wie BTC-ECHO im Jahr 2018 über den Fall berichtete, kauften Investoren dabei gar nicht wirklich die Kryptowährung OneCoin, sondern nur Krypto-Schulungen. Verbunden mit den Schulungen erhielten Käufer das Recht OneCoin zu minen.

Dabei reicht der Betrug um OneCoin weit über die Grenzen Deutschlands hinaus. Die BBC veröffentlichte einen ausführlichen Artikel zu diesem Betrugs-Fall. So berichtete der Rundfunksender, dass zwischen August 2014 und März 2017 weltweit mehr als vier Milliarden US-Dollar in das Projekt investiert wurden. Dabei ist die Kryptowährung völlig wertlos. Die Rendite-suchenden Investoren kamen aus Ländern wie Brasilien, Hongkong, den Vereinigten Staaten, Norwegen, Palästina, Jemen und eben auch aus Deutschland.

Der Aufenthalt der Gründerin und auch der Ausgang des Prozesses in Münster ist noch offen. Ein Urteil in dem Prozess wird indessen erst ab Ende Mai 2022 erwartet.


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