Marktupdate Goguen bricht an: Cardano nach Alonzo Smart-Contract-tauglich
Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Cardano-Münze auf goldenem Hintergrund

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Mit der Hard Fork “Alonzo” hat das Cardano-Netzwerk den letzten Teil des Goguen-Rollouts erfolgreich abgeschlossen. Bevor sich das Netzwerk im neuen Smart-Contract-Zeitalter zu einem fruchtbaren dApp-Knotenpunkt schält, kann es aber noch zu einigen Startschwierigkeiten kommen. Das Marktupdate.

Der Krypto-Markt bleibt zu Wochenbeginn in der Deckung. Im 24-Stunden-Vergleich liegt die Gesamtmarktkapitalisierung mit 1,1 Prozent im Minus. Während Bitcoin und Ethereum moderate Kursabschläge verdauen, stechen drei Altcoins unter den zehn größten Krypto-Assets hervor. Polkadot (DOT) widersetzt sich dem Negativtrend mit einem Anstieg von rund 13 Prozentpunkten. Solana (SOL) dagegen hat sich mit einem 10-prozentigen Rücksetzer auf Tagessicht wieder 25 Prozent vom erst vor vier Tagen aufgestellten Rekordhoch entfernt. Der Wochenauftakt von Cardano (ADA) glänzt auch nicht unbedingt, die drittgrößte Kryptowährung rutscht um vier Prozent nach Süden. Und das, obwohl das Cardano-Netzwerk am gestrigen 12. September das wohl bedeutendste Upgrade seiner Historie erhalten hat.


Cardano läutet Smart-Contract-Ära ein

“Willkommen zum Beginn einer neuen Ära”, mit diesen Worten hat das Entwicklerunternehmen IOHK gestern die erfolgreiche Cardano Hard Fork Alonzo bekannt gegeben. Das Upgrade, auf das der gesamte Krypto-Space seit Monaten gewartet hat, ist über den Hard Fork Combinator geschmeidig und ohne Chain-Splitt über die Bühne gegangen. Ohne Frage stellt Alonzo, das ab sofort Smart-Contract-Anwendungen im Netzwerk ermöglicht, ein Meilenstein in der Cardano-Historie dar und könnte zugleich einen Wendepunkt in der DeFi-Welt markieren, die (noch) von Ethereum dominiert wird.

Durch die Möglichkeit, Plutus-Skripte On-Chain zu schreiben und auszuführen, haben wir das Rückgrat für eine neue dezentrale Anwendungsplattform, die zahlreiche dApps und dezentrale Finanzanwendungen (DeFi) ermöglicht – von einfachen Apps vom Typ Swap bis hin zu dezentralen Börsen (DEXs) und komplexeren Berechnungsprogrammen wie Preis-Orakeln und algorithmischen Stablecoins.

IOHK-Blogeintrag

Trotz Sektlaune: Auf den Lorbeeren ausruhen wolle man sich nicht, wie das Team in einem Blogpost festhält. Denn jetzt beginne erst die “eigentliche” Arbeit: “Der Aufbau eines dezentralisierten Systems, das jedem und überall wirtschaftliche Identität und Chancen bietet”. Mit rund 150 Projekten, die ihre Anwendungen über das Cardano-Förderprogramm Catalyst entwickeln jedoch “könnte die Zukunft für den Aufbau von Cardano nicht rosiger sein”. Einen Vorgeschmack auf künftige Projekte gibt folgende Übersicht:


Cardano-Ökosystem
Cardano-Ökosystem, Quelle: IOHK

“Es wird Unebenheiten geben”

Obwohl sich für Cardano ein neues Kapitel aufschlägt, drosseln die Entwickler zu hohe Erwartungen. Die “ersten einfachen Smart-Contract-Skripte” würden zwar unmittelbar nach der Hard Fork anlaufen. Jedoch würde “es noch eine Weile dauern, bis anspruchsvollere dApps über das öffentliche Testnetz in Umlauf gebracht werden”. Der Stein könne IOHK zufolge erst im vierten Quartal so richtig ins Rollen kommen, “vor allem, wenn Launchpads, Tools und Frameworks, einschließlich des Plutus Application Backend (PAB), und von der Community erstellte APIs verfügbar werden”.

Aller berechtigten Euphorie zum Trotz sollten Anleger ihre Erwartungen daher zunächst etwas herunterschrauben:

Auf diesem Upgrade ruhen hohe Erwartungen. Einige davon sind unangemessen hoch. Cardano-Beobachter erwarten vielleicht ein ausgeklügeltes Ökosystem von verbraucherfreundlichen dApps, die sofort nach dem Upgrade verfügbar sind. Die Erwartungen müssen hier gesteuert werden. Wir sollten uns daran erinnern, dass ein anderes bekanntes Blockchain-Projekt, das im Juli 2015 an den Start ging, über zwei Jahre warten musste, bevor seine erste dApp (die etwas mit Katzen zu tun hatte?) echte Nutzertraktion erlangte.

Ein unmissverständlicher Fingerzeig und die wahrscheinlich nicht letzte Spitze Richtung Ethereum. Zugleich fordern die Entwickler die Community auf, dabei zu helfen, die faulen Früchte der ersten Ernte auszulesen: “Als Gemeinschaft müssen wir wachsam sein, während unser Ökosystem heranreift”. So sei es gerade zur Anfangszeit “unvermeidlich, dass schlechte Akteure versuchen, durch Hacks, Exploits und Ähnliches Vorteile zu erlangen”. Daher sollten Anleger wachsam sein und “auf Projekte mit einer positiven Geschichte offener und transparenter Kommunikation, ordnungsgemäß gepflegten sozialen Kanäle und einer technischen Erfolgsbilanz” achten.


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