MADANA – ein faires Ecosystem für den Datenmarkt

Quelle: Christian Junger und Dieter Schule von MADANA

MADANA – ein faires Ecosystem für den Datenmarkt

MADANA – Market for Data Analysis – ist ein Blockchain-Start-up, das einen neuen Ansatz für einen fairen Datenmarkt unter Einsatz der Blockchain-Technologie sowie der eigenen Kryptowährung PAX entwickelt. MADANA gibt Datenproduzenten jeglicher Art die Hoheit und Kontrolle über ihre Daten zurück und zugleich die Möglichkeit, ihre eigenen Daten anonym zu monetarisieren. Damit ermöglicht das Start-up, Privatpersonen und KMUs aktiv am Datenmarkt teilzunehmen. Um für euch mehr über MADANA zu erfahren, haben wir mit dem Managementboard bestehend aus Christian Junger (CEO) und Dieter Schule (COO) gesprochen.

1) Hallo Jungs, Ihr seid dabei, das MADANA-Ecosystem zu entwickeln. Erklärt uns und unseren Lesern doch einmal kurz, was es damit auf sich hat.

Es werden immer mehr Daten produziert, aber dennoch besteht immer noch das grundlegende Problem, dass diejenigen, die Daten mit ihren Endgeräten produzieren, keine direkte Entlohnung für ihre Daten bekommen. Zusätzlich kommt hinzu, dass Datenproduzenten durch Zustimmung der AGBs in den meisten Fällen die kompletten Rechte an ihren Daten abgeben. Die Daten werden durch passive Zustimmung an Unternehmen abgegeben, die sich nicht sonderlich für einen sicheren Schutz der Daten bemühen. Neben dem folgenden Weiterverkauf der Daten an Dritte bietet eine sorglose Sicherung der Daten ein einfaches Ziel für Hackerangriffe. Es gibt aber auch noch andere Probleme, die wir mit MADANA angegangen sind. Ein riesiges Problem ist, dass Datenmärkte aktuell nur für große Player profitabel sind. MADANA ist so designt, dass jedermann – Privatpersonen, Institutionen und auch KMUs – vom wachsenden Big-Data-Markt profitieren kann. Das erreichen wir zum Beispiel dadurch, dass wir Analyse-Algorithmen in unsere Plattform einbinden. Niemand muss Experte für Datenanalysen sein, um mithilfe von MADANA wertvolle Informationen in Form von Analysen zu erwerben. Durch eine sinnvolle Anreizschaffung für Datenproduzenten und die nötige Datensicherheit erreichen wir, dass auch sensible Daten einpflegt werden können und für Analysen zur Verfügung stehen. Herkömmliche Datenmärkte weisen nicht die notwendige Sicherheit auf, sodass auch sensible Daten eingepflegt und ausgewertet werden können.

2) Was sind die Kernelemente der MADANA-Plattform und wie wollt Ihr den Nutzern die Kontrolle über ihre eigenen Daten zurückgeben?

In unserem Konzept bleiben die Daten direkt beim Produzenten gespeichert, werden verschlüsselt und verlassen den Datenproduzenten nur, wenn er seine Daten für unser Ecosystem anonym freigibt. Käufer von Informationen erhalten niemals einzelne Datensätze, sondern nur Ergebnisse von Analysen, welche von MADANA durchgeführt werden. Diese Analysen werden mithilfe von Algorithmen ausgeführt, die von der Community zur Verfügung gestellt werden und die selbstverständlich auch entlohnt werden. Keiner Partei ist es möglich – selbst MADANA nicht – in die Datensätze einzusehen. Dies ist sozusagen ein zweites Layer an Sicherheit, neben der direkten Verschlüsselung der Daten auf den Endgeräten. MADANA selber basiert auf Smart Contracts und ist Vermittler zwischen Datenproduzenten, Plug-In Provider und Analysekäufern. Darüber hinaus können jegliche Arten von Daten über unsere Schnittstellen auf die Plattform eingespeist werden, sodass sich neben der Daten-Monetarisierung für KMUs auch die Möglichkeit eröffnet, die eigenen Daten von der Community analysieren zu lassen. Letztendlich ist auch Transparenz gewährleistet. Jeder, der sich entscheidet seine Daten zu vermarkten, soll nachvollziehen können, wie diese verwertet wurden. Mit MADANA haben wir nicht nur ein faires Ecosystem für den Datenmarkt geschaffen, sondern stoßen auch ein Umdenken in der Gesellschaft an. Jeder wird verstehen, dass der aktuelle Umgang mit unseren Daten nicht im Sinne des Datenproduzenten ist, und dass es bessere Alternativen gibt.

MADANA – Market for Data Analysis

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3) Ihr kooperiert mit Universitäten, unter anderem mit der RWTH Aachen. Inwieweit ist eine stärkere Verzahnung von akademischer Forschung und Lehre mit praktischen Projekten wie eurem sinnvoll für die Zukunft der Blockchain-Adaption in Deutschland?

Wir arbeiten mit einigen Universitäten und auch der RWTH Aachen zusammen. So vereinen wir aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse aus unterschiedlichsten Bereichen mit unserem Blockchain-Wissen. Auf der anderen Seite haben die Hochschulen die Möglichkeit von unserem Blockchain-Know-how zu profitieren. Bereits 2014 wurde aus Reihen des MADANA-Teams das Aachener „Bitcoin Meetup“ und 2015 der studentische Verein „Bitcoin Aachen“ an der RWTH Aachen ins Leben gerufen um die Wichtigkeit der Blockchain-Technologie und die Aufklärung rund um Kryptowährungen in der Region voranzutreiben. Außerdem halten wir es für wichtig, an allen Ecken Diskussionen anzustoßen. Dadurch entstehen mehr Projekte und das Blockchain-Ökosystem kann weiter wachsen. Davon profitieren wir alle! Aber natürlich ist MADANA kein Forschungsprojekt. Wir kooperieren auch mit Unternehmen und politischen Einrichtungen, die hinsichtlich der gesellschaftlichen Sensibilisierung im Bereich von „Data Privacy“ für uns gute Sparringspartner sind. Gerade in jungen Blockchain-Ökosystemen ist es wichtig, mit möglichst vielen Einrichtungen aus den verschiedensten Bereichen zusammenzuarbeiten, um etwas Großes zu erschaffen und einen gesellschaftlichen Mehrwert zu erzielen.

4) Als eines der vielversprechendsten Blockchain-Start-ups in Nordrhein-Westfalen, wie bewertet Ihr die Bedingungen für Blockchain-Projekte in Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland? Welche Entwicklung erhofft Ihr euch für die Zukunft?

Wir sind in NRW auf sehr viel Unterstützung gestoßen. NRW gilt als ein großer Innovationstreiber in Deutschland. Auch im Bereich von neuen Technologien positioniert sich NRW stets stark. So sieht das Land NRW die Blockchain-Technologie als eine große Chance und unterstützt verschiedene Blockchain-Projekte in Städten wie Düsseldorf, Essen und Köln. Insbesondere Aachen als herausragender Industrie- und Wissenschaftsstandort birgt viele Möglichkeiten. Das spüren wir auch. Deswegen werden wir den Standort Aachen in Zukunft auch weiter behalten, um unseren engen Draht zur Wirtschaft, Politik und Wissenschaft aufrechtzuhalten. Um jedoch am schnellen Puls der Blockchain-Szene zu sein, wird MADANA in sehr naher Zukunft ein Büro in Berlin eröffnen. Diese Aachen-Berlin-Brücke macht für MADANA großen Sinn, denn wir schaffen eine Plattform, die am Ende nicht nur von einer kleinen Community genutzt werden soll, sondern auch von großen Unternehmen und Institutionen in Deutschland und Europa. Dazu müssen wir von Beginn an mit diesen Unternehmen und Institutionen zusammenarbeiten, um MADANA so zu entwickeln, dass alle Beteiligten berücksichtigt werden. Wir sind uns sicher, in naher Zukunft weitere vielversprechende Blockchain-Projekte und ICOs aus NRW zu sehen.

5) Ihr plant in naher Zukunft auch einen ICO. Was sollten unsere Leser bezüglich des Token Sales eures PAX Token wissen?

Ursprünglich wollten wir unser ICO in den kommenden Wochen durchführen. Wir haben aber gemerkt, dass sich der ICO-Markt in den letzten Monaten stark verändert hat und momentan sehr überhitzt ist. Bei der jetzigen Lage des Marktes würde gerade ein Projekt wie MADANA ein nicht unerhebliches Risiko tragen, sich unter Wert zu verkaufen. Wir haben gerade große Pläne, einen ICO in Deutschland durchzuführen, der anders funktioniert als bisherige und eine neue Ära von ICOs einleiten wird. Wir wollen dabei auch natürlich den aktuellen Richtlinien folgen, aber auch die zukünftigen Richtlinien bereits berücksichtigen. Leider können wir an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber wir arbeiten gerade mit großen Partnern aus Wirtschaft, Politik und der Krypto-Szene zusammen, um MADANA zum führenden Markt für Datenanalysen zu machen. Wir freuen uns, sehr bald weitere Informationen zu MADANA veröffentlichen zu können!

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