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Jamie Dimon: JPM Coin möglicherweise massentauglich

David Barkhausen

von David Barkhausen

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Barkhausen

David Barkhausen hat als freier Journalist bereits für mehrere Tageszeitungen, Funk, Fernsehen und nebenbei seinen eigenen Blog geschrieben. Seit 2017 widmet sich der Master-Student der Politikwissenschaften der Universität Heidelberg dem Themenkomplex Blockchain. In diesem Zusammenhang fokussiert er sich vor allem auf die Bereiche Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaftspolitik.

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Quelle: Remy Steinegger | World Economic Forum/swiss-image.ch

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Nach Ansicht von JPMorgan CEO Jamie Dimon steht der neuen Kryptowährung seiner Bank eine vielversprechende Zukunft bevor. So sei es möglich, dass sich der JPM Coin seinen Weg nicht nur in die Weltwirtschaft ebne, sondern auch massentauglich und damit für Konsumenten nutzbar werde. Anfang des Monats hatte die amerikanische Großbank angekündigt, ihre eigene Kryptowährung mit Großkunden aus der Wirtschaft testen zu wollen. 

Anfang Februar noch war der JPM Coin wenig mehr als eine ehrgeizige Ankündigung. In dieser Woche wiederum prognostiziert Jamie Dimon schon Großes.

Auf dem jährlichen Investorentag seiner Bank in New York hat der Geschäftsführer von JPMorgan am Dienstag, 26.02, für die Potentiale der neuen Kryptowährung geworben. Seiner Ansicht nach steht dem JPM Coin eine vielversprechende Zukunft bevor. Wie CNBC berichtet, zeigte sich Dimon gegenüber Investoren und Shareholdern zuversichtlich, dass der Token in Zukunft massentauglich werden und damit auch für Konsumenten nutzbar werden könne.

Der JPMorgan Coin könnte intern, kommerziell und eines Tages auch von Konsumenten genutzt werden,

so seine Einschätzung im Rahmen einer Q&A-Session.

Noch ist jedoch davon auszugehen, dass es sich bei Dimons Ausführungen um reine Spekulation handelt. Denn einerseits vermeldet die Großbank auf ihrer Website, es gebe keinerlei Pläne, den JPM Coin in den Massenmarkt einzuführen. Andererseits sind die im Februar angekündigten Testszenarien gänzlich vom Alltagsgeschehen möglicher Einzelkunden gelöst.

So rechnet die Großbank mit der möglichen Anwendung in der Abwicklung von Transaktionen, der Herausgabe von Wertpapieren sowie der Nutzung als alternative Wertanlage gegenüber dem US-Dollar. Derzeit testet JPMorgan den Token mit einigen Großkunden aus der Wirtschaft. Hier soll der vom Dollar gedeckte Token vor allem als digitale Brücke dienen und so Transaktionen beschleunigen.

Vom Saulus zum Paulus: Der Kreis scheint sich zu schließen

Mit seinen jüngsten Äußerungen scheint dem geläuterten Jamie Dimon derweil die Kehrtwende geglückt. Bis vor kurzem galt der 62 -Jährige als überzeugter Krypto-Skeptiker. In der Hochphase des weltweiten Bitcoin-Booms im September 2017 etwa hatte er den Krypto-Wegbereiter noch als „Betrug“ bezeichnet und diesem ein baldiges Ende prophezeit.

In den vergangen Monaten wiederum nahm Dimon immer mehr Abstand von seinem vernichtenden Urteil. Zuletzt hatte er beim Weltwirtschaftsforum in Davos mit versöhnlichen Tönen für Aufsehen gesorgt: Angesichts der Bitcoin-Talfahrt fühle er „keine Befriedigung“. Vielmehr verfüge die Blockchain als „echte Technologie“ über tatsächliche Potentiale, so Dimon im Januar. Diese scheint JPMorgan mit dem JPM Coin nun entschieden ins Visier zu nehmen.

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