JPMorgan Chase: Größte Bank der USA gibt eigene Kryptowährung heraus – Konkurrenz für Ripple?

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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 JPMorgan Chase gibt eine eigene Kryptowährung heraus. Der JPM Coin soll es möglich machen, Transaktionen von Kunden der größten Bank der USA ohne Verzögerung abzuschließen. Damit kommt der erste Token ins Ökosystem, der von einer US-amerikanischen Bank unterstützt und herausgegeben wird. Ein Use Case dürfte Unruhe bei Ripple auslösen.

Bitcoin tritt bekanntlich an, um das internationale Geldsystem zu revolutionieren. Einem zentralisierten System setzen Kryptowährungen eine dezentrale Grundstruktur entgegen, um die Macht einzelner Konzerne umzuverteilen. Doch genau letztere scheinen das Potential der Blockchain-Technologie und digitaler Token zu erkennen.


So ist es niemand Geringerer als Bankengigant JPMorgan Chase, der eine eigene Kryptowährung herausgibt. Der JPM Coin soll künftig die Abwicklung von Zahlungen für Kunden von JPMorgan Chase ohne Verzögerung abwickeln. Die größte US-Bank bewegt täglich sechs Billionen US-Dollar und will diesen Transfer nun mit dem JPM Coin optimieren.

JPM Coin als Konkurrenz zu Ripple

Wie CNBC weiter berichtet, handelt es sich beim JPM Coin jedoch nicht um eine Kryptowährung im klassischen Sinne. Denn im Gegensatz zu Bitcoin, Ripple & Co., die man über Handelsplätze erwerben oder selbst „errechnen“ kann, dient die Kryptowährung aus dem Hause JPMorgan Chase lediglich als Brücke. Dementsprechend wird er nicht für reguläre Investoren verfügbar sein. Vielmehr können ihn lediglich Unternehmen, Banken sowie Broker verwenden.

Außerdem handelt es sich beim JPM Coin um einen Stable Coin. Wie CCN weiter berichtet, soll jeder der Token von einem US-Dollar gedeckt und jederzeit umtauschbar sein. Typische Kursschwankungen, wie man sie täglich bei Bitcoin, Ripple & Co. erlebt, sollen damit ausgeschlossen sein. Demnach können Kunden sie auch nur erwerben, wenn sie den entsprechenden Betrag in US-Dollar bei der Bank hinterlegen. Diese können sie dann zu Zahlungen verwenden oder Wertpapiere kaufen, JPMorgan Chase verbrennt die Token nach Nutzung wieder.

Letztlich hat die neue Kryptowährung insgesamt drei Use Cases:

  • internationale Zahlungen für Unternehmen
  • Wertpapier-Transaktionen
  • Ersetzung des US-Dollar für große Unternehmen im Treasury Service Business

Vor allem erster Use Case dürfte bei Ripple sauer aufstoßen. Letztlich beschreibt dieser in etwa denselben Use Case, den Ripples XRP erfüllen soll:

Der erste Use Case betrifft den internationalen Zahlungsverkehr für große Firmenkunden, der heute typischerweise über Banküberweisungen zwischen Finanzinstituten in jahrzehntealten Netzwerken wie SWIFT erfolgt. Anstatt manchmal mehr als einen Tag für die Abwicklung zu benötigen, weil die Institutionen die Cut-Off-Zeiten für Transaktionen haben und die Länder nach unterschiedlichen Systemen arbeiten, werden die Zahlungen in Echtzeit und zu jeder Tageszeit erledigt, sagte er.

Denn wie wir kürzlich berichteten, steht Ripple unter anderem in Konkurrenz mit dem internationalen Zahlungsgiganten SWIFT. Nun hat das Unternehmen wohl einen zusätzlichen billionenschweren Konkurrenten.

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