Indien: Millionenschwerer Krypto-Betrug „Cashcoin“ aufgedeckt

Tanja Giese

von Tanja Giese

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Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

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Die indischen Strafverfolgungsbehörden haben eine Gruppe Krimineller festgenommen, die ca. 17 Millionen US-Dollar erbeutet haben. Die Betrüger lockten ihre Opfer mit dem Versprechen in die Falle, ihre Investition in die Kryptowährung Cashcoin zu verdoppeln. Offensichtlich handelte es sich dabei zwar um einen Scam, einige Investoren haben dennoch Gewinn machen können.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Phillip Horch

Indien zeigt sich bezüglich Bitcoin & Co. äußerst skeptisch. Wie BTC-ECHO Anfang des Jahres berichtete, wird die Regierung nicht müde, die Bevölkerung vor dem Handel mit Kryptowährungen zu warnen. Zu groß sei die Gefahr, dass die Investoren ihr Geld nicht wiedersehen. Im Falle von Cashcoin lag sie damit zumindest nicht ganz falsch.

Vier von fünf Betrügern gefasst

Am 17. Februar berichtete die lokale Zeitung The Times of India, dass den Strafverfolgungsbehörden in Mumbai vier Krypto-Betrüger ins Netz gegangen sind. Vor einem Jahr hatte die kriminelle Bande eine Kryptowährung namens Cashcoin ins Leben gerufen. Den Investoren hatten sie horrende Gewinne versprochen. Eines dieser Opfer, das 145.000 US-Dollar durch den Scam verlor, hatte letztlich den entscheidenden Hinweis geliefert, der zur Festnahme von vier Betrügern führte. Ein fünftes Bandenmitglied, das angeblich eine Schlüsselrolle bei dem Betrug spielte, ist allerdings nach wie vor auf freiem Fuß. Der Polizeiinspektor Sunil Jadhav erklärte die Vorgehensweise der Betrüger gegenüber der Zeitung:

Die Angeklagten hielten Treffen in Mumbai, Surat und anderen Teilen im Bundesstaat Gujarat ab und brachten die Menschen dazu, ihr hart verdientes Geld zu investieren, indem sie versprachen, es in zwei Monaten zu verdoppeln.


Aufgeklärte Krypto-Investoren winken bei solchen Versprechen skeptisch ab. Die Betrüger konnten allerdings genügend Käufer gewinnen, um geschätzte eine Milliarde Rupien, umgerechnet fast 17 Millionen US-Dollar, zu erbeuten. Das „Erfolgsrezept“ der Bande: Anfangs erhielten die Investoren tatsächlich die versprochene Summe zurück. Auf diese Weise konnten sie weitere Käufer anlocken.

Der Anwalt der Angeklagten behauptet indes, seine Mandanten seien unschuldig und zu Unrecht festgenommen worden. Das geltende indische Recht könne in diesem Fall keine Anwendung finden, da die Transaktionen über Scheckzahlungen abgewickelt wurden.

Erst im Januar hatte die indische Polizei einen noch größeren Krypto-Betrug aufgedeckt. So wurde eine Gruppe von Betrügern festgenommen, die insgesamt 71,6 Millionen US-Dollar erbeutet hatten.


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