100 Millionen US-Dollar für Republikaner und Demokraten Hat Sam Bankman-Fried mit gestohlenen Geldern Parteispenden finanziert?

Sam Bankman-Fried galt als einer der größten Parteispender der Demokraten. Doch die Gaben kamen wohl aus veruntreuten Kundengeldern.

Paol Hergert
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FTX-Gründer Sam Bankman-Fried (SBF)

Beitragsbild: Picture Alliance

| FTX-Gründer Sam Bankman-Fried (SBF) im Juni, New York

Sam Bankman-Fried war der zweitgrößte Parteispender der Demokraten in der US-Geschichte. Auch Republikaner hat er heimlich finanziell unterstützt, um seinen politischen Einfluss in Washington zu maximieren. Nun kommt heraus: Es handelte sich bei den Gaben des FTX-Gründers wohl um veruntreute Kundengelder. Das geht aus einer aktualisierten Anklageschrift gegen Sam Bankman-Fried (SBF) hervor. Laut Wirtschaftsmagazin Forbes geht es um eine Summe von insgesamt 100 Millionen US-Dollar.

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Sieben Anklagepunkte wegen Verschwörung und Betrug sind demnach am vergangenen Montag, dem 14. August 2023, der Anklageschrift gegen Sam Bankman-Fried hinzugekommen. SBF habe heimlich Kundengelder von der FTX-Schwesterfirma Alameda Research auf persönliche Bankkonten von Alameda-Führungskräften geleitet, die diese dann für Parteispenden genutzt hätten – auf seine Anweisung. Mit diesen Spenden habe er das Ziel verfolgt, seine politische Einflussnahme zu maximieren. Diesen Einfluss habe er laut US-Bundesanwaltschaft laut Anklageschrift dazu verwendet, um im US-Kongress und bei den zuständigen Aufsichtsbehörden Lobbyarbeit zu leisten, um die Rechtslage für FTX zu verbessern, damit die Krypto-Börse einfacher Nutzer und Kundengelder generieren könne.

Ob die Spenden im Zuge des Insolvenzverfahrens zurückgezahlt werden müssen, ist ungeklärt.

Sam Bankman-Fried im Gefängnis

Erst Ende vergangener Woche hatte der für den Fall von Sam Bankman-Fried zuständige Richter Lewis Kaplan die Aufhebung des Hausarrests angeordnet. Um der Gefängniszelle bis zu und während seiner Gerichtsverhandlung zu umgehen, hatte SBF eine Kaution in Höhe von 250 Millionen US-Dollar gezahlt – doch die ist nun ausgesetzt. Grund dafür: wiederholte Verstöße gegen die Auflagen.

“Angesichts der Beweise komme ich zu dem Schluss, dass es wahrscheinlich ist, dass der Angeklagte mindestens zweimal versucht hat, Zeugen zu beeinflussen”, fasste Kaplan zusammen und folgerte daraus: “Alles in allem werde ich die Kaution widerrufen.”

Das Verfahren gegen Sam Bankman-Fried soll im Oktober 2023 starten.

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