GrainChain: Blockchain-Firma zielt auf Kaffee-Markt in Honduras

Polina Khubbeeva

von Polina Khubbeeva

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Polina Khubbeeva

Polina Khubbeeva studiert Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin. Im Studium setzt sie sich besonders intensiv mit dem Verhältnis von Macht und Raum auseinander, weshalb Kryptowährungen für sie besonders im Hinblick auf globale Machtverschiebungen spannend sind.

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Eine Blockchain-Firma will die Kaffee-Industrie in Honduras vereinheitlichen. Das Unternehmen namens GrainChain gehört zu Medici Ventures, einem Blockchain-Venture-Arm des Retail-Giganten Overstock. Das Kaffee-Business in Honduras befindet sich unter anderem aufgrund von Preisschwankungen in einer Krise. Die neue Plattform strebt an, Farmer und Banker zusammenzubringen und die Versorgungskette transparent und nachhaltig zu gestalten.

Das Start-up GrainChain nimmt sich der Kaffee-Industrie im zentralamerikanischen Honduras an. Einer Pressemitteilung vom 24. September zufolge erarbeitet das Unternehmen Blockchain-Lösungen und Projekten im Bereich des Internet der Dinge („Internet of Things“, IoT).

Aus der Meldung geht hervor, dass GrainChain Vereinbarungen mit Stakeholdern aus jedem Bereich der Kaffee-Industrie in Honduras unterschrieben hat. Die Vereinbarungen sehen vor, dass das Blockchain-Unternehmen seine Dienstleistungen an die Akteure im Kaffee-Business übermittelt, um die Bedingungen in der Branche für alle Beteiligten zu verbessern. Die Plattform strebt insbesondere an, Risiken zu minimieren und Investitionen anzuregen.

GrainChain will Honduras’ Kaffee-Industrie vereinheitlichen

Die gesamte Versorgungskette soll demnach drei Ziele erreichen. Zum einen erschafft das Unternehmen eine blockchainbasierte Plattform. Diese ist für alle Stakeholder des Produktionsprozesses gedacht und steigert im besten Falle das Vertrauen zwischen Farmern und Banken. Sie versorgt gleichzeitig auch Personen in ländlichen Gebieten mit Bankdienstleistungen, die vorher keinen Zugang zu Finanzinfrastruktur hatten.

Weiterhin will GrainChain das Internet der Dinge so voranbringen, dass die Tools und Geräte in der Branche optimal vernetzt sind. Schließlich soll das System auch die Transparenz im Produktionsprozess steigern. In diesem Zusammenhang ist insbesondere auch die Absicherung der Auszahlung an die Farmer relevant. Die Plattform von GrainChain beinhaltet zudem eine digitale Wallet. Eine Online-App dient Farmern weiterhin zur Echtzeit-Beobachtung ihres Inventars.

GrainChain ist ein Unternehmen, welches 2003 gegründet wurde und Produzenten, Käufer und Verkäufer im Agrikultur-Business zusammen bringen. Im Mai 2019 verkündete das Unternehmen auch eine Kooperation mit dem mexikanischen Bundesstaat Tamaulipas. 10 Prozent des Start-ups gehören derweil Medici Ventures, der auf Blockchain-Investitionen spezialisierten Wagniskapitaltochter des Retail-Giganten Overstock.

Auch andere Akteure aus dem Krypto-Sektor interessieren sich für den Produktionsprozess von Kaffee. Kürzlich haben sich zahlreiche internationale Kaffee-Produzenten zusammengeschlossen, um den Kaffee-Weltmarkt mithilfe der Blockchain-Technologie transparenter und sicherer zu gestalten.

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