Dubai möchte Blockchain gegen illegale Einwanderung nutzen

DUBAI

Die Einwanderungsbehörde in Dubai möchte zukünftig die Blockchain nutzen, um gegen illegale Einwanderung vorzugehen. Dazu hat die Regierung Dubai’s eine Ausschreibung vorgenommen, die sich an Unternehmen und Startups aus dem Blockchain-Bereich richtet. Laut einer Pressemitteilung vom 22. Dezember erwartet die Einwanderungsbehörde eine Reduktion der illegalen Einwanderung um 50 %, mithilfe einer “internationale Blockchain”.



Es handelt sich dabei aber nicht um die einzige Blockchain-Ausschreibung von Regierungsbehörden in Dubai. So hat z.B. das Wirtschaftsministerium eine Ausschreibung getätigt, die darauf abzielt die Verwaltungskosten in den Behörden um 20 % zu senken. Dabei geht es vor allem um schlankere und schnellere Prozesse in der Datenverarbeitung und dem Austausch von (papierlosen) Dokumenten.

Auch das Gesundheitsministerium erhofft sich durch Blockchain-Anwendungen ein besseres Datenmanagement, wie auf der letzten Gesundheitskonferenz in Dubai bekannt gegeben wurde.

Dubai und die Blockchain

Um die vielen Blockchain-Vorhaben in die Tat umzusetzen, hat der Dubai Future Accelerator ein 9-wöchiges Programm initiiert, bei dem Startups gemeinsam mit Unternehmen und Regierungsbehörden an Prototypen arbeiten sollen. Die zweite Runde startet am 12. Februar 2017.

So heißt es von dem CEO der Dubai Future Foundation, Saif Al-Aleeli:

“Indem wir innovative, globale Startups mit staatlichen Behörden in Dubai zusammenbringen ermöglichen wir den Startups ihre Ideen in die Realität umzusetzen und an einer besseren Zukunft zu arbeiten.”

Neben der Blockchain-Technologie möchte Dubai auch im Bereich der Artificial Intelligence (AI), dem 3D-Druck und im Bereich der Drohnen-Entwicklung aktiv die Forschung voran treiben.

BTC-ECHO

Englische Originalversion von Bailey Reutzel via CoinDesk

Über Sven Wagenknecht

Sven WagenknechtSven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO und verantwortet neben der redaktionellen Planung auch den Bereich Business Development. Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann hat er Politik und Wirtschaft in Münster studiert und verschiedene berufliche Stationen, etwa in einer der führenden Unternehmensberatungen und im Bundeswirtschaftsministerium, absolviert. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. Als Speaker, zuletzt etwa auf dem St. Petersburg International Economic Forum 2017, referiert er über das makroökonomische Potential der Blockchain.

Bildquellen

  • DUBAI: © badahos - Fotolia.com
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