Die Lage am Mittwoch: Die Welt dreht sich weiter

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Die Lage am Mittwoch: Die Welt dreht sich weiter

Von wegen Black Friday – die schwarzen Tage haben für den Krypto-Markt bereits diesen Montag begonnen. Nicht nur der Branchenprimus Bitcoin musste herbe Kursverluste hinnehmen; der gesamte Krypto-Markt hat in den vergangenen Tagen mit starken Einbußen zu kämpfen. Doch die Welt, sie dreht sich weiter. Die Lage am Mittwoch.

Hartgesottene Hodler wissen, dass sich nun die Spreu vom Weizen trennt. Während HODL in einem Bullenmarkt zu einer leeren Worthülse verkommen kann, prügelt der Bär wieder Bedeutung in diese vier Buchstaben. Völlig zurecht lautet der Grundtenor in der Krypto-Szene, dass Bitcoin noch weit davon entfernt ist, für tot befunden zu werden. Ob das auch ein Großteil der Altcoin-Konkurrenz von sich behaupten kann, dahinter kann man – zumindest ein kleines – Fragezeichen setzen.

XRP!

Ein Ausrufezeichen setzte jedenfalls XRP, der mit verhältnismäßig geringen Kursverlusten bislang mit einem blauen Auge davon gekommen ist. Und unter den Blinden ist der Einäugige… na, ihr wisst schon. Dass XRP so gut dasteht, liegt vermutlich auch an zahlreichen Kooperationspartnern, die angekündigt haben, von der xRapid-Plattform der Firma Ripple Gebrauch machen zu wollen. In den unsteten Gewässern der Krypto-Welt haben Nachrichten über die Zusammenarbeit mit etablierten Großkonzernen eine ähnliche Wirkung wie der Ausruf „Land in Sicht!“ auf hoher See.

Jean-Claude Trichet wähnt sich aktuell vermutlich auf dem richtigen Dampfer – schließlich gab der Ex-Chef der Europäischen Zentralbank gegenüber BTC-ECHO vergangene Woche sein Misstrauen bezüglich Kryptowährungen zum Besten. Er könne diesen „nichts abgewinnen“ und halte die bisherigen Regulierungsbestrebungen für „zu behutsam.“

Deutsche Logistik will Blockchain

Zeiten, in denen der Investmentaspekt von Kryptowährungen eher abschreckend als anziehend wirkt (worüber sich freilich streiten lässt), laden geradezu dazu ein, den Fokus wieder verstärkt auf die Technologie und mögliche Anwendungsgebiete für Blockchain- und andere Distributed-Ledger-Technologien zu richten. Dabei gibt es vor allem aus dem Logistiksektor einen nicht versiegenden Strom von Meldungen über Pilotprojekte, in denen die noch junge Technik erprobt wird. Das Interesse deutscher Unternehmer an Blockchain & Co. wurde von Hermes nun in Zahlen gefasst.

Lies auch:  Bitcoin, XRP und Ethereum – Kursanalyse KW52 – Laufende Korrektur für Neueinstiege nutzen?

So hat eine Umfrage des deutschen Post-Konkurrenten ergeben, dass mehr als ein Drittel der deutschen Logistikunternehmen das Potential der Blockchain erkannt haben. Sie ermögliche „gewaltige Veränderungen in der Logistik“, die noch weit über die Folgen der Digitalisierung hinausgehen, so der Tenor der Befragten.

Ein gerupfter BCH

Der Tenor eines BCH-Hodlers könnte indes in einen schrillen Sopran umgeschlagen haben. Denn auch wenn der Krypto-Markt insgesamt gerade Federn lässt, der BCH-Kurs wurde besonders gründlich gerupft. Mit einem Wochenminus von rund 55 Prozent (zu Redaktionsschluss) ist der Bitcoin-Epigone für diesen Zeitraum der größte Verlierer unter den Top-60(!) auf Coinmarketcap. Dafür werden vor allem die Grabenkämpfe zwischen den Bitcoin SV und Bitcoin ABC verantwortlich gemacht – die Hard Fork wurde am 15. November vollzogen.

Während der Krypto-Markt knietief in den roten Zahlen steckt, hat in der Schweiz der erste Krypto-ETP des Landes grünes Licht von den Regulierungsbehörden bekommen. Damit soll institutionellen Investoren der Zugang zum Krypto-Markt erleichtert werden. Als Basiswert sollen, in abnehmender Gewichtung, die Kurse von Bitcoin, XRP, Ether, Bitcoin Cash und Litecoin dienen.

Warten auf den Bitcoin-ETF

Für einen waschechten Bitcoin-ETF, den viele als Messias, andere als apokalyptischen Reiter sehen, muss sich die Krypto-Community noch gedulden. In den letzten Wochen ist es in dieser Hinsicht still geworden um die US-Regulierungsbehörde SEC. Umtriebig zeigt sich diese jedoch in Sachen ICO-Jagd. Die Behörde ist seit Längerem dabei, Firmen, die ihre Token unrechtmäßig als Securities verkauften, abzustrafen. Zu diesen gehören auch Paragon und AirFox, die von der SEC mit Geldstrafen belegt wurden. Das gab die Behörde am 16. November bekannt.

Lies auch:  Bitcoin-Kurssturz: Der Härtetest für Hodler

Die vielzitierten Regulierungsmühlen mahlen bekanntlich langsam. Wenn die SEC sich noch deutlich länger Zeit lässt, kann man womöglich die Wartezeit mit dem ersten Playstation-Spiel, bei dem eine Blockchain zum Einsatz kommt, überbrücken. Das Spiel Plague Hunter soll nämlich im nächsten Jahr erscheinen. Bei dem rundenbasierten PVP-Rollenspiel sollen erstmals nicht fungible Token zum Einsatz kommen – optionaler Blockchain-Marktplatz inklusive.

BTC-ECHO

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