Die Lage am Mittwoch: Bitcoin wächst mit seiner Regulierung

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Bitcoin steht ganz im Fokus aktueller Prognosen – die Satis Group sieht für Satoshis Coin genauso wie für Monero eine blühende Zukunft. Derweil nagt Venezuela am Petro und den Folgen der Entscheidungen Maduros. Luxemburg erkennt die Zeichen der Zeit und mausert sich zum Bitcoin-Mekka. Und der Bitcoin-Kurs? Wartet auf die Bullen. Dazwischen schweben gleichsam bedrohlich wie verheißungsvoll die Boten der Regulierung. Die Lage am Mittwoch.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Phillip Horch

Update am 05.09. um 12 Uhr: Der Bitcoin-Kurs fällt zwischenzeitlich unter 7.000 US-Dollar. Hier die Details.

Mit der Regulierung ist es fast wie mit den Bullen. Selten kommt sie zum richtigen Zeitpunkt, wenn sie das denn überhaupt tut. Die einen warten darauf, die anderen haben Angst und irgendwie hat sie etwas Bedrohliches – auch wenn sie doch eigentlich (meistens) nur helfen will. Genau das zeigt sich wieder und wieder, wenn der Blick über das Bitcoin-Ökosystem schweift. Wir brauchen sie und fürchten sie. Die Lage am Mittwoch.


Was geschieht, wenn man Regulierungen erlässt, die nur im autoritären Interesse einer Regierung passieren, sieht man am besten in Venezuela. Hier kann man mit Anführungszeichen kaum ausreichend um sich werfen: Die von einem „Präsidenten“ geführte „Demokratie“ in Venezuela gibt eine „Kryptowährung“ im „Sinne des Volkes“ heraus. Diese ist von den „Ölreserven“ des Landes gedeckt und „verhilft dem Land zu mehr Wachstum“. Die Realität schmeckt hingegen mindestens so bitter wie das Öl, das den Petro decken soll. Eine hohe Arbeitslosenrate, eine noch höhere Inflation – Menschen müssen mit ihrem Lohn so schnell wie möglich auf den Markt rennen, bevor er seinen Wert verliert. Wie eine willkürliche Regulierung ein verarmtes Land ausbluten lässt, während Bitcoin eigentlich eine vernünftige Alternative für inflationsgeplagte Länder wäre, zeigt die Schwächen einer autoritären Regulierung.

Ganz anders sieht es bei unseren nächsten Nachbarn aus. Luxemburg, seines Zeichens Steuerparadies, mausert sich langsam auch zum Blockchainparadies. Dort bereitet die Regierung nämlich eine Regulierung vor, die der Zukunft einen gesetzeskonformen Boden bietet. Denn genau wie etwa Malta erkennt der kleine Staat die Zeichen der Zeit und schreibt sich diese auf die Fahnen: Nur so kann eine Regierung die große Kohle, solange sie noch auf der Straße liegt, in sichere Häfen lenken.

Denk ich an Deutschland in der Nacht…

Und in Deutschland? Die Bundesrepublik ist bekannt für die langsamen Mühlen ihrer Verwaltung. Da könnte die Blockchain sicher helfen, die internen Vorgänge zu optimieren – schließlich ist sie für ihre Effizienz und die Fähigkeit zur Verschlankung von bürokratischen Prozessen bekannt. Doch wie die Digitale Prioritätenliste 2018 verrät, hinkt Deutschland hier noch hinterher. Das Wort „Blockchain“ steht zwar auf der Agenda, doch bis es irgendwann in der bundesdeutschen Realität ankommt, dürfte es noch einige Formulare benötigen:

Aber vielleicht gibt es hier bald Abhilfe auf internationaler Ebene: Die Finanzminister der Europäischen Union treffen sich schließlich in Kürze und diskutieren die regulatorischen Möglichkeiten in Sachen Kryptowährungen.

Denn auch wenn der Markt längst nicht mehr so nervös auf regulatorische Ankündigungen reagiert wie noch vergangenes Jahr: Eine angemessene Regulierung hilft dem Markt – und damit auch Bitcoin – dabei, zu wachsen. Dieser schwebt nach wie vor in einer Art Zwischenstadium. Auch bei den Fragen der Qualitätskontrolle und des Monitorings ist Regulierung ein Thema, das Bitcoin beim Wachsen helfen würde.

Bestes Beispiel: Satis Group. Das Unternehmen gab nämlich die bullishe Prognose, dass der Bitcoin-Kurs innerhalb von fünf Jahren auf bis zu 96.000 US-Dollar steigt, Ripple sang- und klanglos untergeht und sich Monero langsam nach oben arbeitet. Doch die tatsächliche Tiefe der Prognosen lässt bis dato noch Raum für erhebliche Zweifel.

Und der Bitcoin-Kurs?

Bitcoin wartet nach wie vor auf den Angriff der Bullen. Dennoch schlägt er sich, auch ohne Bullen und Regulierung, recht tapfer. Mit knapp 7.380 US-Dollar liegt der Bitcoin-Kurs bei einem 7-Tages-Zuwachs von knapp 5 Prozent. Ganz ähnlich sieht es beim Monatsverlauf aus: Auch hier sind es knapp fünf Prozent, die der Bitcoin-Kurs zugelegt hat. Die Marktkapitalisierung liegt derzeit bei circa 127,1 Millionen US-Dollar. Zu den Kursseiten geht es hier.

BTC-ECHO

In eigener Sache: Wer nach wie vor darauf wartet, dass Bitcoin mit seiner Regulierung wächst, sich aber auch in anderen Gewässern umsehen will, sei hier auf unseren neuen Kryptokompass verwiesen. Neu: Der erste Monat ist gratis.


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