Die Marktkapitalisierung von Bitcoin – ein Richtwert

Quelle: shutterstock (2)

Die Marktkapitalisierung von Bitcoin – ein Richtwert

Die Marktkapitalisierung von Bitcoin liegt am 3. September bei 125,2 Milliarden US-Dollar. Der Bitcoin-Kurs steht derzeit bei 7.262 US-Dollar, bei einem Gesamtvorrat von knapp 17,25 Millionen Bitcoin. Doch was sagt dieser Wert eigentlich über das Bitcoin-Ökosystem und den Bitcoin-Kurs aus? Einige Gedanken zur Marktkapitalisierung.

Der Begriff „Marktkapitalisierung“ ist – wie so vieles im Bitcoin-Ökosystem – der Finanzwelt entlehnt. Im Prinzip ist er einfach erklärt: Es wird damit der Wert des Eigenkapitals einer Aktiengesellschaft an der Börse bezeichnet. Dabei kommt folgende Formel zum Einsatz:

Anzahl der Aktien x Aktien-Kurs = Marktkapitalisierung.

Der Aktien-Kurs wiederum berechnet sich aus Angebot und Nachfrage.

Ein Merkmal der Marktkapitalisierung ist dabei, dass lediglich jene Aktien berücksichtigt werden, die sich im Umlauf befinden. Aktien, die ein Unternehmen beispielsweise zurückhält, rechnet man dabei nicht mit ein. Die gesamte Marktkapitalisierung dient also letztlich als Richtwert – die verschiedenen Unternehmen lassen sich anhand der Marktkapitalisierung miteinander vergleichen.

Von der Börse zu Bitcoin: Übertragungsprobleme bei der Marktkapitalisierung

Bei der Übertragung des Begriffes auf die Kryptowelt ergeben sich nun einige Ungereimtheiten. Zunächst handelt es sich (vor allem bei Bitcoin) nicht um ein Unternehmen, sondern viel mehr um eine Währung. Folglich sind die gehandelten Objekte keine Aktien, sondern digitale Coins – zumindest der Theorie nach. Auch wird bei der Marktkapitalisierung die gesamte Anzahl von Coins zur Grundlage genommen – keinesfalls nur die, die am Markt gekauft werden können. Man denke dabei an die große Dunkelziffer der Bitcoin, die sich tatsächlich im Umlauf befinden. Zuallererst sei hier das Vermögen Satoshi Nakamotos genannt – niemand weiß genau, wie hoch dieses letzten Endes ist und ob es (und falls ja, wann) je wieder auf den Markt gespült wird.

Hinzu kommt erschwerend die große Anzahl an verlorenen Private Keys – auch hier gibt es eine ungewisse Anzahl an Coins, die dem Markt nicht zugänglich sind. Lediglich der Bitcoin-Kurs berechnet sich wie an der Börse im Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage. So zeigt sich auch, dass dieser nirgends fest geschrieben ist – und beispielsweise von Börse zu Börse stark schwanken kann.

Der Bitcoin-Kurs bleibt also das, was irgendjemand für seine Coins verlangt und was irgendjemand anderes bereit ist zu zahlen. In seiner Gesamtheit lässt sich daran – in aller Grobheit – vergleichen, wie viel eine Währung „wert“ ist. Es ist und bleibt jedoch ein Richtwert – die Marktkapitalisierung  entspricht nicht der investierten Geldmenge.

BTC-ECHO

Anzeige

Ähnliche Artikel

Bitcoin im All: Blockstream Satellite API Beta-Version live
Bitcoin im All: Blockstream Satellite API Beta-Version live
Bitcoin

Blockstream kommt ihrer Vision, Bitcoin über Satelliten durchs All zu schießen, ein bisschen näher.

Neues aus dem Hause BAKKT: Kauf von Vermögenswerten erfolgreich
Neues aus dem Hause BAKKT: Kauf von Vermögenswerten erfolgreich
Bitcoin

BAKKT-CEO Kelly Loeffler rückt auf Medium mit den neuesten Entwicklungen rund um die ersten physischen Bitcoin Futures heraus.

Gesund durch den Bärenmarkt: Dominanz der großen Bitcoin Mining Pools nimmt ab
Gesund durch den Bärenmarkt: Dominanz der großen Bitcoin Mining Pools nimmt ab
Bitcoin

Im Zuge des Bärenmarktes mehren sich die Berichte über notgedrungene Abschaltungen von Minern.

Newsletter

Die besten News kostenlos per E-Mail

Finde einen Job mit Zukunft

    Aktuell

    Neon Apotheke: Die Bitcoin-Apotheke
    Neon Apotheke: Die Bitcoin-Apotheke
    Sponsored

    Liebe Coin-Szene, liebe BTC-ECHO-Leser, liebe Miner und Krypto-Enthusiasten, zunächst möchte ich mich vorstellen: Mein Name ist Andreas Neumann-Dudek und ich leite seit dem 20.11.2006 die Neon Apotheke in Düsseldorf Lierenfeld.

    Chain Split bei Ethereum: 10 Prozent der Miner verwenden Constantinople
    Chain Split bei Ethereum: 10 Prozent der Miner verwenden Constantinople
    Blockchain

    Im Ökosystem von Ethereum lässt sich momentan eine Art Mini-Chain-Split beobachten.

    Roboter malt Kunstwerk, kauft Farben und bezahlt Rechnungen – Ethereum macht’s möglich
    Roboter malt Kunstwerk, kauft Farben und bezahlt Rechnungen – Ethereum macht’s möglich
    Insights

    Auch wenn längst nicht jeder Science-Fiction-Filme schaut, begegnen uns Roboter immer häufiger im Alltag.

    IOTA-News: Mit gutem Ruf gegen böse Nodes
    IOTA-News: Mit gutem Ruf gegen böse Nodes
    Altcoins

    Das IOTA-Entwicklerteam setzt bösartigen Nodes ein Reputationssystem entgegen. Damit soll es möglich werden, gewisse Nodes zu bewerten und damit als „vertrauenswürdig“ einzustufen.

    Angesagt

    Ethereum hat ein Zentralisierungsproblem
    Ethereum

    Um den Bitcoin-Nachfolger Ethereum ist es momentan nicht bestens bestellt.

    Binance.je: Europäischer Ableger legt holprigen Start hin
    Invest

    Die europäische Binance-Tochter binance.je gab in der Nacht zum 16.

    OpenSC: Mehr Transparenz im Konsum? WWF und BCG machens möglich
    Blockchain

    In Zusammenarbeit mit der Boston Consulting Group lanciert WWF-Australia eine Blockchain-Implementierung für mehr Transparenz in der Lebensmittelbranche.

    Newspack: WordPress setzt auf Blockchain
    Blockchain

    WordPress soll eine Bezahlfunktion via Blockchain und Kryptowährungen bekommen. Damit will man die Bezahlung guter Inhalte einfacher gestalten.