Bitcoin, Die 5 größten Bitcoin-Skandale 2019
Bitcoin, Die 5 größten Bitcoin-Skandale 2019

Quelle: Shutterstock

Rückblick 2019 Die 5 größten Bitcoin-Skandale 2019

Eine gewisse Wild-West-Stimmung haftet dem Bitcoin-Sektor nach wie vor an. Nicht ganz unschuldig daran sind Skandale, die ihr Medienecho auch über die Szene hinaustragen. Und so blicken wir zum Jahresanfang auf die 5 größten Skandale 2019 von Justin Sun bis McAfee zurück.

1. Justin Sun polarisiert die Szene

Justin Sun ist so etwas wie der Prototyp eines Altcoin CEOs. Was zunächst nach einem Oxymoron klingt – die vermeintliche Dezentralität von Kryptowährungen macht CEOs obsolet – war für das Enfant terrible der chinesischen Krypto-Szene nie problematisch. Seit jeher lenkt der Firmengründer und DeFi-Jungpionier die Geschicke des Ethereum-Konkurrenten Tron.

Bekannt wurde der Unternehmer in Altcoin-Kreisen insbesondere durch seine fulminanten Marketingaktionen (böse Zungen werfen dem Absolventen der Peking University gar Übermarketing vor). Zuletzt schlug eine Art Benefiz-Dinner mit Investment-Legende Warren Buffett große Kreise. Denn trotz der Rekordsumme von 4,5 Millionen US-Dollar, die Tron-Boss für seine Teilnahme auf den Tisch gelegt hatte, sagte Sun das Treffen kurzfristig ab.

Laut Unternehmensangaben fesselten Nierensteine @Justinsuntron ans Bett.


Bitcoin, Die 5 größten Bitcoin-Skandale 2019
[Anzeige]
Bitcoin, Ethereum, Ripple, IOTA und die bekanntesten Kryptowährungen auf Plus500 handeln. Warum Plus500? Kostenloses Demo-Konto; Mobile Trading-App; Einzahlungen per PayPal; große Auswahl an verschiedenen Finanzprodukten (Kryptowährungen, Aktien, Rohstoffe, ETFs, Devisen, Indizies).

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Im Nachgang vermuteten Marktbeobachter jedoch Zerwürfnisse mit den chinesischen Behörden als wahren Grund für Suns Fernbleiben vom All-You-Can-Shill-Buffet: In einem öffentlichen Brief bittet der Tron-Gründer um Verzeihung für „Fehlverhalten“ und „Übermarketing“.

2. McAfee-Odyssee endet in Polizeigewahrsam

John McAfee gilt als eine der schillerndsten Figuren im Bitcoin-Ökosystem überhaupt. Spätestens seit der Experte für Cybersecurity mit dem Verwetten seines Gemächts seiner bullishen Überzeugung Ausdruck verliehen hatte, ist der Multimillionär in aller Munde.

Im Sommer dieses Jahres erregte der US-Präsidentschaftskandidat indes auch abseits des Krypto-Treibens Aufmerksamkeit. Eigenen Angaben zufolge verschlug es McAfee samt Entourage in internationale – vornehmlich jedoch karibische – Gewässer, um so dem langen Arm der US-Steuerbehörden zu entfliehen. Dass der Gründer von McAfee-Antivirus kein Fan von steuerlichen Abgaben ist, ist gemeinhin bekannt.

Am 22. Juli kam die Odyssee allerdings zu einem vorzeitigen Stopp, als dominikanische Behörden den bekennenden Libertären mitsamt eines veritablen Waffenarsenals in Gewahrsam nahmen. Der Clinch mit den Behörden war jedoch nicht von Dauer, nach vier Tagen Haft weilte der Sicherheitsexperte wieder auf freiem Fuß.

3. Craig Wright verklagt Bitcoiner

Und dann ist da noch Craig Wright – Entschuldigung, ich meine natürlich Satoshi Nakamoto. Der oberste BSV-Fork-Navigator hat spätestens seit der Quadratur der Bitcoins einen schweren Stand in der Krypto-Szene. Der Lenker und Denker von Bitcoin SV (BSV) sorgte dieses Jahr allen voran mit zwei Dingen für Aufsehen: Indem er 1.) sich immer wieder als Satoshi Nakamoto ausgab und 2.) jeden verklagte, der es wagte, dies öffentlich anzuzweifeln.

So erwischte es zuerst Twitter Influencer und Initiator der Lightning Torch Hodlonaut und im Anschluss auch Bitcoin Podcaster Peter McCormack. Beide erhielten demnach Schreiben von Wrights Anwaltsbüro, die sich im Wortlaut gleichen und online als „The Letter“ zum geflügelten Wort firmierten. Darin fordern die Advokaten die Empfänger auf, Aussagen gegen den selbsternannten Bitcoin-Erfinder öffentlichkeitswirksam zu widerrufen. Nach Vorstellung des australischen BSV Influencers sollten die Adressaten der Schreiben möglichst den folgenden Wortlaut vor Gericht verlesen:

Es war falsch, zu behaupten, dass Craig Wright in betrügerischer Absicht den Anspruch erhoben hat, Satoshi zu sein. Ich akzeptiere, dass er Satoshi ist. Es tut mir leid, Dr. Wright. Ich werde diese Verleumdung nicht wiederholen.

Da das Verfahren zu Redaktionsschluss noch läuft, dringen derzeit kaum Updates an die Öffentlichkeit.

4. Was passierte mit den Quadriga-Millionen?

Neben Mt.Gox dürfte wohl auch die kanadische Bitcoin-Börse QuadrigaCX in die Annalen der Negativbeispiele für das Management von Exchanges eingehen. Denn seit dem mutmaßlichen Tod des Börsen-CEOs Gerry Cotten überschlagen sich die Ereignisse in einem solchen Tempo, dass man schon einmal den Überblick verlieren kann.

Grob umrissen lesen sich die Ereignisse wie der Plot für einen Hollywoodstreifen. Am 1. Februar dieses Jahres berichteten wir über die bis dato wenig bekannte Krypto-Exchange QuadrigaCX, dessen Management offenbar nicht mehr an den Bitcoin-Bestand im Cold Storage gelangte. Offizieller Grund war der Verlust der Private Keys.

Dass der Verlust der Private Keys mit dem Tod des Gründers Cotten in Indien einhergingen, drang erst ein paar Tage später an die Öffentlichkeit. Gerry Cotten, seines Zeichens Gründer und CEO der Börse, verwaltete die Schlüssel, so das Unternehmen, auf seinem Firmenlaptop. Dessen Passwort wiederum war nur Cotten selbst bekannt.

Bitcoin, Die 5 größten Bitcoin-Skandale 2019
Wo sind die Bitcoin-Millionen?

Doch damit nicht genug. Geprellte Quadriga-Kunden meldeten auf Reddit Zweifel an Cottens Totenschein an; seitdem kursieren Theorien über einen vorgetäuschten Tod. Pikantes Detail: Nur zwölf Tage vor seinem mutmaßlichen Tod in Indien fertigte Cotten ein Testament, in dem er alle seine Vermögenswerte an seine Frau Jennifer Robertson übertrug.

Mittlerweile ist auch das FBI in die Ermittlungen involviert und bittet Geschädigte um Mithilfe.

5. Binance schockt mit Reorg-Fantasien

Wenn es um die Zensurresistenz der Bitcoin Blockchain geht, kennen Bitcoiner kein Pardon. In der Szene gilt Bitcoins Resistenz gegen zentralistische Eingriffe Einzelner schließlich als ultimatives Wertversprechen. Je dezentraler Bitcoin ist, desto schwieriger ist es, einzelne Transaktionen zu unterbinden oder rückgängig zu machen.

Letzteres diskutiere die Szene allerdings im Zuge des Binance Hacks. Im Mai dieses Jahres gelang es Hackern, etwa 7.000 BTC (40 Millionen US-Dollar) von der Hot Wallet des Unternehmens zu entwenden. Doch damit des Vertrauensverlusts nicht genug. Im Nachgang des Angriffs diskutierte Binance CEO Changpeng Zhao (CZ) öffentlich über die Möglichkeit, entsprechende BTC-Transaktion rückgängig zu machen. Mithilfe von gewillten Minern ließe sich dies theoretisch sogar durchführen. Anders als von CZ dargestellt, wären die Kosten zu dem Zeitpunkt für eine erfolgreiche Durchführung allerdings bereits viel zu hoch gewesen.

Denn wie Bitcoiner wissen, gilt immer die längste Kette bestätigter Transaktionen als gültig. Wer eine sogenannte Reorg-Attacke erfolgreich durchführen will, muss enorme Kosten dafür aufwenden – und je länger man wartet, desto teurer wird es.

Nach Rücksprache unter anderem mit Bitcoin Researcher Hasu entschied sich der umstrittene Börsen-CEO entsprechend gegen eine Reorganisation der Blockchain.

Mehr zum Thema:

Bitcoin, Die 5 größten Bitcoin-Skandale 2019

Bereit für den nächsten Karrieresprung?

Sichere dir deinen Vorsprung durch Wissen und werde zum Blockchain & Krypto Experten

z.B. "Blockchain Basics Kurs"

Inklusive personalisiertes Teilnahmezertifikat
Zum Online Kurs

Ähnliche Artikel

Bitcoin, Die 5 größten Bitcoin-Skandale 2019
1.300 US-Dollar für einen Bitcoin
Szene

Es gibt frischen Wind im Fall der ehemaligen Bitcoin-Börse Mt.Gox. Denn der Hedgefonds Fortress unterbreitete Anspruchshaltern ein weiteres Angebot.

Bitcoin, Die 5 größten Bitcoin-Skandale 2019
Ruin einer Bitcoin-Börse: „Der Weg zur Hölle ist mit Wohlwollen gepflastert“
Szene

FCoin belohnte seine Nutzer für ihre Aktivität mit dem börseneigenen FCoin Token. Doch das ging schief: Nun fehlen 7.000 bis 13.000 Bitcoin. Es scheiterte an technischem Misskalkül und dem vermeintlich vielversprechenden Transaction Mining.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Bitcoin, Die 5 größten Bitcoin-Skandale 2019
1.300 US-Dollar für einen Bitcoin
Szene

Es gibt frischen Wind im Fall der ehemaligen Bitcoin-Börse Mt.Gox. Denn der Hedgefonds Fortress unterbreitete Anspruchshaltern ein weiteres Angebot.

Bitcoin, Die 5 größten Bitcoin-Skandale 2019
PayPal-Gründer will 30 Prozent der BTC Hash Rate kontrollieren
Mining

Das Bitcoin-Mining-Unternehmen Layer1 plant, 30 Prozent der Hash Rate im BTC-Netzwerk einzunehmen. Die ambitionierten Pläne des Unternehmens werden bereits von Geldgebern unterstützt.

Bitcoin, Die 5 größten Bitcoin-Skandale 2019
Erneute Klatsche für Libra
Altcoins

Facebooks geplanter Stable Coin Libra steht erneut im Kreuzfeuer von Valdis Dombrovskis. Der EU-Kommissar für Wirtschaft und Kapitaldienstleistungen wirft der Libra Association mangelnde Auskunftsbereitschaft vor und rückt die Einführung der Facebook-Währung in weite Ferne.

Bitcoin, Die 5 größten Bitcoin-Skandale 2019
Bitcoin Trading beim japanischen Marktführer: bitFlyer erobert Europa und die USA
Sponsored

Obwohl der Krypto-Sektor und das Bitcoin-Netzwerk ein kontinuierliches Wachstum an den Tag legen, bilden digitale Anlagegüter noch immer einen verhältnismäßig geringen Teil des verfügbaren Weltkapitals ab. Das zeigt einerseits, dass Kryptowährungen und -Token noch ein riesiges Wachstumspotenzial haben, andererseits macht dieser Umstand deutlich, dass ein Großteil des Kapitals auf traditionellen und hochgradig regulierten Märkten bewegt wird.

Angesagt

Bitcoin zum Schleuderpreis: US-Auktion schuld?
Märkte

Der Bitcoin-Kurs (BTC) ist in den letzten 24 Stunden um über vier Prozent gesunken. In den Abendstunden des 19. Februars hat der Kurs der Kryptowährung ruckartig fast 400 US-Dollar verloren. Den Ethereum-Kurs, Ripple-Kurs und IOTA-Kurs zieht es mit nach unten – fast der gesamte Markt ist vom Kurseinbruch betroffen. Auslöser könnte eine Auktion in den USA sein.

Südkoreanische Zentralbank arbeitet an Blockchain-System für Anleihen
Blockchain

Zentralbanken und Blockchain. Das scheint immer besser zusammenzugehen. Auch die Bank von Korea forscht fleißig an Anwendungsmöglichkeiten.

Europäische Weltraumbehörde schießt Blockchain in den Orbit
Forschung

Die Europäische Weltraumbehörde verwendet die Blockchain-Technologie künftig für die Erfassung topographischer Messdaten. Die in den Satelliten eingesetzte Blockchain-Lösung stammt vom schottischen Unternehmen Hypervine.

IOTA findet Sündenbock: MoonPay schuld an Trinity Hack
Altcoins

Die Achillesverse der Trinity Wallet lag nicht im Code der Wallet, sondern beim Bezahldienst MoonPay. Das geht aus einem Update der IOTA Foundation zum Trinity Hack hervor. Unterdessen hat die Foundation neue Desktop- und Mobilversionen veröffentlicht – ohne MoonPay-Integration. Nutzerinnen und Nutzer müssen vorerst dennoch auf der Hut bleiben – und das Tangle bleibt unterdessen eingefroren.

Bitcoin, Die 5 größten Bitcoin-Skandale 2019

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene:

Bitcoin, Die 5 größten Bitcoin-Skandale 2019