Sun, „Der dunkelste Moment“ – Justin Suns Brief an die Öffentlichkeit wirft Fragen auf

Quelle: Shutterstock

„Der dunkelste Moment“ – Justin Suns Brief an die Öffentlichkeit wirft Fragen auf

Justin Sun, Gründer und Vorsitzender der Tron Foundation avanciert dieser Tage zu einer der schillerndsten Figuren im Krypto-Space. Nachdem Sun erst am 24. Juli ein teuer erkauftes Wohltätigkeitstreffen mit Milliardär Warren Buffett aus gesundheitlichen Gründen abgesagt hat, schlägt der Unternehmer heute ganz andere Töne an. In einem emotionalen Brief, den er auf Weibo veröffentlicht hatte, wendet sich Sun an die Öffentlichkeit.

„Liebe Freunde, in den letzten Wochen hatte ich meinen dunkelsten Moment mit Krankheit und Müdigkeit. Ich litt unter dem größten Drama meines Lebens. Ich zweifelte und hinterfragte mich und war in mich selbst versunken für mein Verhalten und meine Worte – ich schämte mich für mein Über-Marketing. Darum möchte ich mich bei der Öffentlichkeit, den Medien, den Führungskräften und der zuständigen Aufsichtsbehörde, die sich um mich gekümmert haben, entschuldigen.“

Dies schreibt Sun in einem Brief, den der Tron-Gründer am gestrigen Mittwoch, dem 24. Juli, auf dem chinesischen Twitter-Pendant Weibo veröffentlicht hatte. Zwar löschte der umstrittene Unternehmer das Statement alsbald wieder. Screenshots des Schreibens gingen aber dennoch viral.

In dem Brief reflektiert Sun auf sein Gebaren innerhalb der Krypto-Community. So bezeichnet er sich selbstkritisch etwa als „unreif“, „unerfahren“ und „jung“ und bittet mehrfach bei nicht näher spezifizierten Regulatoren um Vergebung. Ganze zehn Mal ist in dem Brief die Rede von jenen „Regulators“ mit denen Sun von nun an kooperieren möchte. Dass Justin Sun Ärger mit chinesischen Aufsichtsbehörden hat, liegt entsprechend nahe.

All-you-can-shill-Lunch mit Buffett verschoben

Auch das Mittagessen mit Warren Buffett, in das sich der Entrepreneur für die stolze Summe von 4,5 Millionen US-Dollar eingekauft und das Sun kurzfristig verschoben hatte, war Inhalt des Schreibens.

Ich habe das Warren Buffett Mittagessen bezahlt, weil ich ihn sehr bewundere und eine große Leidenschaft für Wohltätigkeit habe. Die ursprünglichen Gründe sind gut und einfach. Ich kann nicht leugnen, dass ich gleichzeitig auch die Blockchain fördern wollte. Wegen meiner unreifen Worte, meines Verhaltens, meiner Jugend und meiner Kraft sprach ich jedoch, ohne zweimal nachzudenken. Es wurde ein Versagen des Über-Marketings, das außerhalb meiner Kontrolle lag. Ich ignorierte die Verantwortung, die öffentliche Persönlichkeiten haben. Das war nicht meine ursprüngliche Absicht. Während des Prozesses war ich aufgeregt, dann besorgt, dann ängstlich, und jetzt bedaure ich es.


Sun, „Der dunkelste Moment“ – Justin Suns Brief an die Öffentlichkeit wirft Fragen auf
[Anzeige]
Bitcoin kaufen mit dem Bitwala Konto. Warum ein Bankkonto bei Bitwala? Ein Bankkonto “Made in Germany” mit Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro; 24/7 Bitcoin Handel mit schneller Liquidität; Gehandelt werden ausschließlich ‘echte’ Bitcoin – keine Finanzderivate wie CFDs; Sichere Nutzerkontrolle über das Bitcoin Wallet und den private Schlüssel; Mit der kontaktlosen Debit-Mastercard weltweit abheben und bezahlen.

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Dieser Abschnitt klingt zumindest nicht so, als wären Nierensteine der einzige Grund für die Absage des Treffens mit dem Millionär gewesen.

Gestern kursierten ferner Gerüchte, nach denen chinesische Behörden über Sun eine Ausreisesperre verhängt hatten. Der Vorwurf lautet auf Geldwäsche.

Die gesamte Übersetzung (in englischer Sprache) des Weibo-Eintrags findet ihr hier.

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Sun, „Der dunkelste Moment“ – Justin Suns Brief an die Öffentlichkeit wirft Fragen auf
Bobby Lee: Bitcoin-Kurs bis 2030 bei 500.000 US-Dollar
Märkte

Bobby Lee, Mitgründer der ersten Bitcoin-Börse Chinas, hat dem Krypto-Space eine Runde Bullenfutter spendiert. Er sieht den Bitcoin-Kurs in weniger als einer Dekade bei einer halben Million US-Dollar. Und bemüht dazu das Stock-to-Flow-Modell und eine gute Dosis „Hopium“.

Sun, „Der dunkelste Moment“ – Justin Suns Brief an die Öffentlichkeit wirft Fragen auf
@aantonop fährt „Bitcoin-Begründer“ in die Parade – Das Meinungs-ECHO
Kolumne

Andreas Antonopoulos versteht keinen Spaß, wenn es um falsche Behauptungen geht. Der Bitcoin-Evangelist und vagabundierende Dozent hat auf Twitter zum Angriff auf einen deutschen DJ, der behauptet, Bitcoin miterfunden zu haben, geblasen. Unterdessen sorgte die Halbierung der XLM-Menge für gemischte Reaktionen in der Stellar Community.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Sun, „Der dunkelste Moment“ – Justin Suns Brief an die Öffentlichkeit wirft Fragen auf
Ethereum in der Finanzwelt: ConsenSys investiert in ACTUS-Protokoll
Blockchain

ConsenSys Labs investiert in das schweizerische FinTech-Start-up Atpar. Das Unternehmen entwickelt das ACTUS-Protokoll, das eine Interoperabilität von Finanzdienstleistungen im Bankenwesen verspricht. ConsenSys fördert Projekte, die Finanzanwendungen im Ethereum-Ökosystem unterstützen.

Sun, „Der dunkelste Moment“ – Justin Suns Brief an die Öffentlichkeit wirft Fragen auf
Bitcoin kämpft mit 9.000 US-Dollar, Kurs von Dx Chain Token explodiert: Altcoin-Marktanalyse
Kursanalyse

Auch diese Woche schafft es der Kryptogesamtmarkt nicht die Marke von 245 Milliarden US-Dollar auf Tagesbasis zu überwinden. Aktuell oszilliert die Gesamtmarktkapitalisierung um den exponentiell gleitenden Mittelwert der letzten 200 Tage bei 236 Milliarden US-Dollar.  Somit bewegt sich der Gesamtmarkt in einer engen Spanne von knapp zehn Prozent. Der Unterstützungsbereich um 230 Milliarden US-Dollar auf Wochensicht gibt dem Kurs weiterhin Halt und lässt den Markt abermals seitlich tendieren.

Sun, „Der dunkelste Moment“ – Justin Suns Brief an die Öffentlichkeit wirft Fragen auf
Singapurs Zentralbank und J.P. Morgan testen Blockchain-Überweisungen
Blockchain

Die Monetary Authority of Singapore (MAS), die Zentralbank Singapurs, hat gemeinsam mit J.P. Morgan ein Blockchain-Netzwerk für grenzüberschreitende Zahlungen entwickelt. Das blockchainbasierte Netzwerk Ubin unterstützt Transaktionen in verschiedenen Währungen über dieselbe Plattform und führt den Zahlungsverkehr über eine Schnittstelle zusammen.

Sun, „Der dunkelste Moment“ – Justin Suns Brief an die Öffentlichkeit wirft Fragen auf
Blockchain-Bank: Tencent erhält Lizenz für Hongkong
Blockchain

Der chinesische Großkonzern Tencent baut sein Blockchain-Engagement weiter aus. Künftig darf der Internetriese in Hongokong blockchainbasiertes Banking anbieten.

Angesagt

Bobby Lee: Bitcoin-Kurs bis 2030 bei 500.000 US-Dollar
Märkte

Bobby Lee, Mitgründer der ersten Bitcoin-Börse Chinas, hat dem Krypto-Space eine Runde Bullenfutter spendiert. Er sieht den Bitcoin-Kurs in weniger als einer Dekade bei einer halben Million US-Dollar. Und bemüht dazu das Stock-to-Flow-Modell und eine gute Dosis „Hopium“.

USA: Heimatschutzministerium investiert in neue Blockchain-Plattform
Blockchain

Die Blockchain-Technologie eröffnet bekanntlich verschiedenste Möglichkeiten der Überwachung und Kontrolle von Produkten und Lieferketten. Das macht sie nicht nur für die Privatwirtschaft interessant. Auch Sicherheitsbehörden entdecken zunehmend den Nutzen der Technologie. So auch das US-Amerikanische Department of Homeland Security.

Regulierungs-ECHO: Stürmische Zeiten für Libra
Insights

In Großbritannien sind Krypto-Werte weder Währungen noch Wertpapiere, während die zuständige Wertpapieraufsicht in den USA den Herausgeber des VERI Token zur Kasse bittet und die Wertpapierkommission in Ontario den Prospekt von 3iQ unter Vorbehalt zulässt. Fernab von Wertpapieren warnt die BaFin vor Krypto-Assets und Facebook hat bei der Kryptowährung Libra erneut Rückschläge einstecken müssen. Das Regulierungs-ECHO.

Bitcoin und traditionelle Märkte – Öl und DAX holen auf
Märkte

Die Korrelation Bitcoins mit den Vergleichsassets ist weiterhin sehr gering. Mit vier Prozent ist die Volatilität von BTC zwar sehr hoch, jedoch seit einiger Zeit stabil bei diesem Level. Zudem ist die Performance Bitcoins immer noch besser als die der Vergleichsmärkte, allerdings scheinen diese aktuell aufzuholen.