"Bedeutungsloser PR-Stunt" 

Wollte Justin Sun diesen Token vernichten? Schwere Vorwürfe von Trump-Projekt

World Liberty Financial bezichtigt Justin Sun einer Rufmordkampagne. Es geht um eingefrorene Millionen und Vorwürfe der Marktmanipulation.

Dominic Döllel
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Justin Sun ist elegant in einen blauen Anzug gekleidet, spricht selbstbewusst in ein Headset-Mikrofon und leitet das Publikum auf der schwach beleuchteten Bühne nahtlos mit seinem Klicker an.

Beitragsbild: picture Alliance

| Justin Sun bleibt cool. Auf X "belächelt" er die Klage

Der juristische Konflikt um das von der Trump-Familie unterstützte DeFi-Projekt World Liberty Financial (WLFI) erreicht eine neue Dimension. Am heutigen 4. Mai hat das Unternehmen eine Gegenklage wegen Verleumdung gegen den Tron-Gründer Justin Sun eingereicht. Die Verantwortlichen werfen dem Krypto-Unternehmer vor, eine systematische Kampagne zur Rufschädigung gestartet zu haben.

Vorwurf der Marktmanipulation gegen Justin Sun

Laut der Klageschrift reagierte Sun mit einer “Kampagne der verbrannten Erde” auf die Entscheidung des Protokolls, seine WLFI-Token-Bestände einzufrieren. Diese besitzen beim aktuellen Kurs einen Gegenwert von rund 240 Millionen US-Dollar. Die Anwälte von WLFI behaupten, Sun habe über soziale Medien und durch den Einsatz von Influencern sowie Bots versucht, den Ruf des Projekts gezielt zu schädigen. Er soll sogar geäußert haben, den Token-Preis “in den Dreck” ziehen zu wollen.

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Zuvor hatte Justin Sun Ende April selbst Klage gegen World Liberty Financial erhoben. Er wirft dem Unternehmen vor, den Verkauf seiner Krypto-Positionen auf betrügerische Weise verhindert zu haben.

Gegenklage ist ein “bedeutungsloser PR-Stunt”

Die Gegenklage von WLFI führt an, dass Sun über sein Unternehmen Blue Anthem gegen vertragliche Pflichten verstoßen habe. Konkret geht es um den Vorwurf, Token im Namen anderer Investoren gekauft, unerlaubte Transfers an die Börse Binance getätigt und Leerverkäufe durchgeführt zu haben. Die Sperrung seiner Wallet im September 2025 sei daher eine notwendige Konsequenz gewesen, die zudem in den Verkaufsbedingungen klar offengelegt wurde.

“Ich stehe zu meinen Handlungen und freue mich darauf, den Fall vor Gericht zu gewinnen”, kommentierte Justin Sun die jüngsten Entwicklungen auf der Plattform X. Er bezeichnete die Gegenklage als einen bedeutungslosen PR-Stunt.

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