Auch Tron mit Freifahrtschein? 

SEC vs. Justin Sun: Ist eine Einigung in Sicht?

Uniswap, Gemini, Coinbase und viele mehr konnten bereits vom Kurswechsel der US-Wertpapierbehörde profitieren. Lässt sie nun auch Justin Sun und Tron vom Haken?

Johannes Dexl
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Beitragsbild: picture alliance

| Der exzentrische Krypto-Unternehmer Justin Sun hat mit Tron wieder Oberwasser
  • Die US-Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde und Justin Sun haben ein Bundesgericht aus Manhattan gebeten, das Verfahren der Securities and Exchange Commission gegen den Krypto-Unternehmer auszusetzen, um Vergleichsgespräche zu ermöglichen.
  • In einem Antrag vom 26. Februar sagten die SEC und Sun, dass sie “gemeinsam beantragen, diesen Fall auszusetzen, um den Parteien die Möglichkeit zu geben, eine mögliche Lösung zu erkunden.”
  • Die SEC und Sun baten das Gericht um eine Frist von 60 Tagen für die Vorlage eines gemeinsamen Statusberichts, falls die Aussetzung genehmigt wird.
  • Die SEC hatte Sun im März 2023 verklagt und behauptet, dass seine Unternehmen über 600.000 Wash Trades durchgeführt hätten, um das Volumen des TRX Coins künstlich aufzublähen.
  • Die Aufsichtsbehörde erklärte zudem, sie hätten mit den Krypto-Assets Tron (TRX) und BitTorrent (BTT) nicht registrierte Wertpapiere verkauft.
  • Sun hatte die Abweisung der Klage beantragt, da der Token-Verkauf überwiegend im Ausland stattfand und die SEC daher nicht zuständig sei. Die Behörde begründete ihre Befugnis damit, dass Sun “ausgiebig” durch die USA reiste.
  • Der asiatische Krypto-Unternehmer ist der größte Investor und Berater von Trumps DeFi-Projekt World Liberty Financial. Insgesamt 75 Millionen US-Dollar der WLFI Token hat er über mehrere Tranchen erworben.
  • Die SEC stellte in den vergangenen Tagen bereits ihre Ermittlungen gegen Uniswap Labs, Gemini und weitere Unternehmen aus der Krypto-Branche ein. Von den starken Lockerungen bei der US-Wertpapierbehörde will nun auch Sun seinen Nutzen ziehen.
  • Manche Beobachter sehen in Tron daher sogar einen der größten Gewinner der Trumpschen Krypto-Renaissance. Der umstrittene Gründer der Layer 1 Blockchain spielt sich dabei immer wieder gekonnt ins Rampenlicht.
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