Deutschland und Frankreich: G20-Initiative zur Krypto-Regulierung

Quelle: ARGENTINA BUENOS AIRES NOVEMBER 2018: G20 2018 via Shutterstock

Deutschland und Frankreich: G20-Initiative zur Krypto-Regulierung

Deutschland und Frankreich haben in einem gemeinsamen Brief an die argentinische G20-Präsidentschaft gefordert, das Thema Regulierung von Kryptowährungen auf die Agenda des kommenden Gipfels zu setzen. Dort sollen internationale Lösungsansätze einwickelt werden, wie man in der Zukunft mit dem Krypto-Handel umgehen möchte.

Bereits im Januar berichteten wir von einem Treffen des derzeit geschäftsführenden Bundesfinanzministers Peter Altmeier mit seinem französischen Amtskollegen Bruno LeMaire. Bei dem Treffen wurde vereinbart, eine gemeinsame Position in der Handhabung von Kryptowährungen zu finden. Das gemeinsame Anliegen soll auf dem im März stattfindenden G20-Gipfel in Argentinien vorgebracht werden.

Genau dies ist nun bereits in schriftlicher Form geschehen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters mit Bezug auf ein ihr vorliegendes Schreiben berichtet, haben Deutschland und Frankreich einen gemeinsamen Brief an die G20-Präsidentschaft in Argentinien verfasst, auf dem dieses Thema explizit angesprochen wird. Neben den beiden Finanzministern Peter Altmaier und Bruno Le Maire waren auch die beiden Notenbankchefs Jens Weidmann und Francois Villeroy de Galhau an der Ausarbeitung beteiligt.

Finanzminister und Notenbanker schlagen vor, internationale Expertengremien – wie den für Fragen der Finanzstabilität zuständigen FSB – mit einem Bericht zu beauftragen. Zudem müsse erwogen werden, den Internationalen Währungsfonds einzuspannen. Dieser könne die Auswirkungen und Risiken von Cyber-Devisen auf Kapitalflüsse und die Finanzstabilität analysieren.

Wie aus dem am Mittwoch final verhandelten Koalitionsvertrag der künftigen deutschen Bundesregierung hervorgeht, sind die Themen Blockchain und Kryptowährungen im Bewusstsein der deutschen Politik angekommen. Dort wird der explizite Wunsch geäußert, eine umfassende Blockchain-Strategie zu entwickeln und sich für einen angemessenen Rechtsrahmen für den Handel mit Kryptowährungen und Token auf europäischer und internationaler Ebene einsetzen. Angesichts der im Kapitel zur Europäischen Union betonten deutsch-französischen Zusammenarbeit passt dieser gemeinsame Vorstoß also in die Strategie der Bundesregierung.

BTC-ECHO

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