Dank GTEC – Blockchain-Startups erhalten Preise

Dank GTEC – Blockchain-Startups erhalten Preise

Auf dem GTEC-Award konnten Blockchain-Startups in Pitches sich vorstellen und mit Glück Preise gewinnen.

nt, die Blockchain und das Internet of things zur Digitalisierung aller Aspekte des Internationalen Handels zu nutzen. Dadurch wird der Handel (und das Speichern der entsprechenden Dokumente) abgesichert und automatisiert. Für den Internationalen Handel wäre das unglaublich hilfreich, gehen demselben doch jährlich Millionen von Euro durch verlorene und gefälschte Dokumente verloren. CargoChain hatte schon beim Schanghai Hackathon in diesem Jahr einen Preis erhalten – die dort programmierte Alpha-Version des Programmes könnt ihr auf github sehen.

BenBen war das zweite Startup, das sich im Rahmen eines Pitches vorstellte. BenBen möchte eine Blockchain-basierte Datenbank aufbauen, in der ersichtlich ist, wem welche Grundstücke gehören. Motivation dafür sind Erfahrungen, die BenBen in Accra, Ghana sammelt: Dort ist die Verwaltung derart ineffizient, dass Häuser ohne die Zustimmung der Inhaber von kriminellen Dritten verkauft wurden. Bilder von Häusern, auf die die Besitzer groß “This house is NOT for sale” geschrieben haben, machen die Dramatik dieser Fragestellung klar. Mithilfe einer Plattform, deren Frontend eine interaktive Karte ist und die mit einer auf der BigChainDB basierten Blockchain-Lösung kommuniziert. In letzterer werden Besitzansprüche permanent und dezentral abgelegt, so dass nur die wahren Besitzer darüber verfügen können.

Echo aus dem Umfeld von BitShares möchte ein bekanntes Problem im Rahmen Bitcoin- (und andere Krypto-) Bezahlungen lösen. Oft ist es für Neulinge etwas nervig, sich mit irgendwelchen Public Keys auseinander zu setzen. Man möchte ja beispielsweise einem Bekannten Geld zahlen und nicht irgendeiner kruden Zeichenkette! Und so möchte man ein Social Network mit dezentralen Payment-Optionen auf der Blockchain verbinden. Es soll über diese App ebenso deutlich einfacher sein, Bezahlungen zu splitten. Schließlich soll man Zahlungen in Bitcoin und einigen anderen Währungen tätigen können.

Solar Change hat eine andere Branche mit hohem disruptiven Potential im Fokus: Mithilfe von Solar Change soll es Anreize für Menschen geben, Solarzellen auf ihre Dächer zu setzen und durch den Strom Solar Coins zu verdienen. Mithilfe von Solar Coins möchte man es ermöglichen, Energie mit anderen im Netzwerk zu handeln und Projekte im Bereich Photovoltaik funden. Außerdem möchte man die Daten, auf deren Basis der Reward berechnet wird, für eine Datenanalyse nutzen und daraus Modelle hinsichtlich der Energieeffizienz von Solarzellen oder von Smart Grids zu erstellen. Insgesamt möchte man also die Blockchain zum Einen als Reward für den kleinen Mann nutzen, zu zweiten durch die gespeicherten Daten eine Optimierung der Photovoltaik und der Grid-Technologie erreichen.

Helperbit ist ein Startup, dass dezentral Spenden und Versicherungen managen will. Es möchte hierfür die Transparenz und Effizienz der Blockchain hierfür nutzen. Man möchte damit dafür sorgen, dass beispielsweise Opfer von Naturkatastrophen oder anderen schlimmen Vorfällen schnell über ein dezentrales Netzwerk Hilfe bekommen können. Aber nicht nur eine peer to peer Hilfe hat man angedacht; auch wohltätige Organisationen sollen mit Helperbit deutlich schneller als bisher ihre Einnahmen managen und den Zuwendungsempfängern zukommen lassen.

PayPub möchte es Leuten erleichtern, brisante Informationen zu veröffentlichen. Nehmen wir beispielsweise Whistleblower, aber auch andere Content Creators, denen man Geld für bestimmte Informationen verspricht: Von beiden Seiten wird viel Vertrauen erwartet. Da man dem Whistleblower oft nicht traut, wird erst nach Erhalt der brisanten Daten zahlen – was oft für ersteren unbefriedigend ist, denn wer garantiert, dass er jetzt zu seinem Geld kommt? PayPubs Ansatz ist deshalb wie folgt: Der Inhalt vom Autor wird verschlüsselt und ist erst gegen eine vorher vereinbarte Zahlung entschlüsselt sichtbar. Vorher kann man nur einzelne, zufällig gewählte Proben ansehen, so dass auch der Interessent weiß, was er kaufen würde.

Arcade City will das dezentrale Uber sein. Fahrer und Mitfahrer können über eine App direkt miteinander in Kontakt treten und die Konditionen für die Fahrt ausmachen. Fahrer können ihre Raten vorher deutlich machen und auch andere Dienste als den einfachen Chauffeursdienst – beispielsweise Lieferungen – anbieten. Mitfahrer können sich Profile von möglichen Fahrern ansehen und den wählen, der auf sie den besten Eindruck macht. Das ganze ist auf der Ethereum-Blockchain realisiert. Die App hat in Austin schon ordentlich von sich reden gemacht und auf Facebook über 10000 Fans – das Startup ist auf keinen Fall neu auf der Bühne.

esPass ist eine intelligente, dezentrale Version von Apples Wallet sein: Man möchte Smart Contracts in die Welt der Pässe, der Coupons und der Eintrittskarten bringen. Weiterverkauf von Tickets, first-come-first-serve-Verkäufe oder Ticket Lotterien sollen einfach und schnell über esPass möglich sein. Des weiteren sollen early-bird-sales oder Auktionen über smart Contracts automatisiert werden. Die ersten Schritte wurden getan, so dass man schon jetzt Eintrittskarten auf der Ethereum Blockchain realisieren könnte, wobei die Eintrittskarten dann als Tokens auf der Blockchain existieren.

itp Innovative Technologie Projekte GmbH ist ein Softwareberatungs- und -Entwicklungsunternehmen, dass beim GTEC-Award ein Projekt vorstellte, bei dem der Aufbau von smarten, lokalen Grids die Betreiber mit Geldern für ihren Einsatz belohnen würde. In der Hinsicht erinnert das Projekt an Solar Change, aber setzt mehr auf den Idealismus der Leute, die regenerative Energien unterstützen: Über die Blockchain soll man Betreibern der Smart Grids mit Spenden helfen, wobei die Spendengröße abhängig vom eingespeisten Volumen ist. Die Berechnung der Spenden soll durch einen Smart Contract auf der Blockchain erfolgen.

Plutus möchte, ähnlich wie Echo, Bitcoin-Bezahlungen vereinfachen. Dabei hat Plutus das Ziel, Bitcoin mit der schon heute existierenden Infrastruktur zu verbinden. Man kann mit dieser App in jedem Laden, der Bezahlungen über NFC unterstützt, mit Bitcoin zahlen. Die Konversion von Bitcoin zu Fiat wird über eine DApp (eine dezentrale Applikation) auf der Ethereum Blockchain geregelt. Die Nutzung von Plutus für solche Zahlungen soll über digitale Token namens Plutons entlohnt werden – sozusagen als dezentrale Alternative zu cash-back auf Kreditkarten.

clipperz hat eine dezentrale, permanente Dokumentenablage als Ziel, mit der geistiges Eigentum ohne einen Mittelsmann (und einen entsprechenden Verwaltungsapparat) garantiert werden soll. Statt über Patente will clipperz Dokumente auf der Bitcoin Blockchain registrieren. Mit einem Zertifikat soll der Besitz, die Existenz und die Integrität dieser Dokumente geregelt sein. Dieses Zertifikat wird nicht von Anwälten erstellt, sondern soll über eine mathematische Verschlüsselung garantiert sein. Weltweit würde man dieses Zertifikat überprüfen können. Man hätte also einen weltweiten Patent-Dienst geschaffen, der ohne Mittelsmann auskommt.

FOAM schließlich hat einen ganz anderen Sektor im Blick und möchte ein dezentrales Architekturbüro sein (decentral architectural office in Anlehnung an die DAO), sozusagen eine Projektmanagement und Crowdfunding Plattform in einem. Über FOAM können Architekten mit einander kooperieren, Teams managen, Projekte starten und Gelder von Crowd Investoren erhalten. Damit sollen Architekten, aber auch durchschnittliche Leute, die zu Stakeholdern werden können, zusammenbringen. Das Ganze soll auf der Blockchain abgebildet sein.

Ein Abend mit GTEC

Nach den Pitches, zwei kurzen Impulsvorträgen von Thomas Birr (Head of Strategy & Innovation bei RWE AG) und Thomas Hessler (einer der Gründer von Globumbus) und einer Q&A-Runde, die zu einem großen Teil auf Fragen von Leuten aus dem Publikum basierte, zog die Jury sich zurück, während der Rest auf einer Webseite einen Favoriten herauspickte.

Das Ergebnis war eindeutig: Platz eins ging an Arcade City, Platz zwei an CargoChain und Platz drei an Clipperz. Der vom Publikum vergebende Preis ging an sich auch an Arcade City, die jedoch den Preis dankend ablehnten und sagten, dass die, die am zweitmeisten Stimmen aus dem Publikum bekamen, ihn bekommen sollen. So bekam Helpberbit die 5000 Euro. Schöne Geste!

Insgesamt war es ein sehr schöner Abend, an dem man einige bekannte Gesichter der Blockchain-Szene treffen konnte und später bei Bier, Brezeln und Brötchen über Bitcoin und Blockchain fabulieren konnte.

Der Abend wurde, wie auch der Preis, vom RWE Innovation Hub und Globumbus gesponsert. Dass mit Globumbus ein großer Investor in der Entrepreneur-Szene und mit dem RWE Innovation Hub das Innovationslabor von einem der Energieversorger Deutschlands einen Wettbewerb im Rahmen der Blockchain-Industrie ausrichten, zeigt, was für Wellen die Blockchain inzwischen schlägt und wie wichtig diese Technologie in der Zukunft sein wird.

Veranstaltungen wie dieser Award im Herzen von Berlin werden ihren Teil dazu beitragen, dass Bitcoin, Ethereum und die Blockchain im Allgemeinen mit immer mehr use cases aufwarten können wird und so immer mehr angenommen wird. Vielen Dank in der Hinsicht an GTEC, an die Organisatoren und an die Sponsoren für diesen Abend!

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