Credit Suisse plant für 2018 den Start einer blockchain-basierten Darlehens-Plattform

Eine Gruppe von Banken, die von der Credit Suisse geführt wird, arbeitet an der Markteinführung einer kommerziellen Plattform für blockchain-basierte Konsortialkredite.

Im Gespräch mit dem Finanzmagazin EuroMoney sagte Emmanuel Aidoo, der die Credit Suisse Blockchain-Gruppe leitet, dass die Verhandlungen über syndizierte Darlehen (gemeinschaftlich vergebene Kredite) gut fortschreiten. Bereits seit dem vergangenen Herbst laufen die Arbeiten an dem Projekt.

Die Idee von Credit Suisse

Aidoo sagt in einem Statement:

„Wir arbeiten daran, ein paar Dutzend kleinere Darlehenstransaktionen, an denen wir oder eine andere teilnehmende Bank der Agent ist, durchzuführen. Das Ganze soll über eine Distributed Ledger Plattform anhand von Smart Contracts funktionieren. Geplant ist eine funktionsfähige Version für das nächste Jahr.“

Die beteiligte Gruppe beendete die zweite Testphase ihrer Prüfung im März. Konzeptionell sieht der Test vor, einen syndizierten Kreditmarkt, basierend auf der Blockchain, zu schaffen. Mehrere Kreditgeber bündeln dabei ihr Kapital für einzelne Kreditnehmer. Die Gruppe hofft, dass die Technologie die Barrieren zwischen den Parteien reduzieren kann und auf diese Weise Zeit und Kosten reduziert werden. Durch die Einsparungen kann das notwendige Kapital zur Verfügung gestellt werden.

Der Einsatz von Smart Contracts soll dazu führen, die Turnaround-Zeiten zu reduzieren und die Attraktivität des Marktes für potenzielle Kreditgeber und Investoren zu erhöhen.

„Für viele Anleger, einschließlich Investmentfonds und institutionelle Vermögensverwalter, könnten die Darlehen interessant sein, die als ‚Senior‘ in ihrer Kapitalstruktur eingestuft werden. Bislang werden viele dieser Anleger davon abgeschreckt, wie lange es dauert, solche Darlehensgeschäfte zu regeln”, so Aidoo.

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