Continental, Siemens und Commerzbank testen „Blockchain“ im Geldmarkt

Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Quelle: Shutterstock.com

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Continental, die Commerzbank und Siemens vermelden ihre erste erfolgreiche „Blockchain“-Transaktion. Dank der Corda-Technologie des Bankenkonsortiums R3 konnte die Testtransaktion innerhalb weniger Minuten abgewickelt werden.

Die Zahl der Unternehmen, die die Distributed-Ledger-Technologie (DLT) für die Abwicklung von Transaktionen für sich entdecken, wächst weiter. Der Reifenhersteller Continental vermeldet sein erstes Wertpapiergeschäft, das vollständig über die DLT ablief. Bei einer Testtransaktion erwarb Siemens als Investor ein Geldmarktwertpapier mit einem Volumen von 100.000 Euro von Continental. Der Prozess, der üblicherweise mehrere Tage in Anspruch nimmt, konnte von der Commerzbank in wenigen Minuten abgewickelt werden. Das gaben die beteiligten Unternehmen am 21. Februar in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt.

Während Märkte und Technologien sich kontinuierlich verändern, bleibt die partnerschaftliche Beziehung zum Kunden ein wichtiges Gut. Wir sind froh, dass wir unsere Kunden durch Transaktionen wie diese auf dem Weg der digitalen Transformation begleiten dürfen.

konstatiert der Bereichsvorstand Capital Markets der Commerzbank.

Für Stefan Scholz, Leiter von Finance & Treasury bei Continental, konnte das Pilotprojekt das Potenzial der DLT beweisen:

Noch schneller und effektiver dank Blockchain. Mit unseren Projektpartnern Siemens und der Commerzbank haben wir eine Möglichkeit der Anwendung von Blockchain im Finanzbereich getestet und genau das bewiesen. Ich bin stolz auf diese Pionierleistung. In verschiedenen Bereichen in unseren Unternehmen haben wir neue Erfahrungen gesammelt – sowohl in technischer und rechtlicher Hinsicht als auch bei der Verzahnung der Fachabteilungen untereinander.

Die technische Grundlage bilde die Corda-Plattform des Bankenkonsortiums R3, die die Commerzbank-eigene Forschungs- und Entwicklungseinheit Main Incubator zur Verfügung stellte.

Das alte Lied: Corda ist keine Blockchain

Auch die Landesbank Baden-Württemberg griff für ihre ersten Gehversuche im DLT-Bereich auf die Corda-Technologie zurück. Am 19. Februar meldete die LBBW ebenfalls die erfolgreiche Emission eines Geldmarktpapiers auf Basis der DLT.

Was die Meldungen der LBBW und der Commerzbank außerdem verbindet, ist die Verballhornung des Wortes „Blockchain“. Anders als beispielsweise bei Bitcoin, gibt es bei Corda kein öffentlich einsehbares Transaktionsbuch.

Das Opfer der Transparenz auf dem Altar der Privatsphäre ergibt aus Bankensicht durchaus Sinn. Ohne den Aspekt der öffentlichen Nachvollziehbarkeit bleibt Corda jedoch eine Enterprise-DLT, die keine Blockchain ist.


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