Coinbase: Bitcoin-Börse will mit Versicherungsunternehmen kooperieren

Polina Khubbeeva

von Polina Khubbeeva

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Polina Khubbeeva

Polina Khubbeeva studiert Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin. Im Studium setzt sie sich besonders intensiv mit dem Verhältnis von Macht und Raum auseinander, weshalb Kryptowährungen für sie besonders im Hinblick auf globale Machtverschiebungen spannend sind.

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Coinbase will Eigenversicherer

Quelle: Shutterstock

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Marktgigant Coinbase will sein Versicherungsgeschäft in die eigene Hand nehmen und einen Eigenversicherer gründen. Dabei erhält das Unternehmen Insiderinformationen zufolge Hilfe von Aon. Der Londoner Risikoversicherer berät die Bitcoin-Börse bei der möglichen Gestaltung eines Eigenversicherers. Der Bedarf an Versicherungskonzepten für Krypto-Unternehmen ist hoch. Bisher fehlen befriedigende Lösungen. Coinbase könnte ein Modell für sich entwickeln. Kleineren Krypto-Firmen ist damit aber noch nicht geholfen.

Die Kryptobörse Coinbase führt Gespräche mit dem britischen Versicherungsunternehmen Aon. Ziel dieser Gespräche ist die mögliche Gründung eines Eigenversicherers für die Krypto-Company. Dies verriet Coinbase am 10. Juli der Nachrichtenseite Coindesk.

Marktlücke: Versicherungen für Krypto-Firmen

Der neu gegründete Eigenversicherer erarbeitet den Plänen zufolge exklusiv Versicherungskonzepte für Coinbase. Das Unternehmen untersteht zu 100 Prozent dem Mutterkonzern. Es deckt dabei Risiken ab, die im Zusammenhang mit dem Handel von Kryptowährungen stehen.

Bisher gestaltet sich das Versichern von Krypto-Unternehmen eher schwierig. Das Risiko unbekannter Sicherheitslücken und hoher Verluste schreckt konventionelle Versicherer bislang ab. Auch Veruntreuungen, Systemfehler und Hacker-Angriffe gehören zu den nicht kalkulierbaren Gefahren im Krypto-Geschäft. Große Firmen wie Kraken und Huobi sichern sich derweil eigenständig ab, indem sie Coins beiseitelegen. Diese werden im Falle eines Hacks vielleicht zur letzten Rettung vor dem Bankrott.

Coinbase und Aon suchen offensichtlich nach einer mittelfristigen Einzellösung für das Problem. Ein Patentrezept für das Versicherungsdilemma von Krypto-Firmen ist es nicht. Vor allem kleinere Unternehmen leiden somit unter der aktuellen Situation. Dies kann sich in Zeiten häufiger Hacker-Angriffe sogar destabilisierend auf den gesamten Markt auswirken. Schließlich sind es die vielen kleinen Firmen, die die Basis des Systems bilden.

Dessen ist sich Coinbase aber wohl bewusst. In dem Coindesk-Report äußerte das Unternehmen nämlich die Hoffnung, mit seinem Versicherungskonzept zu einer Verbesserung des Gesamtzustandes am Markt beizutragen. Das Argument: Im Gegensatz zu nicht-institutionalisierten Eigenversicherungsmodellen ist der legalisierte und reglementierte Eigenversicherer von Coinbase stabiler. Laut Aon ziehen bereits zahlreiche Klienten aus dem Krpto-Bereich eine solche Lösung in Erwägung. Das Beispiel Coinbase wirkt sich bei Erfolg also möglicherweise attraktiv auf andere Firmen aus.

Über Coinbase

Coinbase ist eine Bitcoin-Börse mit Sitz in San Francisco. Sie überschritt als erstes Krypto-Unternehmen die Bewertung von einer Milliarde US-Dollar im Jahr 2017. Damit zählt Coinbase zu den wertvollsten Krypto-Unternehmen der Welt.

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