Cannabis-Tracking auf der Blockchain: Bald auch in US-Drugstores?

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Cannabis-Tracking auf der Blockchain: Bald auch in US-Drugstores?

Die Nutzung von Blockchain für das Tracking von medizinischem Cannabis weckt international Interesse. Nach Kanada erwägen nun scheinbar auch Pharmaketten in den USA, die Blockchain-Technologie dafür zu nutzen. An einem entsprechenden  Pilotprojekt der größten kanadischen Drogeriekette Shoppers Drug Mart nehmen etwa 1.300 Apotheken teil. Während Blockchain-Tracking von Pharmaprodukten seit geraumer Zeit Beachtung im Gesundheitswesen findet, ist die Anwendung der Technologie bei Cannabis neu. Laut Shopper-CEO Weisbrod könnte sie die Branche revolutionieren.

Die Legalisierung von Cannabis in Kanada wirkt sich auch auf die Blockchain-Industrie im Land aus. Beispielsweise nimmt Kanadas größte Pharmakette Shoppers Drug Mart gemeinsam mit TruTrace Technologies Inc. an einem Pilotprogramm für das Tracking von medizinischem Cannabis über die Blockchain teil.

Der Kollaboration gehören dabei etwa 1.300 Apotheken landesweit an. Sie nutzen die Blockchain-Technologie, um Cannabis-Produkte zu verifizieren und zu verfolgen. Nun sollen sich auch große US-Drugstores wie CVS Health Corp. und Walgreens Boots Alliance Inc. für das Verfahren interessieren.

Revolutionierung der Cannabis-Industrie?

„Das ist die Zukunft von medizinischem Cannabis auf der Welt“, verkündet Shoppers Vice President Ken Weisbrod stolz auf dem World Cannabis Congress in Saint John, New Brunswick. Wie das Wirtschaftsmedium Bloomberg am 17. Juni berichtete, nutzen bald auch US-amerikanische Drogerieketten blockchainbasierte Tracking-Systeme für medizinisches Cannabis.

Auch TruTrace, die IT-Firma mit Sitz in LA, welche sich an dem Shoppers-Pilotprogramm in Kanada beteiligt, zeigt sich optimistisch. Insbesondere seit der Legalisierung von Cannabidiol in den USA bietet sich eine Marktlücke für Blockchain-Sicherheitssysteme. Denn einige Produkte wiesen einen zu niedrigen (oder sogar nicht vorhandenen) Gehalt an CBD auf. Marktgiganten wie CVS und Walgreens brauchen somit verlässliche Verifizierungsverfahren für ihre Cannabis-Produkte.


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„Wir hoffen, dass der Erfolg mit Shoppers zu einer ähnlichen Beziehung mit den Walgreens und CVSs dieser Welt führen wird“, äußert sich TruTRace-CEO Robert Galarza bei einem Interview am Rande der Cannabis-Konferenz. „Es gibt noch Skepsis seitens der Medizinindustrie und wir versuchen dabei zu helfen, diese zu beseitigen; All das lässt sich auf Informationen herunterbrechen. Informationen sind Macht, Daten sind Macht.“

Damit spielt Galarza auf die branchenrevolutionierende Wirkung dezentraler Speichersysteme an. Tatsächlich ist die Gesundheitsökonomie schon länger an der Blockchain-Technologie interessiert. Neben innovativen Ansätzen, beispielsweise im Kampf gegen Medikamentenfälschungen, gibt es aber auch kritische Zurückhaltung. Ein Beispiel dafür sind Aussagen des deutschen Gesundheitsministers Jens Spahn, der die Blockchain-Technologie für nicht erforscht genug hält, um sie in der staatlichen Gesundheitsverwaltung anzuwenden.

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