Bitmain: E-Mail leakt Geschäftsergebnisse von Mining-Riese

Max Kuhlmann

von Max Kuhlmann

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Max Kuhlmann

Max Kuhlmann ist ein Universalist: Als Politikwissenschaftler, Kinderbuchautor, Qi-Gong-Lehrer, Werbesprecher und Erzieher hat er Einblick in viele Welten. Das verbindende Element all dieser Welten ist das Geldsystem, weshalb es aus seiner Sicht so wichtig ist, sich für ein gerechtes Geldwesen einzusetzen. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich daher mit diesem Thema, wobei sein derzeitiger Fokus auf den Digitalwährungen rund um Bitcoin liegt.

Quelle: Double exposure of graph and rows of coins for finance and business concept via Shutterstock

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Durch die E-Mail einer offenbar unternehmensnahen Quelle sind pikante Details über die Finanzen der weltweit größten Mining-Firma bekannt geworden. Demnach habe der Branchenriese Bitmain alleine im ersten Quartal 2018 einen satten Gewinn von 1,1 Milliarden US-Dollar erzielt. Anscheinend plant der chinesische Mining-Riese auch den Börsengang in Form eines IPO (Initial Public Offering).

Die E-Mail wurde in den letzten Tagen dem Wirtschaftsmagazin Fortune aus anonymer Quelle zugespielt. Neben dem Quartalsergebnis und dem möglicherweise geplanten Börsengang wurden auch die weiteren Gewinnerwartungen für 2018 bekannt. Vorsichtige Schätzungen gehen von einem Profit von zwei und bis drei Milliarden US-Dollar aus. Während der Gesamtwert des Unternehmens noch Anfang Mai auf etwa 12 Milliarden US-Dollar geschätzt wurde, so sei er laut der E-Mail in den letzten Monaten auf etwa 14 Milliarden US-Dollar angestiegen. Solche Zahlen zu erhalten, ist insofern bemerkenswert als bisher Daten rund um Bitmain in einen Mantel des Schweigens gehüllt zu sein schienen.


Seit der Firmengründung vor fünf Jahren hüllt sich Bitmain in Schweigen. Nach und nach lüftet der CEO Jihan Wu jetzt den Schleier.

Auch wenn die geleakte E-Mail anscheinend ein Fauxpas war: Bereits seit mehreren Monaten wird der CEO des Mining-Giganten offenbar auskunftsfreudiger. So verriet er bereits, dass sich der Gewinn für 2017 auf etwa 2,5 Milliarden US-Dollar belief und dass er und sein Co-Founder Micree Zhan über 60 Prozent des Unternehmens besäßen.

Zudem berichtete er schon von Bitmains Expansionsplänen in die USA. Eine höhere Präsenz seiner Firma in Übersee könne demnach etwa helfen, Mining auch in den USA „profitabler zu gestalten“ und dort „zusätzliche Arbeitsplätze generieren“. Ein anderer Hintergrund – so gab der CEO zu – sei die starke staatliche Regulierung von Mining in China, die man auf diese Weise umgehen könne. Sollte diese noch stärker werden, sei ein Ausweichen in andere Länder unumgänglich.

Was steckt wirklich hinter der geleakten Mail?

Die geleakte E-Mail weiß nur Positives über Bitmain zu berichten. Top-Quartalsergebnisse, hohe Gewinnerwartungen und ein baldiger Börsengang, an dem sich mögliche Investoren beteiligen können. Hier stellt sich natürlich die Frage, inwiefern interne Kreise nicht bei der Veröffentlichung nachgeholfen oder zumindest zugestimmt haben könnten. Denn als Werbung für einen künftigen Börsengang in Verbindung mit einem IPO macht sie sich immerhin sehr gut.

BTC-ECHO

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