Bitcoin-Kurs kämpft mit 10.000 US-Dollar

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Bitcoin-Kurs kämpft mit 10.000 US-Dollar

Der Bitcoin-Kurs verlor in den letzten 24 Stunden stark an Fahrt. Mit knapp 10 Prozent Minus im Vergleich zum Vortag liegt er bei aktuell 10.180 US-Dollar. Unterhalb dieser Marke befand er sich bisher nur kurz. Hält die 10.000 US-Dollar-Marke?

Der Bitcoin-Kurs schreibt rote Zahlen. Mit zehn Prozent musste die größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung in den letzten 24 Stunden über 1.000 US-Dollar an Stärke einbüßen. Ähnlich sieht es im Wochenrückblick aus. Dort sank der Bitcoin-Kurs um knapp elf Prozent.

Krypto-Kurse: Ripple (XRP), Ethereum (ETH) und IOTA (IOTA) im Sinkflug

Wie so oft am Krypto-Markt, zieht der Bitcoin-Kurs seine Leidensgenossen gleich mit Richtung Süden. So stürzte Ethereums Ether-Kurs innerhalb eines Tages um knappe 18 Prozent. Aktuell liegt der Ethereum-Kurs (Ether) damit bei 220 US-Dollar.

Auch der Ripple-Kurs bzw. der XRP-Token kämpft mit Einbußen. So verlor die Kryptowährung Nummer Drei in den letzten 24 Stunden sechs Prozent und notiert derzeit bei 0,312 US-Dollar.

Der IOTA-Kurs und der IOTA-Token liegt aktuell bei knapp 0,29 US-Dollar. Somit verlor der IOTA-Kurs innerhalb eines Tages über 13 Prozent.

Bitcoin Wale in ruhigen Gewässern

Während bei starken Kursbewegungen ein Blick ins Walfischbecken von Whale Alert oft aufschlussreich ist, war es dort in den vergangenen Stunden relativ ruhig. So verzeichnen die Blockchain-Analysten lediglich zwei größere Bitcoin-Bewegungen in den letzten 24 Stunden. Demnach bewegten BTC-Wale am 14. Juli 975 Einheiten der größten Kryptowährung.

Die technische Analyse zum Bitcoin-Kurs

Die technische Analyse des Bitcoin-Kurs liefert wie immer unser Chief Analyst Dr. Philipp Giese.

Der Bitcoin-Kurs testete vorgestern den Support eines seit Ende Juni durchlaufenen Triangle-Patterns, fiel unter diesen Support und setzt diese Bewegung abwärts nun weiter fort. Aktuell wird der gleitende Mittelwert der letzten 50 Tage getestet.

Ein Blick auf die Indikatoren stimmt sorgenvoll: Der RSI steht unter 50 und ist so niedrig, wie er seit Februar 2019 nicht mehr war. Ebenso ist der MACD negativ und fallend. Einzig der Aroon-Indikator ist noch unentschieden. Insgesamt ist der Eindruck bearish und bestätigt die Mahnung zur Vorsicht, die wir vor einigen Wochen gepostet haben: Der aktuelle Bull Run wird zweifellos getestet. Sollte der Kurs am MA50 bei ungefähr 9.855 US-Dollar nachhaltig abprallen könnte der Kurs wieder zu Julihöhen zurückkehren.

Eine Long Position mit einem Stop Loss auf Höhe des MA50 mit Targets bei 11.378,99 US-Dollar und 13.200 US-Dollar bietet sich dann an. Fällt der Bitcoin-Kurs jedoch nachhaltig unter den MA50 könnte man eher über eine Short Position nachdenken, den Stop Loss wieder bei 9.855 US-Dollar setzen und als Target 8.021,10 US-Dollar anpeilen. Darunter wäre das nächste wichtige Ziel bei ungefähr 6.800 US-Dollar zu finden: Hier liegt der gleitende Mittelwert der letzten 20 Wochen, ein wichtiger Support in Zeiten des Bullenmarktes.

Für Ethereum und insbesondere XRP sieht die Lage noch dramatischer aus: Ethereum liegt nun unter dem zwischen Mai und Juni bestehenden Plateau und steht kurz vor einem Test des gleitenden Mittelwerts der letzten 20 Wochen. Wie auch bei Bitcoin sprechen die Indikatoren eine bearishe Sprache. XRP ist inzwischen unter den MA20 im Wochenchart gefallen und hat alle Gewinne, die Ripple im Zuge des Kurspumps von Anfang Mai vorweisen konnte, inzwischen wieder abgegeben.

Fundamental besteht kein Grund zur Sorge

Zwar hat sich US-Präsident Donald Trump letzte Woche negativ über Kryptowährungen geäußert. Von einer direkten Einwirkung auf die Krypto-Kurse ist aber aufgrund dieser Äußerung nicht einzugehen, setzten diese sich doch erst mit etwas Zeitverzögerung in Bewegung. Auf lange Sicht entwickelt sich das BTC-Ökosystem nach wie vor positiv. Dementsprechend erlaubte etwa die US-amerikanische Securities and Exchange Commission letzte Woche den ersten STO auf US-Boden. Auch sind die Hash Rate sowie die Dominanz der größten Kryptowährung steigend und auf vergleichsweise hohen Leveln.

Dennoch gibt es noch viel zu tun, um dem BTC-Umfeld zu mehr Stabilität zu verhelfen. Denn nach wie vor sind Exit Scams und Betrugsversuche im Blockchain-Umfeld keine Seltenheit. Hier gilt es für die Community, an der internen Sicherheit zu arbeiten.

Zunächst gilt es jedenfalls, die 10.000 US-Dollar-Marke des Bitcoin-Kurses im Auge zu behalten. Diese gilt nach wie vor als psychologisch wichtig.

Disclaimer: Die Charts wurden mit Hilfe von TradingView angefertigt. Dargestellt ist die Entwicklung des Bitcoin-Kurses auf Basis des Wertepaars BTC/USD auf Bitstamp.

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