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Bitcoin First: Investmentgruppe will autarkes Bitcoin-Mining

Max Halder

von Max Halder

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Max Halder

Max Halder kaufte 2011 seinen ersten Bitcoin. Er studierte Chemie und Pharmakologie an der Universität Regensburg und graduierte 2016 mit einem Master of Science. Seither setzt er sich als Pädagoge und freiberuflicher Dozent in einer Suchtklinik und in Förderzentren für Aufklärung und Bildung ein.

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Quelle: Shutterstock

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Ein US-amerikansiches Unternehmen will in Texas eine Bitcoin-Mining-Farm aufbauen. Eigener Strom, eigene Hardware, eigene Bitcoin. Vorzeichen einer Kehrtwende beim Krypto-Investment.

Derivate von Bitcoin haben in den letzten Monaten Konjunktur gehabt. Viele Fonds sind entstanden, darunter der weltweit größte namens Grayscale Bitcoin Trust Fund. Auch Termingeschäfte mit Bitcoin, sprich Wetten auf den Kursanstieg bzw. -verfall, gehören in diese Kategorie. Dabei konnte man beobachten, dass viele der angebotenen Finanzprodukte nur mehr indirekt mit Bitcoin zu tun hatten. Von einer in Kalifornien ansässigen Investmentfirma, Layer1, ist nun eine Kehrtwende bekannt geworden. Wie das Newsoutlet TheBlockCrypto berichtet, wolle das Unternehmen seine Gelder nicht weiter in wenig transparente Finanzprodukte investieren. Stattdessen schwebt Layer1 eine autarke Bitcoin-Mining-Farm vor.

Kampf der Zentralisierung

Zentralisierung im Mining-Geschäft wird immer wieder kritisch in den Blick genommen. Wie aus einer wissenschaftlichen Publikation im Oktober 2018 hervorgeht, sind 70 Prozent der Mining Power in China angesiedelt. Auch der weltweit führende Hersteller für Mining Hardware, Bitmain, ist ein chinesisches Unternehmen. Die Gründe hierfür liegen auch in den niedrigen Energiepreisen in China. Und eben dieser Grund führt Alexander Liegl, Mitgründer von Layer1, nach Texas:

Die Strompreise in Texas waren schon immer niedrig. Doch bisher hat niemand aus der Mining-Industrie Profit daraus geschlagen, weil die entsprechende Kühlungstechnik gefehlt hat.

Unabhängigkeit von China – mit China?

Für das Problem der Kühlung fand Liegl laut eigener Angaben eine Lösung, die lediglich „3 Prozent“ des gesamten Energieaufwandes ausmache. Neben diesem technischen Know-how legen Liegl und Kollegen vor allem auf Unabhängigkeit wert. So wollen sie jeden einzelnen Schritt des Bitcoin Minings selbst in der Hand haben: vom Strom über die Hardware bis zu den Bitcoins. Wie es weiter heißt, habe sich Layer1 mit einem in Peking ansässigen Unternehmen in der Halbleiterbranche zusammengetan. Man kommt an dieser Stelle nicht umhin, die angedeutete Maxime der Unabhängigkeit für etwas zu hoch gegriffen zu halten. Diese selbstkritische Reflexion ist bei Liegl jedoch nicht zu finden:

Wir gehen davon aus, dass unsere [Computer-]Chips für mindestens acht Jahre konkurrenzfähig sind. [Wenn man das will], muss man die Sache in die eigene Hand nehmen. Wir verfügen auch über ein eigenes Umspannwerk: Viel näher kann man einem eigenen Kraftwerk kaum kommen.

Bitcoin Mining auf dem Vormarsch


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Auch hier könnte man fragen: Warum keine Windräder, warum keine Solarenergie? Die mit 200 Millionen US-Dollar angepeilte Mining-Farm wurde von Investoren, darunter Peter Thiel, zuletzt mit 50 Millionen US-Dollar gefüttert. Über wie viel Mining Power die neue Farm insgesamt verfügen soll, geht indessen nicht aus dem Beitrag hervor. Doch „eine symmetrischere Verteilung der Hash Power dürfte sich positiv auf die Community sowie auf Bitcoin selbst auswirken“, so Liegl abschließend. Ungeachtet dessen, gab Bitmain zuletzt den Release ihres neuen ASIC-Miner bekannt. Wie gut, dass Konkurrenz schon häufig belebend war.


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