SegWit: Bitcoin Core Developer kritisieren Skalierungsbeschluss

SegWit: Bitcoin Core Developer kritisieren Skalierungsbeschluss

Diese Woche haben sich Unternehmen und SegWit-Vertreter auf der Consenus 2017 auf einen SegWit-Lösungsansatz in der Bitcoin-Skalierungsdebatte geeinigt, der im September durchgesetzt werden soll – Kritik seitens der Bitcoin Core Entwickler ließ daraufhin nicht auf sich warten.

In der Vereinbarung erklären die Unternehmen SegWit bereits bei einer Mehrheit im Bitcoin-Netzwerk von 80% zu aktivieren. Zudem soll zeitnah eine Hard Fork erfolgen, um eine Skalierung der Blöcke von 1 MB auf 2 MB bewirken.

Der Skalierungsbeschluss geht auf die Digital Currency Group (DCG) sowie 56 andere Unternehmen, die insgesamt fast 83% der Hashing-Power im Netzwerk besitzen, zurück.

Die Kritik am SegWit-Beschluss

Von vielen Bitcoin Core Vertretern wird dieser Beschluss sehr kritisch gesehen und der Zeitrahmen als unrealistisch betrachtet. Schließlich war ursprünglich eine Mehrheit von 95% zur Umstellung auf SegWit vorgesehen und nicht nur 80%, wie im neuen Beschluss. Bevor es also zu einer Umstellung kommen kann, muss demnach erst eine Änderung in den bisherigen Statuten erfolgen. Konkret wäre dazu ein Soft Fork an der 95%-Schwelle notwendig, wie aus den Twitter-Posts der Bitcoin Core Developer Greg Maxwell und Matt Corallo hervorgeht.

Des Weiteren wird moniert, dass im Vorfeld ausreichende Tests gemacht werden müssen, die auch die Bitcoin Core Developer miteinbeziehen. Diese fühlen sich entsprechend etwas übergangen von der SegWit-Entscheidung auf der Consenus 2017.

BTC-ECHO

Über Sven Wagenknecht

Sven WagenknechtSven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO und verantwortet neben der redaktionellen Planung auch den Bereich Business Development. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

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