ZCash: Kursanstieg nach Listung auf Gemini

Die US-amerikanische Kryptobörse Gemini listet nun auch ZCash, Litecoin und Bitcoin Cash. Die von den Winklevoss betriebene Kryptobörse verlieh damit offenbar vor allem der Kryptowährung ZCash einen Anstoss. 



Und plötzlich steigt die ZCash-Rakete Richtung Mond. Mit einem Kurs von knapp 400 Euro und einem 24-Stunden-Anstieg von derzeit 44 Prozent konnte die Kryptowährung gehörig zulegen. Während der wöchentliche Anstieg bei „nur“ 24,63 Prozent liegt, liegt das monatliche Wachstum bei stolzen 59 Prozent. Das 24-Stunden-Handelsvolumen liegt bei 398 Millionen Euro, die Marktkapitalisierung bei 1,2 Milliarden Euro. Nach Marktkapitalisierung liegt ZCash damit auf Platz 23 im Gesamtranking.

Wie Reuters berichtet, ist Gemini mit der offiziellen Listung von ZCash die erste Kryptobörse, auf dem die Kryptowährung gehandelt werden kann.

ZCash setzt vor allem auf Anonymität. Der größte Unterschied zu Kryptowährungen wie Bitcoin ist die Anwendung sogenannter Zero Knowledge Proofs (ZKP) im ZCash-Protokoll. Der ZKP ist eine relativ neue Errungenschaft in der Kryptographie. In ZCash lässt sich also die Richtigkeit einer Transaktion mathematisch beweisen, ohne deren Inhalt preiszugeben. Die ZKPs ermöglichen damit eine Blackbox in der Blockchain, bei der die Eigentümer und das Eigentum selbst komplett unsichtbar sind.

Listung auf Gemini hatte Signalwirkung

Die Genehmigung, ZCash künftig auf Gemini handeln zu dürfen, hatte offenbar eine Signalwirkung bei vielen zuvor verunsicherten Anlegern. Aufgrund der unklaren regulatorischen Lage, waren viele potentielle Anleger skeptisch, in die Kryptowährung einzusteigen. Cameron Winklevoss erklärte Bloomberg dahingehend:

„Ein Grund, warum Coins wie ZCash eine niedrigere Marktkapitalisierung haben, ist, weil sich die Menschen unsicher sind, ob die Regulatoren mit dieser Art von Technologie warm werden. Der heutige Tag [14. Mai, Listung von ZCash auf Gemini] zeigt, dass sich Regulatoren durch Bildung und Zusammenarbeit […] mit der Privacy-Technologie anfreunden können.“

Die Winklevoss-Brüder hatten im Jahr 2008 eine Einigung von 65 Millionen US-Dollar im Streit über die Grundidee für Facebook erreicht. Seitdem waren sie immer wieder als Krypto-Investoren und Verfechter der Technologie in Erscheinung getreten.

BTC-ECHO

Über Phillip Horch

Phillip HorchPhillip Horch hat im Oktober 2017 sein Masterstudium in Literatur-Kunst-Medien an der Uni Konstanz abgeschlossen und arbeitet seitdem als freier Journalist. Bereits während seinem Studium hat er für verschiedene Magazine geschrieben und fasst nun in Berlin Fuß. Im Fokus seines journalistischen Schaffens stehen vor allem die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung, sodass er sich seit einiger Zeit auch mit dem Themenkomplex Blockchain und Kryptowährungen befasst.

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