Weltbank, Weltbank: Blockchain-Technologien wie Ripple können internationalen Zahlungsverkehr beflügeln
Weltbank, Weltbank: Blockchain-Technologien wie Ripple können internationalen Zahlungsverkehr beflügeln

Quelle: Shutterstock

Weltbank: Blockchain-Technologien wie Ripple können internationalen Zahlungsverkehr beflügeln

Nach Ansicht der Weltbank können Blockchain-Technologien den internationalen Zahlungsverkehr beflügeln. Transferlösungen wie Ripple könnten einerseits Gebühren einsparen und andererseits Transaktionen beschleunigen. Damit würde deren Einsatz künftig vor allem Entwicklungsländern helfen. Dennoch warnt die Entwicklungsbank vor Übermut: Zahlreiche Stolpersteine wie etwa Sicherheitsbedenken ständen der Blockchain-Nutzung im Wege.

>

Wer Geld von einem Land ins andere senden will, braucht seit jeher vor allem zweierlei: Geduld und Geld. Denn der internationale Zahlungsverkehr ist schwerfällig. Grenzübergreifende Transaktionen sind oft von vielerlei Zwischenstellen wie Banken und Dienstleistern abhängig. Oft werden sie durch verschiedene Zeitzonen und Arbeitsmethoden gelähmt. Nicht selten türmen sich Gebühren.

Dies ist vor allem für Entwicklungsländer ein Problem, deren Wirtschaft wenig flexibel und von Krediten aus dem Ausland abhängig ist.


Weltbank, Weltbank: Blockchain-Technologien wie Ripple können internationalen Zahlungsverkehr beflügeln
[Anzeige]
Bitcoin, Ethereum, Ripple, IOTA und die bekanntesten Kryptowährungen auf Plus500 handeln. Warum Plus500? Kostenloses Demo-Konto; Mobile Trading-App; Einzahlungen per PayPal; große Auswahl an verschiedenen Finanzprodukten (Kryptowährungen, Aktien, Rohstoffe, ETFs, Devisen, Indizies).

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Nach Ansicht der Weltbank halten technologische Innovationen für sie künftig Abhilfe bereit. Wie der größte weltweite Entwicklungshilfegeber in seinem jüngsten Blogpost schreibt, könnten Blockchain-Technologien den internationalen Zahlungsverkehr beflügeln. Vor allem im Bereich von Geschäftszahlungen (sogenannte B2B-Zahlungen) könnten sie einerseits für Transparenz und Nachvollziehbarkeit sorgen. Andererseits würden sie Überweisungskosten senken und damit die Möglichkeiten wirtschaftlichen Wachstums steigern.

Die Branche ist reif für Innovationen. […] Grenzüberschreitende B2B-Zahlungen sind ein potenzieller Anwendungsfall für die erfolgreiche Einführung von DLT [Distributed-Ledger-Technologien]. Wie viele andere Unternehmen kann der internationale Geldtransfer erheblich von dieser Entwicklung profitieren und die Kosten für den grenzüberschreitenden Geldtransfer senken. Einige dieser Einsparungen und Effizienzsteigerungen könnten in Form von niedrigeren Überweisungspreisen an die Kunden weitergegeben werden,

so der Blogpost.

Auf vorgetretenen Pfaden: Ripple & Co. machen es vor

Als wegweisendes Beispiel solcher Technologien nennt die in Washington DC ansässige internationale Organisation das Unternehmen Ripple. Dieses stellt Kunden ein Blockchain-Netzwerk zur Verfügung, das es erlaubt, bis zu 1.500 Transaktionen pro Sekunde und den Zahlungsverkehr damit in Echtzeit durchzuführen. Damit richtet sich das Projekt in erster Linie an marktbestimmende Institutionen wie Zahlungsdienstleister, Börsenunternehmen und Banken.

So ermöglicht es die Technologie insbesondere, Währungen miteinander zu tauschen. Dies macht Ripple laut Weltbank für den Zahlungsverkehr in Entwicklungsländer interessant: In einem Pilotversuch aus dem vergangenen Jahr probte das Unternehmen zum Beispiel den Einsatz bei Zahlungen entlang der US-mexikanischen Grenze. Beteiligte berichteten laut Weltbank von bis zu 70-prozentigen Einsparungen bei den Transaktionsgebühren. Dabei sollen die Überweisungen nicht länger als drei Sekunden gedauert haben.

Als weitere Wegbereiter im Bereich von Distributed-Ledger-Technologien nennt die Entwicklungsbank unter anderem Circle Pay, Visas B2B-Connect und J.P. Morgans JPM-Coin. Letzterer hatte im Februar als vermeintlich erste Kryptowährung einer US-Großbank für weltweites Aufsehen gesorgt.

Achtung: Noch bestimmen Stolpersteine den Weg

Trotz dieser vielversprechend erscheinenden Aussichten mahnt die Weltbank zur Demut. Noch seien die Voraussetzungen für den Einsatz von DLT nicht geschaffen. Vielmehr würden den Technologie-Lösungen reichlich Stolpersteine im Weg liegen. Regulatorische Unklarheit sowie Bedenken in den Bereichen Privatsphäre, Transparenz und Sicherheit etwa könnten langfristig gar dafür sorgen, dass Technologien auch abseits der Blockchain DLT-Vorstößen den Rang ablaufen.

Nun heiße es zunächst abwarten, wie sich diese und ihre Umwelt entwickeln. Weitere Innovationen seien jedoch allein deshalb notwendig, um die Nachhaltigen Entwicklungsziele der UN (SDGs) zu erreichen. Diese sehen eine Reduzierung der weltweiten Transaktionsgebühren bis 2030 vor.

Mehr zum Thema:

Weltbank, Weltbank: Blockchain-Technologien wie Ripple können internationalen Zahlungsverkehr beflügeln

Bereit für den nächsten Karrieresprung?

Sichere dir deinen Vorsprung durch Wissen und werde zum Blockchain & Krypto Experten

z.B. "Blockchain Basics Kurs"

Inklusive personalisiertes Teilnahmezertifikat
Zum Online Kurs

Ähnliche Artikel

Weltbank, Weltbank: Blockchain-Technologien wie Ripple können internationalen Zahlungsverkehr beflügeln
Südkoreanische Zentralbank arbeitet an Blockchain-System für Anleihen
Blockchain

Zentralbanken und Blockchain. Das scheint immer besser zusammenzugehen. Auch die Bank von Korea forscht fleißig an Anwendungsmöglichkeiten.

Weltbank, Weltbank: Blockchain-Technologien wie Ripple können internationalen Zahlungsverkehr beflügeln
Blockchain und Solarstrom: Die Dezentralisierung des Energiesektors
Blockchain

Die jüngst abgeschlossene Feldphase des Projekts „Quartierstrom“ untersuchte, wie dezentrale Stromversorgung in der Schweiz funktionieren kann. Im Modellversuch speisten 37 Haushalte ein Jahr lang ihren überschüssigen Solarstrom in ein lokales Stromnetz ein und verkauften ihn über eine Online-Plattform. Ein blockchainbasiertes System bildete die technologische Grundlage für den Stromhandel zwischen den Projektteilnehmern.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Weltbank, Weltbank: Blockchain-Technologien wie Ripple können internationalen Zahlungsverkehr beflügeln
1.300 US-Dollar für einen Bitcoin
Szene

Es gibt frischen Wind im Fall der ehemaligen Bitcoin-Börse Mt.Gox. Denn der Hedgefonds Fortress unterbreitete Anspruchshaltern ein weiteres Angebot.

Weltbank, Weltbank: Blockchain-Technologien wie Ripple können internationalen Zahlungsverkehr beflügeln
PayPal-Gründer will 30 Prozent der BTC Hash Rate kontrollieren
Mining

Das Bitcoin-Mining-Unternehmen Layer1 plant, 30 Prozent der Hash Rate im BTC-Netzwerk einzunehmen. Die ambitionierten Pläne des Unternehmens werden bereits von Geldgebern unterstützt.

Weltbank, Weltbank: Blockchain-Technologien wie Ripple können internationalen Zahlungsverkehr beflügeln
Erneute Klatsche für Libra
Altcoins

Facebooks geplanter Stable Coin Libra steht erneut im Kreuzfeuer von Valdis Dombrovskis. Der EU-Kommissar für Wirtschaft und Kapitaldienstleistungen wirft der Libra Association mangelnde Auskunftsbereitschaft vor und rückt die Einführung der Facebook-Währung in weite Ferne.

Weltbank, Weltbank: Blockchain-Technologien wie Ripple können internationalen Zahlungsverkehr beflügeln
Bitcoin Trading beim japanischen Marktführer: bitFlyer erobert Europa und die USA
Sponsored

Obwohl der Krypto-Sektor und das Bitcoin-Netzwerk ein kontinuierliches Wachstum an den Tag legen, bilden digitale Anlagegüter noch immer einen verhältnismäßig geringen Teil des verfügbaren Weltkapitals ab. Das zeigt einerseits, dass Kryptowährungen und -Token noch ein riesiges Wachstumspotenzial haben, andererseits macht dieser Umstand deutlich, dass ein Großteil des Kapitals auf traditionellen und hochgradig regulierten Märkten bewegt wird.

Angesagt

Bitcoin zum Schleuderpreis: US-Auktion schuld?
Märkte

Der Bitcoin-Kurs (BTC) ist in den letzten 24 Stunden um über vier Prozent gesunken. In den Abendstunden des 19. Februars hat der Kurs der Kryptowährung ruckartig fast 400 US-Dollar verloren. Den Ethereum-Kurs, Ripple-Kurs und IOTA-Kurs zieht es mit nach unten – fast der gesamte Markt ist vom Kurseinbruch betroffen. Auslöser könnte eine Auktion in den USA sein.

Südkoreanische Zentralbank arbeitet an Blockchain-System für Anleihen
Blockchain

Zentralbanken und Blockchain. Das scheint immer besser zusammenzugehen. Auch die Bank von Korea forscht fleißig an Anwendungsmöglichkeiten.

Europäische Weltraumbehörde schießt Blockchain in den Orbit
Forschung

Die Europäische Weltraumbehörde verwendet die Blockchain-Technologie künftig für die Erfassung topographischer Messdaten. Die in den Satelliten eingesetzte Blockchain-Lösung stammt vom schottischen Unternehmen Hypervine.

IOTA findet Sündenbock: MoonPay schuld an Trinity Hack
Altcoins

Die Achillesverse der Trinity Wallet lag nicht im Code der Wallet, sondern beim Bezahldienst MoonPay. Das geht aus einem Update der IOTA Foundation zum Trinity Hack hervor. Unterdessen hat die Foundation neue Desktop- und Mobilversionen veröffentlicht – ohne MoonPay-Integration. Nutzerinnen und Nutzer müssen vorerst dennoch auf der Hut bleiben – und das Tangle bleibt unterdessen eingefroren.

Weltbank, Weltbank: Blockchain-Technologien wie Ripple können internationalen Zahlungsverkehr beflügeln

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene:

Weltbank, Weltbank: Blockchain-Technologien wie Ripple können internationalen Zahlungsverkehr beflügeln