Weißes Haus winkt ab – so schnell keine Krypto-Regulierung

David Barkhausen

von David Barkhausen

Am · Lesezeit: 3 Minuten

David Barkhausen

David Barkhausen hat als freier Journalist bereits für mehrere Tageszeitungen, Funk, Fernsehen und nebenbei seinen eigenen Blog geschrieben. Seit 2017 widmet sich der Master-Student der Politikwissenschaften der Universität Heidelberg dem Themenkomplex Blockchain. In diesem Zusammenhang fokussiert er sich vor allem auf die Bereiche Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaftspolitik.

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Das Weiße Haus hat in dieser Woche einer möglichen Krypto-Regulierung eine Absage erteilt. Stattdessen befinde man sich noch immer im Lernprozess. Dies sagte der Cybersecurity-Beauftragte des Präsidenten Rob Joyce am Freitag CNBC im Rahmen der derzeit laufenden Münchener Sicherheitskonferenz. Anhörungen des US-Senats gegenüber den zuständigen Aufsichtsbehörden in den letzten Wochen hatten zuletzt Spekulationen über kommende Gesetzesentwürfe entfacht.

Der Weg zur Regulierung ist noch weit. Dies betonte Trump-Berater Rob Joyce am Freitag im Rahmen der Münchener Sicherheitskonferenz gegenüber CNBC – und bestätigt damit einen beruhigenden Kurs der amerikanischen Krypto-Handhabe.


In München unterstrich Joyce an diesem Wochenende, derzeit befinde man sich vielmehr im Lernprozess und müsse Risiken und Chancen der dezentralen Währungen umsichtig abwägen, bevor man ihnen einen gesetzlichen Rahmen aufdrücke.

„Ich denke, wir sind gerade erst im Begriff, zu lernen und zu verstehen, was die guten und schlechten Ideen dabei [bei Kryptowährungen] sind. Ich denke nicht, dass diese [kommende Regulierung] kurz bevor steht“,

so der Sonderberater des Präsidenten. Mit seinen Aussagen bringt Joyce weitere Beruhigung in die Diskussion um kommende US-Regulierung. Zuvor hatten Anhörungen des US-Senats gegenüber den zuständigen Aufsichtsbehörden für Spekulationen um nahende Gesetze gesorgt.

Als besonders problematisch gab Joyce am Freitag dennoch die kriminellen Potentiale an, die Kryptowährungen mit sich brächten:

„Wir sind besorgt. Das Bitcoin-Konzept hat Vorteile. Aber gleichzeitig, wenn man sich die Wirkungsweise von Bitcoin ansieht, nachdem ein Verbrechen damit begangen worden ist, kann man nicht jedes Mal die Uhr zurückdrehen und die Währung [Anm. d. Red: oder Zahlung] zurücknehmen.“

Dabei sei vor allem deren Anonymität und mangelnde Rückverfolgbarkeit eine Herausforderung, meint Joyce in München. Einmal jährlich debattieren hier internationale Führungsfiguren, Spitzenpolitiker, Militärs, Sicherheitsexperten und Vertreter von internationalen Organisationen, Wissenschaft und Wirtschaft aktuelle Themen und Herausforderungen der Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Es ist das größte Treffen seiner Art weltweit.

IWF und US-Finanzministerium: Krypto-Kriminalität eindämmen

Mit seinen Aussagen spiegelte Joyce als Vertreter des Weißen Hauses in München am Freitag auch die Ansichten des US-Finanzministers Steven Mnuchin. Dieser hatte zuletzt etwa im Rahmen des Weltwirtschaftsforums in Davos davon gesprochen, kriminelle Machenschaften im Dunstkreis von Kryptowährungen bekämpfen zu wollen. Auch er hatte Grund zur Beruhigung kommender Gesetze gegeben. Momentan würden für Kryptowährungen und deren Halter die gleichen Gesetze und Auflagen wie für jede andere Bank gelten.

Drastischer klangen in diesem Monat die Forderungen des Internationalen Währungsfonds IWF. Dessen Kopf Christine Lagarde, sagte in der vergangenen Woche voraus, eine weltweite Krypto-Regulierung stehe „unausweichlich“ bevor. Gründe dafür sieht die IWF-Chefin ebenfalls in erster Linie in den Gefahren der illegalen Nutzung. So betonte sie, der IWF verfolge derzeit aktiv Bestrebungen, die Möglichkeiten von Geldwäsche und Terror-Finanzierung durch Digitalwährungen einzudämmen. Man müsse wissen, wer Bitcoin nutze und ob dafür die nötigen Auflagen vorlägen.

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