Vor Börsengang: Bitmain erneuert Produktpalette – und schreibt rote Zahlen

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

Mining

Quelle: Shutterstock

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Im ersten Quartal dieses Jahres hat Bitmain tiefrote Zahlen geschrieben. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der größte Hersteller für Mining-Hardware sein Auslaufmodell Antminer S9 zum Schleuderpreis verkauft hat. Welchen Einfluss das auf den geplanten Börsengang hat.

Mit 310 Millionen US-Dollar im Minus hat Bitmain das erste Quartal 2019 abgeschlossen. 315 Millionen US-Dollar Profit vom März dieses Jahres vermochten einen akkumulierten Verlust von 625 Millionen US-Dollar also nicht zu kompensieren.


Zurückführen kann man das beachtliche Minusgeschäft der ersten drei Monate dieses Jahres in erster Linie auf zwei Faktoren.

Zum einen ist hier der sogenannte Difficulty Bottom zu nennen. Das heißt, in den ersten Wochen 2019 hatte es der Bitcoin-Markt mit einer Art Mining-Kapitulation zu tun. Im Januar 2019 war die Hash Rate im Netzwerk so gering wie seit Juni 2018 nicht mehr. Dies dürfte sich nicht eben förderlich auf die Verkaufszahlen der ASIC Minern aus dem Hause Bitmain ausgewirkt haben.

Wie Twitter User @100trillionUSD herausstellt, ist der Difficulty Bottom ein brauchbarer Indikator für den Start eines neuen Bullenmarkts.

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Medienberichten zufolge sind die roten Zahlen von Q1 ferner auf einen weiteren Faktor zurückzuführen: eine Neuauflage der ASIC Miner. Denn wie wir bereits im Februar berichteten, hat der chinesische Hardware-Hersteller sein Repertoire um einen neuen 7-Nanometer-Chip erweitert, der unter anderem im Antminer S17 und T17 zum Einsatz kommen soll. Der neue Chip soll die Miner, in die er verbaut ist, energieeffizienter machen.

Im Zuge des Updates seiner Produktpalette hat Bitmain sodann die überholten Miner, die noch den ausrangierten 16-Nanometer-Chip verbaut hatten, zu Schleuderpreisen verkauft. Dies berichtet etwa Tencent QQ.

Börsengang noch nicht vom Tisch

Da sowohl die Bitcoin Mining Difficulty wieder gen Norden wandert und das Unternehmen seine unprofitablen Altlasten abgestoßen haben dürfte, ist alsbald wieder mit positiven Nachrichten aus dem Reich der Mitte zu rechnen.

Wie BTC-ECHO berichtet hatte, arbeitet Bitmain nach wie vor an einem Börsengang. Nachdem ein entsprechender Antrag zuvor in Hongkong gescheitert war, hat der Hardware-Hersteller erst Ende Juni Dokumente für einen IPO bei der SEC eingereicht.

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