US-Ökonomen warnen: Kurse von Kryptowährungen könnten zusammenbrechen

Peter Hermann

von Peter Hermann

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Peter Hermann

Peter Hermann ist langjähriger Wirtschaftsjournalist für internationale Finanzen und Geldanlage. Zudem besitzt er die Zertifizierung zum Anlageberater nach § 34f.

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Quelle: Silhouette of a two successful managing directors discuss ideas after meeting with partners while standing near big office window, young man and woman skilled economists relaxing after conference via Shutterstock

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Nach einer Meldung des britischen Wirtschaftsjournals „Financial News“ haben drei renommierte US-Volkswirtschaftler ihre Befürchtungen im Bezug auf Kryptowährungen wiederholt. Joseph Stiglitz, Nouriel Roubini and Kenneth Rogoff sehen sich in ihrem Urteil bestärkt, dass die Kurse von Kryptowährungen wegen zu erwartender staatlicher Vorschriften abrutschen könnten. 

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Tanja Giese

ong>Joseph Stiglitz, Nouriel Roubini and Kenneth Rogoff sehen sich in ihrem Urteil bestärkt, dass die Kurse von Kryptowährungen wegen zu erwartender staatlicher Vorschriften abrutschen könnten. 

Joseph Stiglitz, Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften und ehemaliger Chefökonom der Weltbank, ist Wirtschaftswissenschaftler und Professor an der Columbia University. Nouriel Roubini ist Professor an der zur New York University gehörenden Stern School of Business. Kenneth Rogoff war Chefökonom des Internationalen Währungsfonds und lehrt an der Havard University. Alle drei US-Ökonomen kritisieren das Fehlen des inneren Wertes und die hohen Volatilität von Kryptowährungen.

Bitcoin-Verbot ins Gespräch gebracht


Wie BTC-ECHO Ende vergangenen Jahres berichtete, hatte Stiglitz schon zum damaligen Zeitpunkt ein Bitcoin-Verbot gefordert. Bereits seit einiger Zeit vertritt er die Meinung, Kryptowährungen erfüllten keinerlei soziale oder nützliche Funktionen. Die Gesellschaft sollte zu dem zurückkehren, was sie schon immer gehabt habe. Bitcoin & Co. seien lediglich eine Blase.

In seiner erneuten Kritik hat sich Stiglitz nun besonders zu der teilweisen Anonymität von Bitcoin geäußert. Dabei widerspricht er in seiner Argumentation der „Idee eines transparenten Bankensystems“. Übereinstimmend mit seinen beiden Kollegen Roubini und Rogoff unterstellt er in Zusammenhang mit Kryptowährungen „schändliche Aktivitäten“, die „keine Regierung zulassen“ könne. Stiglitz erklärt weiter, dass die globalen Finanzaufsichtsbehörden noch nicht konsequenter vorgehen, weil die Kryptobranche noch immer relativ klein sei. Stiglitz mein dazu:

„Sobald der Markt für Krypto eine bedeutende Größe erreicht, werden sie den Hammer hervorholen.“

„Bitcoin wird in zehn Jahren unter 100 US-Dollar notieren“

Der professionelle Schachspieler Kenneth Rogoff, der ebenfalls seine kritische Haltung gegenüber Bitcoin bekräftigt hat, geht davon aus, dass die teuerste Kryptowährung in zehn Jahren unter 100 US-Dollar fallen könnte. Auch er spricht von Interventionen von staatlichen Stellen in das Umfeld von Krypto, Politiker würden sich früher oder später um die Regulierung „anonymer Transaktionen“ kümmern.  Nouriel Roubini mit dem Nickname „Dr. Doom“ (deutsch: „Dr. Unheil“), der angeblich die Finanzkrise von 2008 vorhergesagt hatte, argumentiert, dass Bitcoin „keine Eigenschaften des Geldes“ erfüllt. Er moniert darüber hinaus die Volatilität von Bitcoin. Außerdem weist darauf hin, dass „Bitcoin nicht einmal auf Bitcoin-Konferenzen akzeptiert wird“. Und wie könne etwas als stabil bezeichnet werden, das an einem Tag 20 Prozent fällt, um am nächsten Tag 20 Prozent zu steigen.

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