Beschluss im Mai? 

Zinsverbot für Stablecoins? US-Senat erzielt Kompromiss bei CLARITY Act

Der US-Senat klärt die Yield-Frage im CLARITY Act. Zinsähnliche Belohnungen für Stablecoins sind künftig tabu – das Markup steht für Mai an.

Dominic Döllel
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Das Bild zeigt Senatorin Angela Alsobrooks, eine Demokratin aus Maryland.

Beitragsbild: picture alliance / Sipa USA | CQ-Roll Call

| Angela Alsobrooks hat einen Kompromiss erzielt

Der US-Senat räumt ein massives Hindernis für den CLARITY Act aus dem Weg. Wie Punchbowl News berichtet, erzielen die Unterhändler eine Einigung über die künftige Gestaltung von Stablecoin-Renditen. Demnach haben die Senatoren Thom Tillis und Angela Alsobrooks einen Kompromiss erzielt, der Belohnungen verbietet, wenn diese wirtschaftlich oder funktionell den Zinsen auf Bankeinlagen entsprechen. Damit reagiert die Politik direkt auf Sicherheitsbedenken der klassischen Bankenbranche.

Yield-Verbot schließt Lücken des GENIUS Act

Die neuen Textpassagen adressieren eine entscheidende Schwachstelle im bereits bestehenden GENIUS Act. Donald Trump unterzeichnete dieses Gesetz am 18. Juli 2025, um einen Bundesrahmen für Stablecoins zu schaffen. Der GENIUS Act untersagt zwar direkte Zinszahlungen durch Emittenten, ließ aber Spielraum für Praktiken auf Sekundärmärkten oder durch Partnerunternehmen. Die neue Regelung im CLARITY Act schließt diese Lücke nun für alle beteiligten Akteure.

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Die Blockchain Association zeigt sich erleichtert über den Fortschritt. CEO Summer Mersinger erklärt: “Die Lösung der Stablecoin-Yield-Frage macht den Weg frei für ein Markup im Bankenausschuss des Senats und bringt uns einer umfassenden Marktstruktur-Gesetzgebung deutlich näher.” Die USA hätten jetzt die Chance, ihre Position als Krypto-Zentrum der Welt zu festigen.

Markup im Mai?

Trotz des Durchbruchs bleiben andere Teile des CLARITY Act wie der Schutz für DeFi und Sicherheitsvorgaben für Software-Entwickler ungeklärt. Der Vorsitzende des Bankenausschusses, Tim Scott, strebt eine entscheidende Ausschusssitzung im US-Parlament im Mai an. Dort wird der Gesetzentwurf debattiert, durch Änderungsanträge finalisiert und per Abstimmung für das Plenum freigegeben.

Voraussetzung dafür ist eine geschlossene Unterstützung der Republikaner. Der Weg zur finalen Gesetzgebung bleibt jedoch lang, da der Entwurf nach einer Verabschiedung im Senat noch mit den Vorlagen aus dem Repräsentantenhaus abgestimmt werden muss.

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