UNICEF: Internet für Schulen weltweit dank Blockchain

Max Halder

von Max Halder

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Max Halder

Max Halder kaufte 2011 seinen ersten Bitcoin. Er studierte Chemie und Pharmakologie an der Universität Regensburg und graduierte 2016 mit einem Master of Science. Seither setzt er sich als Pädagoge und freiberuflicher Dozent in einer Suchtklinik und in Förderzentren für Aufklärung und Bildung ein.

Quelle: Shutterstock

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Die Non-Profit-Organisation UNICEF ist unter anderen mit der Regierung von Kirgisistan über einen Internetzugang für Schulen im Gespräch. Die Blockchain-Technologie soll dabei helfen.

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, UNICEF, ist ein hochkarätiger Fürsprecher der Blockchain-Technologie. Mit der Initiative Project Connect gelang es der Organisation bisher, mehr als 150.000 Schulen weltweit zu kartografieren. Dabei geht es nicht nur darum, zu wissen, wo die Schulen sind. Vielmehr geht es auch darum, für die Vernetzung der Schulen und die Bereitstellung von Informationen rund um Bildung und Gesundheit zu sorgen.

Kirgistan hat Aufholbedarf


Ein vergleichsweise blinder Fleck auf der entstehenden Karte ist Kirgisistan. Von den 1.560 aufgeführten Schulen hat fast die Hälfte entweder keinen Zugang zum Internet oder es fehlen schlicht die Daten zur Erhebung. Denn Teil der Initiative sei es, eine blockchainbasierte Lösung für die Verbesserung und Überwachung der Internetverbindung aufzusetzen.

Dazu der kirgisische UNICEF-Vertreter Munir Mammadzade:

Wir stehen am Anfang einer blockchainbasierten Lösung für die Project-Connect-Initiative in Kirgisistan. Die Regierung arbeitet mit der UNICEF und privaten Unternehmen daran, jede Schule des Landes mit Internet auszurüsten. Alle jungen Menschen sollen Zugang zu Informationen und folglich bessere Möglichkeiten erhalten.

Besonders auf „der beschleunigten [und] verrückten Krypto-Zeitskala kommen wir mit der Arbeit zügig voran“, meint indes Chris Fabian, Führungskraft bei UNICEF. So könne man davon ausgehen, dass die Blockchain-Technologie im Laufe des Jahres an Fahrt aufnehmen wird. Wie wir bereits berichtet haben, realisierte die UNICEF auch andere Blockchain-Projekte, so eine Spendenwebsite auf Mining-Basis oder eine auf Vertrauen ausgelegte Smart-Contract-Lösung für Spendengelder.

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Hilfestellungen von Start-ups

Von den insgesamt sechs Unternehmen, die Gelder aus dem Innovationsfonds der UNICEF erhalten haben, weißt Fabian auf zwei hin, die für Project Connect eine Rolle spielen. Zum einen das tunesische Start-up Utopixar, eine Plattform, die es „Gemeinschaften erlaubt, ihre eigenen Token zu generieren, zu verteilen und untereinander zu tauschen.“ Diese Token könnten die Nutzer an Individuen oder Gruppen, die soziale und umwelttechnische Herausforderungen ins Auge fassen, spenden. Danach besteht die Möglichkeit, die Token in andere Währungen bzw. Gutscheine umzutauschen.

Das andere Start-up heißt W3Engineers, ein Unternehmen für Webentwicklung und -beratung aus Bangladesch, das „speziell daran interessiert ist, ein Gigabyte aufzuteilen“, so Fabian. Das Team versucht also eine Lösung zu finden, um kleinere Einheiten von digitalen Informationen zu kaufen bzw. zu verkaufen. Das sei indes besonders bei der Bezifferung der Kosten der Internetverbindung im Sinne des Project Connect relevant.


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