Südafrikanische Zentralbank plant nationale digitale Währung

Danny de Boer

von Danny de Boer

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Danny de Boer

Als Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

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Quelle: © mdmworks - Fotolia.com

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Die Nutzung von Kryptowährungen als legales Zahlungsmittel ist ein heiß diskutiertes Thema unter Mitgliedern der Community. Genau dieses Thema könnte in Südafrika bald Realität werden.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Mark Preuss

Ein südafrikanisches Finanzmagazin berichtete vor kurzem von Bestrebungen der Südafrikanischen Zentralbank zur Einführung einer digitalen Version seiner Fiat-Währung. Die neue Währung wurde als “nationale digitale Währung” bezeichnet und soll angeblich auf Blockchain-Technologie basieren.

Die Veröffentlichung zitiert den Leiter des National Payment System der südafrikanischen South African Reserve Bank, Tim Masela, mit:

“Falls wir den Weg einschlagen eine digitale Währung auszustellen, wird das Ziel darin bestehen die derzeitig aufstrebenden Technologien zu nutzen, um für uns die größten Vorteile daraus zu ziehen.”

Die “aufstrebenden Technologien” in Maselas Zitat beziehen sich auf Blockchain-Technologie. Die Vorteile einer nationalen Währung auf Basis der Distributed Ledger Technology wären unter anderem, bequeme Nutzung, bessere Bankeninklusion, verringerte Banking und Transaktions-Gebühren, sowie Echtzeit-Abwicklung.


Der Afrikanische Kontinent entwickelt sich zurzeit zu einer Schmiede der Krypto-Innovation. Viele Krypto-Plattformen operieren aktiv in der Region und bringen damit finanzielle Eingliederung für die Massen. Die Südafrikanische Zentralbank glaubt aber, dass die Herausforderung darin liegt die Vorteile der Blockchain-Technologie mit ihren potenziellen Risiken abzuwägen.

Sollte Südafrika mit seinen Plänen zur digitalen Währung voranschreiten, tritt sie damit in die Fußstapfen von Tunesien und der West African Economic and Monetary Union. Tunesien hat bereits den eDinar eingesetzt, welcher derzeit auf die Verbindung mit der Blockchain wartet. Die Länder der Western African Economic and Monetary Union werden möglicherweise eine digitale Version des Westafrikanischen Franken im Laufe des nächsten Jahres einführen. Dieser wird von der Zentralbank von Senegal ausgestellt.

Die Bitcoin-Nutzung ist auch in anderen afrikanischen Ländern auf einem Allzeit-Hoch. Das wöchentliche Bitcoin-Volumen der Börsen in Nigeria verzeichneten in den vergangenen 45 Tagen beinahe 1,3 Mio. US-Dollar.

Die förderliche Atmosphäre, die die afrikanischen Regierungen und Finanzinstitute schaffen, könnte die afrikanischen Nationen in nächster Zeit zu den führenden Nutzern von Kryptowährungen und Blockchain-Technologie machen.

BTC-ECHO

Englische Originalfassung von Gautham via newsbtc


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