Singapurs Zentralbank und J.P. Morgan testen Blockchain-Überweisungen
Ubin, Singapurs Zentralbank und J.P. Morgan testen Blockchain-Überweisungen

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Singapurs Zentralbank und J.P. Morgan testen Blockchain-Überweisungen

Die Monetary Authority of Singapore (MAS), die Zentralbank Singapurs, hat gemeinsam mit J.P. Morgan ein Blockchain-Netzwerk für grenzüberschreitende Zahlungen entwickelt. Das blockchainbasierte Netzwerk Ubin unterstützt Transaktionen in verschiedenen Währungen über dieselbe Plattform und führt den Zahlungsverkehr über eine Schnittstelle zusammen.

„Ubin“ ist ein Gemeinschaftsprojekt von Banken und Industrie, das sich der Anwendung der Distributed-Ledger-Technologie (DLT) für die Abwicklung von Transaktionen und Wertpapieren widmet. Das Ubin-Netzwerk stellt ein dezentrales Interbanken-Zahlungssystem dar. Dadurch sind Delivery-versus-Payment-Funktionen (DvP) für die Abrechnung von tokenisierten Assets über verschiedene Blockchain-Plattformen hinweg möglich. Durch das Netzwerk soll zudem die Automatisierung von DvP-Abwicklungsprozessen mit Smart Contracts gewährleistet sein.

Laut Pressemitteilung stellt Ubin Schnittstellen für andere blockchainbasierte Netzwerke bereit, mit denen die jeweiligen Systeme nahtlos in den Zahlungsverkehr integriert werden. Zudem bietet das Netzwerk zusätzliche Funktionen wie Delivery-versus-Payment-Abwicklung mit privaten Börsen.

Sopnendu Mohanty, Chief FinTech Officer MAS, teilte mit:

Es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass blockchainbasierte Zahlungsnetzwerke in der Lage sind, die Kosteneffizienz zu steigern und neue Möglichkeiten für Unternehmen zu schaffen. Wir hoffen, dass diese Entwicklung andere Zentralbanken ermutigen wird, ähnliche Versuche durchzuführen, und wir werden die technischen Spezifikationen öffentlich zugänglich machen, um diese Bemühungen zu beschleunigen. Wir freuen uns auf die Vernetzung mit weiteren Blockchain-Netzwerken, um die grenzüberschreitende Konnektivität zu verbessern. Dies wird ein großer Schritt nach vorn sein, um grenzüberschreitende Transaktionen schneller, billiger und sicherer zu machen.



Mit dem Prototypen beginnt die letzte Phase des Ubin-Projekts, in der die wirtschaftliche Anwendbarkeit des Netzwerks auf dem Prüfstand steht. An diesem Projekt haben mehr als 40 Unternehmen teilgenommen, um die potenziellen Vorteile und möglichen Schwächen zu dokumentieren. Die entsprechenden erfolgreich getesteten Anwendungen werden auf dem Singapore FinTech Festival und der Singapore Week of Innovation and TeCHnology 2019 vorgestellt.

Zentralbanken über Ubin vernetzt

Das blockchainbasierte Netzwerk Ubin, das in Zusammenarbeit von MAS mit J.P. Morgan und Temasek entwickelt wurde, sei für Firmen und Großkunden interessant, die ihre Unternehmenskosten bei transnationalen Überweisungen senken könnten.

Chia Song Hwee, President & Chief Operating Officer bei Temasek, teilte folglich mit:



Die Blockchain-Technologie hat großes Potenzial bei der Transformation von Unternehmen und der Erschließung neuer Geschäftsmöglichkeiten. Um die Auswirkungen und den Wert der Blockchain-Technologie besser zu verstehen, freuen wir uns, mit MAS und J.P. Morgan eine Partnerschaft für die Ubin-Plattform eingegangen zu sein. Die Einbeziehung von Nicht-Finanzdienstleistern hat gezeigt, dass die Blockchain-Technologie über die Kapitalmärkte und die Handelsfinanzierung hinaus anwendbar ist.

Bei dem Projekt haben die Zentralbanken Kanadas (BoC), Englands (BoE) und Singapurs (MAS) kooperiert. Die drei Banken haben demgemäß einen Bericht veröffentlicht, der alternative Modelle bewertet, die grenzüberschreitende Zahlungen verbessern könnten. MAS und BoC haben ihre jeweiligen nationalen Zahlungsnetze über Project Ubin und Project Jasper verknüpft und die grenz- und währungsübergreifenden Zahlungen mit digitalen Währungen der Zentralbanken bereits erfolgreich getestet.

Ein detaillierter Bericht über das Projekt Ubin veröffentlicht der Tech-Dienstleister Accenture voraussichtlich Anfang 2020.

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