Singapur: Zentralbank warnt Kryptobörsen und stoppt ICO

Tanja Giese

von Tanja Giese

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

Quelle: wag a finger via Shutterstock

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Wie die singapurische Zentralbank und Finanzaufsicht (MAS) am 24. Mai bekannt gab, hat sie acht Kryptobörsen wegen fehlender Lizenzierung verwarnt. Zudem stoppte sie einen ICO und verlangte die Rückzahlungen aller Investitionen aus Singapur. Wird der Inselstaat nun doch eine Kryptoregulierung auf den Weg bringen?

Zwar hat sich Singapur bislang von einer Kryptoregulierung distanziert und sich stattdessen auf Anti-Geldwäsche-Kontrollen beschränkt, dennoch können Kryptobörsen in dem Inselstaat nicht schalten und walten, wie es ihnen gefällt. Hier muss die Finanzaufsicht eine Lizenz für Wertpapierhandel ausstellen, bevor Kryptobörsen aktiv werden dürfen.

Bisher unbekannte Kryptobörsen gewarnt


Nicht-lizenzierte Kryptobörsen laufen ständig Gefahr, von den staatlichen Finanzaufsichtsbehörden gewarnt zu werden. Ist erst eine Warnung an die Börse selbst ausgesprochen, kann auch schnell die Veröffentlichung dieser folgen. Wie BTC-ECHO erst kürzlich berichtete, hatten die zuständigen Behörden Frankreichs und Belgiens entsprechende schwarze Listen mit Websites veröffentlicht, vor denen sie die Nutzer warnen wollten. Welche Auswirkungen diese Bekanntmachungen auf die Nutzerzahlen haben kann, ist nicht schwer zu erraten. Zudem droht natürlich bei Nicht-Handeln der verwarnten Unternehmen ein Verbot durch die Obrigkeiten.

Die singapurische MAS hat die Namen der acht verwarnten Kryptobörsen bislang noch nicht bekannt gegeben. Auch gibt es keinerlei Informationen darüber, ob es auf den Plattformen zu verdächtigen Aktivitäten wie in Frankreich gekommen war oder Beschwerden über die Exchanges wie in Belgien eingegangen sind. Die MAS betonte aber unter Berufung auf den Securities and Futures Act (SFA), ein Gesetz, das die Regulierung von Aktivitäten und Institutionen in der Wertpapier-, Termin- und Derivativbranche vorsieht:

„Wenn die digitalen Token Securities oder Future-Contracts darstellen, müssen die Börsen den Handel mit diesen digitalen Token unverzüglich einstellen bis sie als genehmigte Exchange oder anerkannter Marktbetreiber durch die MAS autorisiert wurden.“

ICO muss in Singapur eingestellt werden

Zudem forderte die MAS einen ICO-Emittenten dazu auf, sein Angebot in Singapur einzustellen. Sein Token würde das Eigentumsrecht an einem Unternehmen und damit gemäß des SFA einen Security Token darstellen. Dafür sei wiederum die Registrierung bei der MAS notwendig, die in diesem Falle fehle. Aus diesem Grund verlangte die MAS die Rückzahlung aller Investitionen aus Singapur. Dieser Forderung ist der Emittent laut der MAS bereits nachgekommen:

„Der [ICO]-Emittent hat das Angebot eingestellt und Abhilfemaßnahmen getroffen, um den Bestimmungen der MAS zu entsprechen. Er hat auch alle Gelder zurückgezahlt, die von in Singapur ansässigen Investoren stammen.“

Genaue Angaben zum ICO und der ausgegebenen Summe gibt es allerdings nicht. Lee Boon Ngiap, Assistant Managing Director der MAS, will dennoch nicht den Eindruck erwecken, Singapur führe strenge Regulierungsmaßnahmen bezüglich Kryptobörsen und ICOs ein. Stattdessen gab er bekannt, dass die Krypto-Angebote in Singapur signifikant gestiegen seien. Hierzu betonte er laut Finews.Asia:

„Wir sehen keine Notwendigkeit, sie einzuschränken, wenn es sich um redliche Unternehmen handelt. Sollte jedoch eine Krypto-Exchange, ein Emittent oder ein Intermediär gegen unsere Wertpapiergesetze verstoßen, ergreift die MAS strenge Maßnahmen.“

BTC-ECHO

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