Singapur: Blockchain soll Seehandel auf Chinas Seidenstraße stärken

Singapur: Blockchain soll Seehandel auf Chinas Seidenstraße stärken

Der Singapurer E-Government-Anbieter CrimsonLogic hat in dieser Woche die blockchainbasierte Handelsplattform Open Trade Blockchain auf den Weg gebracht. Damit will das Unternehmen, das zu nahezu zu gleichen Teilen dem Handelsministerium des Landes und dem internationalen Hafenbetreiber PSA International gehört, Lieferketten im südostasiatischen Binnenhandel auf sichere Füße stellen. Vor allem den Außenhandel des ASEAN-Verbandes im Rahmen der chinesischen Belt-and-Road-Initiative sowie der Maritimen Seidenstraße soll die Plattform stärken. 

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Open Trade Blockchain (OTB) – so heißt die Handelsplattform, die der Singapurer E-Government-Anbieter CrimsonLogic in dieser Woche an den Start gebracht hat. Der Name soll Programm sein: Sicherer Seehandel zwischen den Staaten des südostasiatischen ASEAN-Verbandes und China ist die Mission, die sich das Unternehmen, welches zur Hälfte dem Handelsministerium des Blockchain-Enthusiasten Singapur gehört, auf die Fahne geschrieben hat.

Damit verfolgt CrimsonLogic zweierlei Ziele. Zum einen wollen die Singapurer den Binnenhandel der südostasiatischen ASEAN-Staaten untereinander erleichtern. Zu deren Verband gehören mit Brunei, Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, den Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam nahezu alle südlichen Nachbarn Chinas. Auf der anderen Seite jedoch wolle man vor allem gegenüber Firmen und Ländern den Austausch mit dem regionalen Handelsriesen selbst stärken. China wiederum setzt derzeit im Zuge seiner Belt-and-Road-Handelsinitiative (BRI) besonders mit Blick auf den Seehandel auf Expansionskurs und mehr wirtschaftliche Verflechtung zu seinen Nachbarn.

„Wir glauben, dass die Blockchain-Technologie das Vertrauen zwischen den grenzübergreifenden Handelspartnern der ASEAN und entlang der chinesischen BRI und des südlichen Transportkorridors steigern kann. So könnte das Handelsvolumen zwischen ASEAN und China zum insgesamt größten zwischen zwei Regionen werden“,

beschreibt CrimsonLogic Vorstand Eugene Wong die Vision seines Unternehmens.

Weiterhin heißt es in der zugehörigen Pressemitteilung:

„Die OTB verbindet China mit dem Rest der Region. Diese stärkere Vernetzung wird Unternehmen mehr strategische Möglichkeiten öffnen, die an Chinas BRI teilhaben wollen.“

Lieferketten sichern, Vertrauen schaffen


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In diesem Zuge soll die Blockchain-Plattform künftig in der Region tätigen Handelspartnern Zugang zu allen gemeinsamen Handelsdokumenten verschaffen. Ziel dessen sei es, Häfen, Vertriebsfirmen und Reedereien Lieferkettensicherheit und Transparenz zu garantieren.

Als Nodes der Transaktionen sollen eine Vielzahl von Unternehmen für Datensicherheit aus Indonesien, China und Südkorea fungieren. Weiterhin soll die digitale Infrastruktur der Plattform für alle Handelspartner offen einsehbar sein. So sollen diese von den jeweiligen Firmen weiterentwickelt werden können.

Dass Kunden nicht lange auf sich warten lassen werden, verrät der Blick auf das Unternehmen CrimsonLogic. So gehört der Software-Anbieter zur anderen Hälfte dem Hafenbetreiber PSA International. Als einer der weltgrößten seiner Art betreibt PSA International nicht nur zahlreiche Häfen in China und der Region, sondern unterhält Standorte um den gesamten Globus verteilt. So gehören zum Konzern etwa Häfen in Buenos Aires, im belgischen Antwerpen oder Saudi-Arabien. Sollte sich die Blockchain-Lösung in Südostasien bewähren, dürften weitere Anwendungsfelder demnach nicht lange zu suchen sein.

Zum Hintergrund: Die Straße von Malakka als wichtiges Bindeglied der Maritimen Seidenstraße

Schon heute fließen durch die Straße von Malakka zwischen Singapur und Indonesien nicht nur ein Drittel des Welthandels, sondern auch die größten Teile der Exportgüter und Energieversorgung Chinas.

Geht es jedoch nach Peking, soll sich der Warenverkehr auf der am zweithäufigsten befahrenen Handelsroute jedoch noch steigern. Im Zuge seiner BRI, zu der auch der Ausbau der Maritimen Seidenstraße gehört, will China insbesondere den Seehandel in den Persischen Golf, nach Nordafrika und nicht zuletzt die ASEAN-Länder ankurbeln.


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Wer jedoch das durchaus problembehaftete (handels-)politische Geflecht der Region betrachtet, erkennt schnell den Zweck der Blockchain-Initiative. Neben Effizienzbemühungen soll die OTB vor allem für Vertrauen und Transparenz zwischen den Handelspartnern sorgen.

Zwar ist China seit Jahren größter Absatzmarkt des südostasiatischen Außenhandels, die ASEAN sind abhängig von den Investitionen Pekings in die regionale Infrastruktur und beide Regionen Teil des Freihandelsabkommens ACFTA. Dennoch sind im Verhältnis zwischen Jakarta und Peking weiterhin Zölle, politische Zurückhaltung und Misstrauen fest verwurzelt. Besonders den wirtschaftlich rasanten Aufstieg des Reiches der Mitte, so auch die BRI, betrachtet man vonseiten der ASEAN mit Sorge. Dessen Wurzeln liegen einerseits in der eigenen Kolonialgeschichte und andererseits zuletzt in der aggressiven chinesischen Expansion im südchinesischen Meer.

So pflegen die ASEAN-Staaten zur Volksrepublik insgesamt ein ambivalentes Verhältnis. Zumindest Teile dieses Knotens könnten von der OTB nun gelöst werden.

BTC-ECHO

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