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Schuldzuschiebungen Wenn Ripple gegen Bitcoin schießt

Die ehemalige US-Schatzmeisterin und heutige Ripple-Aufsichtsrätin Rios hat ihren Schuldigen für das chinesische Krypto-Verbot bereits gefunden.

Marlene Müller
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Wassspritzpistole

Quelle: Shutterstock

Am 26. September erklärte die ehemalige US-Schatzmeisterin auf ihrem Twitter-Account, dass das chinesische Transaktions-Verbot der Spekulation auf Kryptowährungen (Bitcoin) geschuldet wäre. Diesen Werterhalt hätte der Ripple Coin XRP jedoch nicht zu verantworten. Dessen primäre Absicht sei es, grenzüberschreitende Zahlungen zu ermöglichen.

Spannend ist dabei, dass Frau Rosie Rios nicht nur US-Schutzmeisterin war, sondern seit Mai 2021 auch im Verwaltungsrat von Ripple Labs sitzt. Das ist die Firma, die XPR als verteiltes Open-Source-Protokoll entwickelte und dabei den Fokus auf das Ermöglichen von effizienten Zahlungsabwicklungsangeboten legte. Inzwischen ist das Unternehmen auch an einigen Projekten zur Entwicklung einer digitalen Zentralbankwährung beteiligt.

Gutes tun und mit Behörden streiten

Nach Berufung in den Verwaltungsrat nannte Rios Ripple Labs eine Option, „deren Modell darauf ausgerichtet ist, etwas Gutes zu tun“. Weiter erklärte sie damals:

Ich habe mich für Ripple entschieden, weil ich fest davon überzeugt bin, dass es eine der wenigen Kryptowährungen ist, die eine legitime und glaubwürdige Form der Erleichterung für grenzüberschreitende Zahlungen in gewisser Weise bietet. … Diese Anwendung zu nehmen und sie vielen Menschen auf der ganzen Welt als sehr gute und brauchbare Ressource zur Verfügung zu stellen … ist eine gute Sache.

Rosie Rios, Verwaltungsratmitglied Ripple Labs

Indessen befindet sich Ripple Labs in einem Rechtsstreit mit der US-Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission). Darin wirft die SEC Ripple Labs vor, mit XRP unerlaubten Wertpapierhandel betrieben zu haben. Dagegen wehrt sich das Unternehmen seit Beginn der Vorwürfe vehement, wie BTC-ECHO bereits berichtete. Die juristische Auseinandersetzung mit der SEC zieht sich dabei bereits seit Dezember 2020 hin. Bisher konnte das Fintech aus San Francisco vereinzelte Teilerfolge für sich erzielen.

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