Nur Wahlkampf-Versprechen? Donald Trump will Silk-Road-Betreiber Ross Ulbricht begnadigen

In US-Wahlkampf fällt Donald Trump immer häufiger mit Zugeständnissen an die Krypto-Szene auf. Neben Selbstverwahrung und einer lockeren Regulierung, will der Republikaner Ross Ulbricht begnadigen.

Dominic Döllel
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Donald Trump

Beitragsbild: Shutterstock

| Kryptowährungen seien “einfach wie ein Betrug”, kritisiert Donald Trump 2019
  • Im Wahlkampf um das Amt als 47. Präsident der Vereinigten Staaten setzt Donald Trump zunehmend auf die Stimmen der Krypto-Szene. In einer Rede vom 25. Mai erklärte der ehemalige Präsident, “Joe Bidens Kreuzzug gegen Krypto zu beenden” und will sicherstellen, dass die Industrie im eigenen Land bleibt.
  • Zudem wolle Trump die Selbstverwahrung von Kryptowährung gewährleisten und spricht sich gegen eine digitale Zentralbankwährung (CBDC) aus.
  • Die Versprechen gehen weiter: “Wenn Sie für mich stimmen, werde ich am ersten Tag die Strafe von Ross Ulbricht in eine bereits verbüßte Haftstrafe umwandeln. Er hat bereits elf Jahre abgesessen, wir werden ihn nach Hause holen.”
  • Ross Ulbricht verbüßt derzeit eine zweifache lebenslange Haftstrafe für den Betrieb des Schwarzmarktes Silk Road, wo Bitcoin das Zahlungsmittel war.
  • Mehr noch: Erst vor kurzem hat sich Trump für die Adoption von Bitcoin und Co. in den USA ausgesprochen. Als Kandidat der Republikaner in der kommenden US-Präsidentschaftswahl scheint Trump sich daher strategisch “Pro-Krypto” zu positionieren.
  • Gegenüber Bitcoin und Kryptowährungen äußerte Trump sich während seiner Amtszeit skeptisch. Für seinen Wahlkampf akzeptiert der Geschäftsmann mittlerweile aber auch Spenden in Bitcoin.
  • Dem gegenüber steht sein demokratischer Kontrahent, Joe Biden. Unter dem amtierenden Präsidenten starten die Demokraten immer wieder Angriffe gegen den Krypto-Sektor.
  • Laut Statista liegt der amtierende US-Präsident bei Umfragen in den Vereinigten Staaten 1,1 Prozentpunkte hinter Ex-Präsident Donald Trump. Dieser kommt in nationalen Umfragen durchschnittlich auf 46,7 Prozent der Befragten, Joe Biden dagegen auf rund 45,6 Prozent der Stimmen.
  • Warum Krypto aber wohl eher kein Entscheidungskriterium für den Einzug ins Weiße Haus machen wird, lest ihr in diesem Kommentar: Warum Krypto die US-Wahlen nicht entscheidet
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